Corona: Lockerungen über die Oster-Feiertage, aber keine Modellkommune

Mit einer Inzidenz von 184,79 startet die Stadt Wuppertal ins Osterwochenende. Pünktlich zu den Feiertagen kündigt die Stadtverwaltung per Allgemeinverfügung "maßvolle Lockerungen" an. Zugleich verzichtet die Stadt auf eine Bewerbung als Modellkommune.

Der Krisenstab der Stadt Wuppertal hat auf seiner gestrigen Sitzung Lockerungen für Zusammenkünfte über die Oster-Feiertage analog zur Landesregelung beschlossen. „Von Karfreitag bis Ostermontag sind damit private und Treffen im öffentlichen Raum auf zwei Haushalte bis jeweils fünf Personen begrenzt, wobei Kinder unter vierzehn Jahren nicht mitgerechnet werden“, heißt es auf der städtischen Homepage. Die dazugehörige Allgemeinverfügung ist heute erschienen.

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Wuppertals Stadtspitze wirbt für Nutzung von Corona-Schnell- und Selbsttests

„Wir wollen damit dem verständlichen Wunsch der Familien nach Kontaktmöglichkeiten über Ostern Rechnung tragen, aber gleichzeitig auch dem Inzidenzwert, der sich in Wuppertal deutlich der 200er-Schwelle nähert“, so Oberbürgermeister Uwe Schneidewind, der gemeinsam mit Krisenstabsleiter Johannes Slawig auf „besorgniserregende Rückmeldungen aus dem Gesundheitsamt und den Wuppertaler Krankenhäusern“ hinweist und deshalb appelliert: „Wir rufen alle Wuppertalerinnen und Wuppertaler auf, von den Angeboten für Schnell- und Selbsttests umfassend Gebrauch zu machen, um die Angehörigen und Freunde zu schützen.“ Laut Angaben der Stadt wurden Anfang März 2.700 Schnelltests durchgeführt, Ende März bereits 13.400.

Der Krisenstab plant am Karsamstag erneut zu tagen, um insbesondere über mögliche Einsatzlagen für Ordnungsdienst und Polizei an Hotspots, aber auch die weitere Entwicklung des Infektionsgeschehens zu beraten.

Kein Modellversuch in Wuppertal aufgrund „der besorgniserregenden Infektionszahlen“

In Abstimmung mit den Städten Solingen und Remscheid hat Wuppertal seine Interessensbekundung als Modellkommune beim Land Nordrhein-Westfalen zurückgenommen. Nach dem Vorbild des Tübinger Modells sollten weitere Öffnungsschritte im Handel, Gastronomie und Kultur erprobt werden. Diese könnten von denjenigen besucht werden, die einen tagesaktuellen und negativen Corona-Test vorweisen können. Die „besorgniserregenden Infektionszahlen“ und eine kurze Bewerbungsfrist hätten zu dieser Entscheidung geführt.

„Als digitale Modellregion werden wir uns weiter mit den Wuppertaler Entwicklungen bliggit und Hygiene-Ranger aufstellen und auch unsere Impf- und Test-Strategien immer weiter ausbauen. Als Zentrum der Event-Branche sehen wir uns für künftige Modellversuche prädestiniert, aber nicht unter den aktuell vom Land beschriebenen Voraussetzungen“, so Schneidewind. »red«

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