(Ehemalige) Studierende der BUW machen’s vor!

Es gibt die Art von Studierenden, die schon seit der Schulzeit wissen, was sie später mit ihrem Leben anfangen wollen und ihr Studienfach danach wählen. Dann gibt es jene, die erst im Studium merken, welchen beruflichen Werdegang sie einschlagen wollen und während ihrer Unizeit umsatteln. Wir stellen Euch einige (ehemalige) Wuppertaler Studierende vor, die so mutig waren, ihren Träumen zu folgen und erfolgreich ein Unternehmen (mitzu-)gründen, einen Laden aufzumachen oder den ersten Roman zu schreiben.

Dokumentarfilme aus dem Leben

Die beiden Gründerinnen von »Treibsand Film«, Kim Münster und Luiza Budner. (Foto: Süleyman Kayaalp)

Die beiden Gründerinnen von »Treibsand Film«, Kim Münster und Luiza Budner.
(Foto: Süleyman Kayaalp)

»Treibsand Film« ist ein junges und kreatives Unternehmen mit Sitz in Wuppertal-Elberfeld. Die beiden Gründerinnen Kim Münster, Absolventin der FH Dortmund, und Luiza Maria Budner, Lehramtsabsolventin in den Fächern Germanistik und Geschichte an der Bergischen Universität, produzieren und entwickeln seit 2015 Dokumentarfilme. In ihren Filmen geht es um das Leben und die Bilder, die dieses zeichnet. Ihre bisher größte Produktion »Coming and Going« feierte im vergangenen Jahr Premiere. Seitdem wird diese auf diversen Filmfestivals gezeigt. Die Produktion dauerte drei Jahre. Am Ende entstand ein 89-minütiger Dokumentarfilm über Wanderarbeiter in China, der im April dieses Jahres auf dem WorldFest Houston mit dem Goldenen Remi ausgezeichnet wurde. Bei der Finanzierung ihrer Filme greifen die beiden GründerInnen auf verschiedene Quellen zurück: So werden sie von der NRW Filmstiftung unterstützt, aber auch vom Sundance Institut, welches von Robert Redford gegründet wurde. Zudem hat das Team bereits erfolgreich eine Crowdfunding-Kampagne umgesetzt.

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Patrick Salmen – vom Lehramt auf die (Lese-)Bühne

Patrick Salmen startete seine Karriere als Poetry-Slamer und Autor eher zufällig. (Foto: Fabian Stürtz)

Patrick Salmen startete seine Karriere als Poetry-Slamer und Autor eher zufällig.
(Foto: Fabian Stürtz)

Patrick Salmen hat nicht nur das Tragen der Kombination aus Karohemd und Vollbart modisch gemacht, sondern ist mitunter auch für die große Erfolgswelle des Poetry-Slams verantwortlich. Angefangen hat seine Karriere eher zufällig, als er sich als Zuschauer eines Poetry-Slams mit seinen Texten auf die offene Bühne traute. Durch positives Feedback motiviert, startete er von da an durch. Bereits kurze Zeit später gewann er mit seiner Vollbart-Huldigung »Rostrotkupferbraunbronze« (Darin heißt es: »Bart reimt sich auf hart! Nicht auf zart! Zart reimt sich auf glattrasiert!«) die deutsche Poetry-Slam-Meisterschaft im Jahre 2010. Im darauffolgenden Jahr belegte er dann den zweiten Platz. Heute sind seine Lesetouren regelmäßig ausgebucht und die Videos seiner selbstironischen Texte knacken gerne mal die 2-Millionen-Marke. Sein Erfolg ließ ihn nach seinem Studium zu der Entscheidung kommen, sich nicht auf das Referendariat, sondern auf seine Karriere als Schriftsteller und Slam-Poet zu konzentrieren. Der gebürtige Wuppertaler hatte an der BUW Germanistik und Geschichte studiert. Unter seinen veröffentlichten Werken lassen sich humoristische und ernste Kurzgeschichtensammlungen sowie Rätselbücher finden. Derzeit tourt Patrick mit seinem Programm »Genauer betrachtet sind Menschen auch nur Leute« durch Deutschland und arbeitet nebenbei an seinem ersten Roman.

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Patina – tolle Möbel aus zweiter Hand

Hanna Hüttepohl läd am Wochenende in ihr kleines Geschäft »Patina« mit liebevoll restaurierten und aufpolierten Möbeln aus zweiter Hand ein – bei Kaffee und Kuchen, frischen Waffeln oder Plätzchen. (Foto: Patina)

Hanna Hüttepohl läd am Wochenende in ihr kleines Geschäft »Patina« mit liebevoll restaurierten und aufpolierten Möbeln aus zweiter Hand ein – bei Kaffee und Kuchen, frischen Waffeln oder Plätzchen. (Foto: Patina)

