Bunker am Döppersberg wird neu belebt

Die Wuppertaler Partyszene soll bald um ein großes Projekt erweitert werden. Am Döppersberg wird momentan ein Bunker aus Zeiten des Zweiten Weltkrieges zu einem Klub umgebaut. Die blickfeld-Redaktion hat am 13. Februar 2020 einen kleinen Einblick in die Arbeiten bekommen und konnten vorab die Räumlichkeiten erkunden.

Markus Riedel (r.) gibt eine kurze Einführung in das Bunker-Projekt © mw

Oberflächlich betrachtet, sieht das Gebiet in der Nähe des Hauptbahnhofs einfach nach einer großen Baustelle aus. Erst mitten drin erkennen wir, was da unter der Erde alles zum Vorschein kommt und erahnen anhand der Erklärungen von Markus Riedel, Bauherr und Leiter des Projektes, wie das unterirdische Gebäude am Ende aussehen soll.

Club unterm Döppersberg bietet Platz für bis zu 1200 Menschen

Noch überirdisch erkennen wir ein Loch, das in die Decke des Bunkers geschnitten wurde. Etwa 100 Betonklötze mit einem Gewicht von 15 bis 18 Tonnen wurden in tagelanger Arbeit rausgefräst, um darunter einen offenen Innenhof entstehen zu lassen. Neben einem großen Raum mit Tanzfläche und Bühne, entsteht noch ein weiterer kleinerer Raum, der Platz in einem am Bunker angrenzenden Wasserspeicher findet. Dieser musste, so Riedel, allerdings erst gefunden werden: „So richtig konnte man uns nicht sagen, ob der Wasserspeicher tatsächlich noch existiert oder vielleicht schon verschüttet ist.“ Zwischen den Dancefloors sind eine Lobby mit einer Chill-Area und ein Backstage-Bereich geplant. Neben drei Ein- und Ausgängen wird es auch zwei Aufzüge geben, um einen barrierefreien Zugang zu ermöglichen. Alles in allem soll es Platz für bis zu 1200 Gäste geben, wobei es laut Markus Riedel mit 800 bis 1000 bereits voll genug sein dürfte.

Der künftige Innenhof des Bunkers © mw

Spezielle Dämmung im Bunker soll einen besonderen Sound bieten

Die Wände des Clubs sollen mit einer speziellen Akustikdämmung, die der in einem Musikstudio ähnelt, verkleidet werden, um massive Bässe zu reduzieren. Markus Riedel erklärt uns, dass das für einen ganz besonders klaren Sound sorgt: „Dieser Sound ist für viele vermutlich erst mal ungewöhnlich“. Anstelle eines „lauten Breis“ soll der „Sound klar und differenziert sein“ und zugleich „laut, aber nicht so laut, dass man einen Hörschutz braucht.“ Die etwa 40 cm dicke Dämmschicht sei laut Riedel für einen Club eher unkonventionell und in Deutschland vielleicht sogar einzigartig.

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Musikalisch ist eine breite Auswahl elektronischer Tanzmusik geplant, wozu etwa Techno, House oder Dubstep gehören. Aber auch Experimente sind für Markus Riedel nicht undenkbar: „Konzerte von Bands, die nicht in diese Kategorie fallen sind natürlich möglich, sofern diese inhaltlich mit unserem Konzept harmonieren.“ Dass die Qualität des Sounds für Riedel besonders wichtig ist, wird schnell deutlich: „Am meisten freue ich mich darauf, die Anlage zu testen.“

Im Inneren des Bunkers © mw

Ein Projekt, von dem alle profitieren

Für Riedel ist der Club im Bunker in erster Linie kein Wirtschaftsprojekt, sondern eher eine Herzensangelegenheit von der alle profitieren sollen. „Es soll etwas für Wuppertal geschaffen werden, was über die Stadtgrenzen hinweg strahlt.“ So habe laut Riedel bereits die Berliner Clubszene das Wuppertaler Projekt auf dem Schirm. Bisher habe es noch kein negatives Feedback gegeben. Auch die anderen Clubs in Wuppertal seien dem Projekt gegenüber positiv gestimmt, wie Riedel ausführt. »wm«

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  1. Angelina Pavlovic

    Ich freue mich megaaa und bin so gespannt auf den Sound !!! Ich würde die Anlage auch sehr gerne mal testen mit meinem Sound , vielleicht geht da ja was mit der gemeinsamen Herzensangelegenheit 😊 und man kann zusammen die Herzensangelegenheit ausbreiten und zelebrieren ♥️🤟🏾

  2. Lasse Schanz

    weiß man in etwa, wann der club öffnen wird?

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