150 Euro fürs Engagement: Wuppertal startet Ehrenamtsstipendium für junge Wuppertaler:innen

Die Stadt Wuppertal fördert ab sofort gesellschaftliches Engagement mit einem eigenen Ehrenamtsstipendium. Der Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung den Weg für dieses neue Projekt frei gemacht, das auf eine Initiative aus dem Jahr 2024 zurückgeht.

„Ich freue mich sehr, dass wir mit dem Ehrenamtsstipendium ein starkes Zeichen für unsere engagierte Jugend setzen und finanzielle Hürden abbauen, damit Engagement nicht am Geldbeutel scheitert“, erklärt Oberbürgermeisterin Miriam Scherff.

Das Angebot richtet sich an alle zwischen 16 und 27 Jahren, die entweder in Wuppertal wohnen oder sich hier bereits ehrenamtlich einbringen. Wer ausgewählt wird, erhält über ein ganzes Jahr hinweg monatlich 150 Euro zur freien Verfügung. In jedem Durchgang werden insgesamt zehn dieser Plätze vergeben. Da gerade die Zeit während der Schule, der Ausbildung oder des Studiums oft finanziell knapp bemessen ist, soll das Geld dabei helfen, „den Kopf für das Gemeinwohl frei zu haben.“

Auswahlverfahren: Jury-Verfahren und Losglück

Damit alle Interessierten eine faire Chance bekommen, gibt es keine strengen Vorgaben zur Dauer oder zum exakten Umfang der Tätigkeit. Die Stadt möchte den Zugang so einfach wie möglich gestalten und niemanden ausschließen, nur weil der Alltag wenig Spielraum lässt.

Auch das Auswahlverfahren sei besonders gerecht gestaltet: Eine vielfältige Jury aus Politik, Verwaltung und Bürgerschaft wählt zunächst fünf Personen bzw. Bewerber:innen aus. Die restlichen fünf Plätze werden unter allen anderen geeigneten Bewerbungen verlost. „So spielen nicht nur die besten Präsentationsfähigkeiten eine Rolle, sondern das Glück hilft dabei, die Chancengleichheit zu wahren“, so die städtischen Verantwortlichen.

Die Bewerbung sei unkompliziert und erfolge rein digital über das Portal www.talbeteiligung.de. Neben der monatlichen Finanzspritze dürfen sich die Teilnehmenden auf ein Begleitprogramm freuen, das Vernetzung und persönlichen Austausch durch Workshops ermöglicht.

Die Stabsstelle für Bürgerbeteiligung betont dabei, dass man die gesamte Vielfalt der Wuppertaler Stadtgesellschaft abbilden möchte. Der erste Durchlauf startet nach der aktuellen Vorbereitungsphase im zweiten Halbjahr 2026. »red«

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