Dieser schön klingende Begriff bezeichnet nicht nur die durch Alterung entstandene Schicht auf Kupfergegenständen, sondern auch den liebevoll eingerichteten Vintage Store im Mirker Viertel. Die Inhaberhin, Hanna Hüttepohl, ist gebürtige Wuppertalerin und hat an der BUW Kommunikationsdesign studiert. Sie hält viel von der bergigen Stadt, daher hat sie nie in Erwägung gezogen für das Studium wegzuziehen. Mittlerweile wohnt die hauptberufliche Textildesignerin im Mirker Viertel und hat gegenüber vom ehemaligen Mirker Bahnhof »Patina« eröffnet. Seit März 2015 verkauft sie gebrauchte Möbel und Wohnaccessoires der 30er bis 70er Jahre sowie ausgewählte Schmuck- und Kleidungsstücke. Schon seit ihrer Kindheit interessiert sich Hanna für Möbel und Einrichtungsgegenstände und weiß die Qualität zeitlos schöner Möbelstücke zu schätzen. Beim Einrichten ist es ähnlich wie in der Mode, findet sie, Materialien und Farben kommen in Intervallen immer wieder auf. Daher muss nicht ständig alles neu gekauft werden, es lohnt sich viel eher ein antikes Möbelstück zu restaurieren. Besonders an »Patina« sind aber nicht nur die vielen ausgefallenen Einzelstücke, sondern auch, dass alle Gegenstände – vom Schreibtisch bis hin zum Kaffeefilter – so inszeniert sind, wie man sie auch in den eigenen vier Wänden einsetzen würde. Die Räume des ehemaligen Gründerzeithauses verstreuen sofort den Charme einer liebevoll eingerichteten Wohnung. Dass man sich dort schnell wohl fühlt, liegt aber auch an Hannas aufgeschlossener und sympathischer Art. Bei Kaffee und Kuchen, frischen Waffeln oder Plätzchen lädt sie am Wochenende zum Stöbern ein.

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Liwo – Limonade mit Wirkung

(4) Die drei Firmengründer und Erfinder der ›»Liwo« Limonade mit Wirkung‹, Patrick Pfäffle, Michael Taheri und Dr. Patrick Krell. (Foto: »vk«)

(4) Die drei Firmengründer und Erfinder der ›»Liwo« Limonade mit Wirkung‹, Patrick Pfäffle, Michael Taheri und Dr. Patrick Krell. (Foto: »vk«)

Schon während des Studiums entwickelten die drei Firmengründer Patrick Pfäffle, Michael Taheri und Dr. Patrick Krell die »Liwo«, die in Zusammenarbeit mit der Bergischen Universität sowie dem evalomed Institut für Gesundheitsforschung entstand. Mehr als drei Jahre bastelten die BWL-Absolventen in Zusammenarbeit mit Naturwissenschaftlern an der Abstimmung der Rezeptur und der Optimierung der Wirkung. Denn im Gegensatz zu herkömmlichen und oft viel zu süßen Limonaden wollte das junge Startup-Unternehmen ein gesundes Erfrischungsgetränk kreieren, das den Energiehaushalt des Körpers stabilisiert ohne aufputschende Mittel zu verwenden. Im Vergleich zur Konkurrenz zielt Liwo darauf ab, die Energie gleichmäßiger und länger anhaltend dem Körper zuzuführen, um dem wohlbekannten Konzentrationstief nach der Mensa entgegenzuwirken. Seit Anfang letzten Jahres ist die Limonade mit Wirkung an der BUW, online sowie in diversen Wuppertaler Geschäften erhältlich.

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Workeat – gesundes Fitness-Food

Fitness und Healthfood bei »workeat«, nicht nur gesund, sondern auch lecker! (Foto: workeat)

Fitness und Healthfood bei »workeat«, nicht nur gesund, sondern auch lecker! (Foto: workeat)

Ein ähnliches Konzept wie die Liwo-Entwickler verfolgen die Wuppertaler Sportstudenten, die im März 2015 zusammen »Workeat« gründeten. Angefangen mit einem Food-Truck auf dem Markt in Elberfeld sind die Jungs mittlerweile in ein kleines Deli neben dem REX-Kino gezogen. Mit proteinhaltigem Fitness-Food sowie schnellen und gesunden Snacks und Getränken schließen die vier Gründer Fabian, Goran und die Brüder Sascha und Patrick mit »Workeat« eine kulinarische Marktlücke, auf die sie als Sportler in Wuppertal selbst gestoßen sind. Die Speisenkarte von »Workeat« ist vielfältig und reicht von saftigen Burger und Wraps über knackige Salate bis hin zu verschiedenen Currys. Ebenso lassen sich kleinere Snacks wie Dattel-Riegel oder die sogenannten SmooWheys‘, also Smoothies aus frischen Früchten oder Gemüse kombiniert mit hochwertigem Eiweißpulver, in der Auswahl finden. Egal ob Vegetarier oder Veganer – jeder kommt hier auf seine Kosten. Auch Menschen mit Getreideunverträglichkeit finden etwas Passendes. Die vier Gründer haben den Anspruch, hochwertiges und gesundes Essen zu fairen Preisen anzubieten. Dabei legen sie nicht nur großen Wert darauf, dass die Zutaten für die leckeren Health Food Gerichte qualitativ hochwertig sind, sondern wollen gleichzeitig, dass lokale Händler und Betriebe unterstützt werden.

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»schwa & ack«

Erstveröffentlichung des Artikels in der Printausgabe 01-2016, erschienen im August 2016.

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