Wie konnte der Wuppertaler Uni-Rektor Lambert T. Koch den zweiten Platz beim jährlichen, deutschlandweit vergebenen Preis des Deutschen Hochschulverbandes (DHV) erreichen?

Uni-Rektor Lambert T. Koch © Jepp/Hänsel

Uni-Rektor Lambert T. Koch © Jepp/Hänsel

Der Deutsche Hochschulverband, nach eigener Aussage die Berufsvertretung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Deutschland, vergab zum achten Mal die Auszeichnung „Rektor des Jahres“. Dazu konnte laut DHV-Bericht jedes Verbandsmitglied online den „Rektor seiner Hochschule (…) beurteilen.“ Der Hochschulverband hat nach eigenen Angaben insgesamt 29.500 Mitglieder, rund 3.000 von ihnen haben laut DHV-Pressemeldung die Möglichkeit genutzt und eine Wertung ihres jeweiligen Rektors vorgenommen. Von insgesamt 266* Mitgliedern an der Bergischen Universität haben 83* den Wuppertaler Uni-Rektor bewertet. Mit der daraus resultierenden Gesamtnote von 1,67 erhielt Rektor Koch deutschlandweit die zweitbeste Wertung und somit den Vize-Titel für 2016. Zum Vergleich: Prof. Dr. Koch wurde 2014 mit 65* Bewertungen und der Note 1,59 „Rektor des Jahres“. Im Ranking werden „nur Rektoren mit mindestens 30 (…) Voten berücksichtigt“, deren Gesamtnoten die jeweiligen Platzierungen im Gesamtfeld ergeben.

Zudem konnten die Abstimmenden individuelle Kommentare abgeben, die teilweise im DHV-Bericht zusammengefasst wurden. Im Fall von Rektor Koch „wird besonders seine integrative Kompetenz hervorgehoben, aufgrund derer er in der Universität Wuppertal sehr anerkannt und erfolgreich sei. Seine Verlässlichkeit in allen Belangen gestalte die Zusammenarbeit effektiv und fair zugleich.“ Eine Veröffentlichung der Kommentare im Wortlaut erfolgt indes nicht. „Sie sind ausschließlich für die Rektoren und Präsidenten reserviert“, so DHV-Sprecher Dr. Matthias Jaroch.

Inwiefern 83 Wertungen repräsentativ für eine Universität sind, die laut Rektoratsbericht 2014 von über 20.000 Studierenden besucht wird und an der rund 2.000 MitarbeiterInnen im wissenschaftlichen und verwaltenden Bereich beschäftigt sind, ist dabei durchaus diskussionswürdig. Weitere Details zum Wahlprozedere – das in der Pressemitteilung der Bergischen Universität und den darauf aufbauenden Berichterstattungen weitgehend unerwähnt bleibt – können im hier mehrfach zitierten DHV-Bericht „Rektor und Wissenschaftsminister des Jahres 2016“ nachgelesen werden. »mw«

* Laut Auskünften des Deutschen Hochschulverbandes (DHV) und des Zentrums für Evaluation und Methoden (ZEM).

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