So gelingt der Weg zur Uni

Wird in den Oster- und Sommerferien nicht angefahren: Der Wuppertaler Hbf

Das Sommersemester hat noch gar nicht angefangen und schon erreicht uns die Nachricht, dass der Wuppertaler Hauptbahnhof im nächsten Semester nur bedingt angefahren wird. Grund dafür ist die komplette Gleissperrung während der Oster- und Sommerferien (10. – 22. April u. 17. Juli – 29. August 2017). Für viele Uni-Pendler (mich eingeschlossen) bedeutet das, dass zum Semesterbeginn und zum Semesterende – der bekanntlich stressigsten und prüfungsreichsten Zeit – auf das Auto bzw. Fahrgemeinschaften umgestiegen werden muss.

Die Deutsche Bahn – Fluch und Segen zugleich

Welcher Uni-Pendler kennt das nicht? Die letzte Prüfung liegt hinter einem und man freut sich darauf, die nächsten Wochen nicht mehr täglich auf S- und Regionalbahnen angewiesen zu sein. Endlich Semesterferien, denken wir uns. Ganz anders sieht die Sache jedoch aus, wenn wir erfahren, dass wir das nächste Semester halbwegs ohne öffentliche Verkehrsmittel auskommen müssen. Wenn es heißt, dass der Wuppertaler Hauptbahnhof nicht mehr angefahren wird und wir uns anderweitig einen Weg zur Uni bahnen müssen. Auf einmal erscheint einem die Bahn gar nicht mehr so lästig und ein eher befremdliches Gefühl macht sich breit. Was mache ich, wenn die Bahn nicht mehr fährt?

Berufspendler hin oder her – was ist mit uns Studierenden?

Nach fährt sie: Die S8 in Richtung Wuppertal.

Mal abgesehen davon, dass das Modernisierungsvorhaben der Deutschen Bahn die Hauptreisezeit, nämlich die großen Ferien in Nordrhein-Westfalen betrifft, scheint niemand an die ganzen Uni-Pendler gedacht zu haben. Ein Blick in die Lokalzeitungen offenbart verheerende Folgen für Berufspendler. Welche Auswirkungen die Gleissperrungen jedoch für uns Studierende haben, scheint irrelevant zu sein. Bisher konnte ich in keiner Zeitung konkrete Bezüge zu uns Studis finden. Klar, viele Uni-Pendler nutzen seit eh und je das Auto, um zur Uni zu gelangen. Was ist jedoch mit den Studierenden, die kein Auto als Ersatzfahrzeug zur Verfügung haben? Natürlich mussten wir uns in der Vergangenheit im Zuge von Bahnstreiks schon anderen Verkehrsmitteln zuwenden, aber nun über ganze Wochen hinweg? Nicht jedem steht ein Auto zur Verfügung und wenn, dann vielleicht nicht für den gesamten Zeitraum.

Wie und wo finde ich Fahrgemeinschaften zur Uni?

Wer Bahnfahren schon nervig fand, kann sich jetzt aufs Busfahren freuen, denn das sieht der Schienenersatzverkehr der Deutschen Bahn vor. Wem das Umsteigen auf die Ersatzbusse jedoch gar nicht behagt, kann sich nach Fahrgemeinschaften erkundigen. Vielleicht kennt ihr Kommilitonen, die bei euch in der Nähe wohnen und euch mitnehmen könnten. Oder ihr gründet Fahrgemeinschaften über Uni-Facebook-Gruppen. Es besteht natürlich auch die Möglichkeit auf Anbieter wie Flixbus/Meinfernbus oder Carsharing-Anbieter wie Car2go oder DriveNow zurückzugreifen. Für diese Möglichkeiten müssen wir jedoch tief in die Tasche greifen, denn günstig ist so etwas auf Dauer nicht.

Was ist, wenn ich mich über den Zeitraum in Wuppertal einquartiere?

Diejenigen von euch, denen das ganze Pendeln, sei es mit den Ersatzbussen oder mit einer Fahrgemeinschaft, zu stressig ist, können sich auch überlegen, die Woche in Wuppertal zu bleiben. Vielleicht kennt ihr Kommilitonen, die euch für ein paar Tage aufnehmen könnten. Ansonsten bieten Portale wie Couchsurfing oder Airbnb die Möglichkeit im Zeitraum des Bahnausfalls für ein paar Tage oder gar eine Woche vor Ort eine Unterkunft zu beziehen. Couchsurfing als angepriesenes Gastfreundschaftsnetzwerk bietet dabei die günstigere Variante, da hier kostenlose Übernachtungen angeboten werden. Bei Airbnb hingegen werden Miet- sowie Reinigungsgebühren fällig. Jedoch kann man sich bei dieser Variante sicher sein, eine Unterkunft allein für sich zu beanspruchen, was einem in der Prüfungszeit natürlich sehr gelegen kommt. Denn wenn die Deutsche Bahn schon keine Rücksicht auf den Urlaubstourismus nimmt, wieso sollte sie dann an unsere Prüfungszeit denken? Fakt ist jedenfalls, dass die Termine stehen und wer sich nicht früh genug um Alternativtransportmittel oder Übernachtungen kümmert, der bleibt im wahrsten Sinne des Wortes auf der Strecke. Ich werde wahrscheinlich aufs Auto umsteigen. Wie sieht’s bei euch aus? »sl«

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Ein Kommentar zu Ein Sommersemester mit Anfahrtsschwierigkeiten

  1. Peter sagt:

    Die ersten Bauarbeiten enden in der ersten Vorlesungswoche. Wenn die Dozenten mitdenken, dann lassen sie die Veranstaltungen also erst in der zweiten Vorlesungswoche beginnen.

    Wir müsstens uns dann erst für die Arbeiten in den SOmmerferien etwas überlegen.

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