Auslandsstudium? Ja bitte!

Einen Teil des Studiums im Ausland zu verbringen, ist für viele Studierende fester Bestandteil der Studienplanung. Gründe dafür gibt es viele. Sei es, um die Sprache zu verbessern, internationale Kompetenzen auszuweiten oder die eigenen Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen: Der Aufenthalt fern von der Heimat ist in vielen Fällen eine echte Bereicherung. Auch Katie, Masterstudentin an der Bergischen Universität, kennt die Vorteile und überlegt seit einiger Zeit ein Auslandssemester zu machen.

Der Blick in die Ferne

»Ich möchte andere Kulturen kennenlernen und meinen Horizont erweitern. Ich glaube auch, dass sich das im Lebenslauf gut macht.« – Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Planung eines Auslandaufenthaltes anzugehen. Schon bei der Dauer kann man zwischen verschiedenen Programmen wählen: Wer nur eine kürzere Zeit weg möchte, interessiert sich vielleicht für die Option einer Summer School. Hier können Kurse zu bestimmten Themen oder Fächern absolviert werden. Meist dauern diese Veranstaltungen wenige Wochen. Auch ein Praktikum im Ausland ist möglich. Hierbei ist es sinnvoll, einen Aufenthalt von mindestens drei Monaten einzuplanen. Iris Leclaire vom Akademischen Auslandsamt der BUW erklärt: »Am schwierigsten ist es, überhaupt einen Praktikumsplatz im Ausland zu finden. Empfehlenswert wäre es, in Deutschland bereits Vorkenntnisse in der Arbeitswelt gesammelt zu haben.« Unterstützung bei der Suche bieten sowohl hochschulinterne als auch -externe Organisationen. So richtet sich beispielsweise das hochschulinterne Programm PrimA an Studierende der Anglistik mit dem Ziel Englisch zu unterrichten. Weitere Infos zu den Möglichkeiten findet man auch auf den Seiten des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAADs).

Studierende, die einen längeren Aufenthalt planen, entscheiden sich häufig für ein Auslandsstudium von ein oder zwei Semestern. Dafür ist es üblich, sich auf das Angebot einer Partnerhochschule der jeweiligen Fakultät zu bewerben. Wurde man für eine Universität innerhalb Europas ausgewählt, kann man sich beim Akademischen Auslandsamt auf das ERASMUS+ Stipendium bewerben. Für Studierende, die ihren Aufenthalt als freemover oder an einer Partnerhochschule außerhalb der EU verbringen möchten, kann das PROMOS-Stipendium interessant sein.

Freemover haben die Möglichkeit, sich unabhängig von den Partnerhochschulen für jede akkreditierte Universität zu entscheiden. In diesem Fall muss man, im Vergleich zu Studierenden, die ein Auslandsstudienprogramm nutzen, mit mehr Organisation und mit höheren Kosten rechnen. In der Regel fallen bei dieser Möglichkeit Studiengebühren an. Bei der Suche nach einem geeigneten Platz können Vermittlungsagenturen helfen. Diese vertreten ausgewählte Universitäten im Ausland und vermitteln Studienplätze.

Für die Planung des Auslandsaufenthaltes sollte man laut Iris Leclaire ein bis eineinhalb Jahre Zeit haben: »Der Weg ins Ausland ist nicht schwierig, aber organisatorisch sehr umfangreich. Mal eben so ins Ausland funktioniert nicht.«

Informationen zu den Möglichkeiten erhalten Interessierte im Akademischen Auslandsamt. Es werden allgemeine Informationsveranstaltungen, auch in Form von Gruppenberatungen, angeboten. Individuelle Anliegen können dann in persönlichen Gesprächen, während der Sprechzeiten des Outgoing-Teams besprochen werden. Informationsangebote zu den Stipendienprogrammen ERASMUS+ und PROMOS gibt es ebenfalls vom Akademischen Auslandsamt. Auch die jeweiligen Fakultätskoordinatoren, die Länderbeauftragten der Universität Wuppertal und die Internetpräsenz des DAADs können Auskünfte zu den Partnerhochschulen geben.

Katie hat sich noch nicht entschieden: »Eigentlich würde ich gerne ein Semester an einer Uni im Ausland studieren, aber das passt zeitlich nicht mehr so gut. Außerdem glaube ich, dass ein Praktikum schon eine berufliche Richtung vorgeben kann.« Für Studierende, die schon fast am Ende ihres Studiums sind, nennt Iris Leclaire noch die Möglichkeit des ERASMUS+/ Graduierten Praktikums. In diesem Fall wird der Aufenthalt während des Studiums organisiert. Das eigentliche Praktikum kann dann bis zwölf Monate nach der Exmatrikulation absolviert werden. »wm«

Titelbild: Hinaus, in die weite Welt! © as

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