Corona-Notbremse in Wuppertal: Kommt Montag die Ausgangssperre?

Der Wuppertaler Inzidenzwert ist auf 212,9 (Stand: 16. April 2021) gestiegen. Aufgrund dieser Entwicklung und "einer besorgniserregenden Belegung von Intensivbetten", wie es auf der städtischen Homepage heißt, hat der Krisenstab der Stadt gestern entschieden, die Corona-Notbremse zu ziehen.

Stadt Wuppertal veröffentlicht neue Allgemeinverfügung

Neuer Beitrag: Die Stadt Wuppertal hat am vergangenen Freitag eine neue Allgemeinverfügung veröffentlicht, die u.a. die Einführung einer Ausgangssperre beinhaltet. Im folgenden Beitrag gehen wir auf die entsprechende Verfügung ein:

Noch bevor der Bund ein neues Infektionsschutzgesetz verabschiedet, sollen in Wuppertal ab Montag, 19. April 2021 zahlreiche neue Maßnahmen gelten. Eine entsprechende Allgemeinverfügung werde derzeit mit den NRW-Landesministerien abgestimmt. Von Seiten der städtischen Verantwortlichen sind folgende neue Maßnahmen geplant:

Corona in Wuppertal: Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr (mit Ausnahmen)

  • Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr: In dieser Zeit darf das eigene Grundstück/die eigene Wohnung nicht mehr verlassen werden. Ausnahmen sind (u.a.): gesundheitliche Notfälle bei Mensch/Tier, dringende medizinische Behandlungen, Berufstätigkeit, notwendige Betreuungen und das Gassigehen mit dem Hund.
  • Gastronomie und Ausgangssperre: Für gastronomische Einrichtungen gilt, dass kontaktlose Auslieferung weiter gestattet bleibt. Das Abholen durch Gäste ist hingegen nur abseits der geplanten Ausgangssperre möglich. Innerhalb der Ausgangssperre ist nur eine Auslieferung erlaubt.

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Corona-Notbremse trifft Einkauf- und Freizeiteinrichtungen, Sportler/-innen sowie Friseure

  • Schließung von Einkauf- und Freizeiteinrichtungen: Geöffnet bleiben nur Geschäfte des täglichen Bedarfs, wie Lebensmittel- und Drogeriemärkte, Blumen- und Buchläden und Tankstellen. Alle anderen Geschäfte müssen auf kontaktloses „Click & Collect“ umstellen. Auch Museen und Zoos müssen wieder schließen.
  • Einschränkungen im Sport: Auf Sportanlagen ist nur Individualsport mit einem Trainer, in Zweiergruppen oder Angehörigen des gleichen Hausstandes möglich. Ausnahmen wird es nur für Leistungssportler/-innen geben.
  • Einschränkungen bei Friseuren usw.: In puncto körpernahe Dienstleistungen werden nur noch medizinisch notwendige Angebote sowie Friseurbetriebe gestattet sein. Voraussetzung ist das Tragen einer FFP2-Maske oder gleichwertige Alternativen. Zum Haare schneiden wird zusätzlich ein maximal 24 Stunden altes negatives Testergebnis notwendig.

Stadt Wuppertal will Distanzunterricht in Schulen

  • Schulen im Distanzunterricht, Kitas mit eingeschränkten Betrieb: Vorbehaltlich der Entscheidung des NRW-Schulministeriums sollen ab Montag alle Schüler/-innen mit Ausnahme der Abschlussklassen in den Distanzunterricht gehen. Ggf. wird es Notbetreuungen geben. „Für die Kitas bleibt es beim vom Land festgelegten eingeschränkten Regelbetrieb“, schreibt die Stadt auf ihrer Homepage.

Remscheid hat Ausgangssperre bereits eingeführt

Wegen einer Inzidenz von fast 340 hat die Stadt Remscheid bereits am vergangenen Dienstag eine Ausgangssperre verhängt, die ähnliche Regelungen beinhaltet, wie in Wuppertal geplant.

Mit einer Inzidenz von 221 liegt die Stadt Solingen auf dem Niveau von Wuppertal. Die Klingenstadt hatte zuletzt von Mitte Dezember 2020 bis Mitte Januar 2021 eine Ausgangssperre eingeführt. Die damalige Inzidenz lag bei 280. »red«

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