Epilog

Dreizehn Wochen Indien, ein übersetzter Roman und ein komisches Gefühl im Bauch.

Dieses Bauchgefühl hat gleich mehrere Ursachen. In den letzten beiden Wochen waren es vor allem Viren, die mir zugesetzt haben. Mein Computer erlag ihnen wie ich Anfang Dezember, und beide haben wir eine Weile gebraucht, um uns zu erholen, und sind immer noch nicht wohl auf. Doch darüber hinaus ist das mulmige Drücken im Bauch auch der nahenden Heimkehr geschuldet. Noch wenige Tage und ein langer Flug mit Transit und dem Gefühl einer tatsächlich langen Reise liegen vor mir und dem Überschreiten neuer und bekannter Grenzen. Nicht, dass ich Angst vor der Zollkontrolle hätte, viel mehr ist es die Gewissheit, hier eine Menge zurückzulassen und in einer im Gegenzug viel ungewisseren Zukunft zu landen. Wie wird sich alles verändert haben? Wie werde ich mich verändert haben? Was habe ich vor meiner Abreise vergessen und könnte mir jetzt noch Unannehmlichkeiten bereiten? Wer bin ich? Wo geht die Reise hin?

All das sind Fragen, die ich mir nicht beantworten kann.

Zurückblickend würde ich die Erfahrungen und Begegnungen, die ich hier habe machen dürfen, in keiner Weise missen wollen und hoffe sehr, einmal zurückzukehren in das Land der Freunde und der Freude, aber auch der Armut und der Grenzerfahrung. Nach der Landung werde ich noch ein letztes Mal berichten. Vielleicht lese ich ja über Weihnachten Eat. Pray. Love., vielleicht habe ich ja in diesem Jahr echte Vorsätze für’s nächste, vielleicht…

…die Reise geht weiter. »bf«

Titelbild: Eat. Pray. Love. © bf

Gastautorin: Birte Fritsch – »bf«

Foto: Birte Fritsch

Birte Fritsch studiert derzeit Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Bergischen Universität. In den letzten Jahren war sie unter anderem Mitglied des Studierendenparlamentes, des Fachschaftsrats des Fachbereichs A, der FSRK und des AStA (als Referentin für Kultur und Shop).

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