Wuppertaler Studentinnen im Kampf gegen AIDS

Crowdfunding-Kampagne für Gesundheitsprojekt „Mobile Testing Unit“ in Kapstadt (Afrika) gestartet

Viviane Witkop, Aileen Reichmann, Lina Feder und Anna Mader (Titelfoto, v.l.n.r.) sind derzeit in Kapstadt unterwegs, genauer gesagt im Stadtteil Nyanga. Im Rahmen des Seminars „Social Entrepreneurship in South Africa“ von Prof. Dr. Volkmann (UNESCO-Lehrstuhl) und Prof. Dr. Bischoff engagieren sich die vier Masterstudentinnen im Fach „Sustainability Management“ bei der gemeinnützigen Nichtregierungsorganisation (NRO) Etafeni.

Im Rahmen einer Projektarbeit begleiten sie die in Nyanga aktive NRO in den Bereichen Gesundheit, Arbeit und Bildung. Etafeni will den dort lebenden EinwohnerInnen eine Zukunftsperspektive schaffen. „Der Stadtteil gehört zu den ältesten und ärmsten Townships am Westkap“, erklärt Anna Mader, die mit ihren drei Kommilitoninnen bereits seit über zwei Wochen vor Ort ist.

Nyanga in Kapstadt © Anna Mader

„Mobile Testing Unit“: kostenloser Test auf HIV, Tuberkulose und Cholesterin

Die vier Wuppertaler Studentinnen arbeiten im „Health-Projekt“ der gemeinnützige Organisation, in der sogenannten „Mobile Testing Unit“, die sich aus drei Gesundheitsbotschafterinnen und einer Krankenschwester zusammensetzt. „Das Team konzentriert sich auf die Gesundheitsvor- und -nachsorge der EinwohnerInnen Nyangas. Täglich fahren die drei Frauen in die Community, um die Menschen kostenlos auf HIV oder Tuberkulose zu testen und sie gesundheitlich zu beraten“, führt Vivianne Witkop aus. „Im Falle eines positiven Tests helfen sie bei der Nachsorge; denn die Krankheiten müssen bei regelmäßiger Einnahme von Medikamenten kein Todesurteil sein. Sie sind es aber in den meisten Fällen aufgrund fehlender Aufklärung leider noch“, ergänzt Lina Feder.

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Studentinnen wollen ein Scheitern des Projekts verhindern und eine Finanzierungslücke schließen

Doch es gibt ein Problem, das Aileen, Lina, Anna und Viviane lösen möchten. „Die Bezahlung des Teams steht derzeit auf der Kippe. Die Finanzierung durch ein Förderprogramm läuft Ende September 2018 aus. Zwar stehen die Chancen für eine erneute Förderung gut, doch würde diese erst ab 2019 ausgezahlt werden. Ohne finanzielle Überbrückung droht das Projekt zu scheitern“, führt Aileen Reichmann aus. Deshalb haben die vier Studentinnen eine Crowdfunding-Kampagne gestartet, „um die Bezahlung der Gehälter der Krankenschwester und drei Gesundheitsbotschafterinnen von Oktober bis Ende Dezember zu sichern und die anfallenden Transport- sowie Sicherheitskosten“ zu decken.

Laut eigener Kalkulation sind dafür etwas über 7.600 Euro notwendig. „Wir freuen uns sehr, schon in den ersten Tagen über 1.500 Euro gesammelt zu haben. Noch knapp tausend Euro mehr, und der erste Monat ist finanziert“, schildert Aileen. Nun möchten die vier Studentinnen die Werbetrommel rühren und genügend Spenden sammeln, „damit dieses erfolgreiche Projekt fortgesetzt werden kann.“ »mw«

Ayanda, Thobeka, Nomvuza und Anthea in ihrer „Mobile Testing Unit“ © Anna Mader
„Mobile Testing Unit“ © Anna Mader

Mehr Informationen zum Uni-Seminar und zum Etafeni-Projekt in Kapstadt, Südafrika

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