„Die stark gestiegenen Dieselpreise treffen die Verkehrsunternehmen in Deutschland in einer ohnehin wirtschaftlich angespannten Lage. Die Branche kann die zusätzlichen Belastungen nicht mehr lange aus eigener Kraft auffangen. Wir sprechen inzwischen bei den Unternehmen über monatliche Mehrkosten in sechsstelliger Höhe. Angebote werden zurückgefahren, Investitionen geschoben“, beschreibt VDV-Präsident Ingo Wortmann die Situation der Verkehrsunternehmen. „Sie dürfen mit diesen Mehrkosten nicht allein gelassen werden. Nur mit politischer Unterstützung können Angebot und Ticketpreise im ÖPNV stabil bleiben.“
Keine Kürzungen: Wuppertaler Stadtwerke geben Entwarnung
„Aufgrund der frühzeitigen Beschaffung großer Kraftstoffmengen wirkt sich der jüngste Preisanstieg beim Diesel und anderen Kraftstoffen nicht direkt auf unsere Betriebskosten aus“, so ein WSW-Sprecher, der daher betont: „Angebotskürzungen aufgrund der aktuellen Preisentwicklung bei den Kraftstoffen halten wir nicht für notwendig.“
Perspektivisch wollen die Stadtwerke unabhängiger vom Diesel- bzw. Treibstoffmarkt werden: „Unsere Flottenstrategie sieht die fortschreitende Elektrifizierung des Fahrzeugparks vor. Aktuell betreiben wir bereits 52 Wasserstoff-Busse, was etwa einem Sechstel des gesamten Wagenparks entspricht.“ »mw«

