Einen zehn Kilometer langen Fußmarsch zur Schule können wir uns hierzulande kaum vorstellen. Diesen zum Teil gefährlichen Weg müssen die Dorfkinder in der Gemeinde Aduana el Guasaule in Nicaragua allerdings täglich bewältigen.

Obere Reihe (v.l.n.r.): John Gurski, Nils Koch to Krax Mittlere Reihe: Mats Müller, Anke Repp, Marcel Peters Untere Reihe: Cristina Sopena, Jonas Zeißler, Khaled Ahmad © Bildung Bauen e.V.

Den Bau einer Schule in diesem Ort hat sich der Wuppertaler Verein „Bildung bauen e.V.“ zum Ziel gesetzt. Deutsche und spanische Studierende des Bauingenieurwesens und der Architektur haben sich zusammengeschlossen, um Menschen in hilfsbedürftigen Regionen weltweit bei der Gestaltung und Umsetzung nachhaltiger Bildungseinrichtungen planend und aktiv zu unterstützen. Die studentische Initiative möchte mit dem Schulbau in Guasaule einen kurzen Schulweg und höhere Bildungschancen für die jungen Dorfbewohner schaffen.

In Kooperation mit dem gemeinnützigen Verein „ASODESCO“, der in Somotillo – zehn Kilometer von der kleinen Gemeinde entfernt – ansässig ist, wird der Bau vor Ort unterstützt. Dieser setzt sich nicht nur für eine stabile Gesundheitsvorsorge ein, sondern ist auch eine direkte Verbindung von „Bildung bauen e.V.“ zu den Dorfbewohnern.
In einem Vorgängerprojekt hat der ehrenamtliche Verein bereits zwei Jahre zuvor im Nachbardorf eine Schule aus Lehm errichtet und damit den Schulbesuch für mehr Dorfkinder möglich gemacht. Lehm gehört zu den lokalen Ressourcen und ist damit ein Grundmaterial zur Errichtung von Gebäuden in Nicaragua. Die kulturellen, gesellschaftlichen und klimatischen Gegebenheiten bei der Planung und Umsetzung der Bauprojekte zu berücksichtigen, ist der Anspruch der Non-Profit-Organisation.

Die studentische Gruppe plant als nächsten Schritt einen Besuch im Dorf, um die lokalen logistischen Bedingungen kennen zu lernen. Auch der Kontakt zu den Dorfbewohnern und den Verantwortlichen wird so hergestellt. Auf dieser Grundlage soll anschließend der Bauplan entwickelt werden. Darauf folgt die Entwicklung des Planungsgerüsts in Deutschland. Im Frühjahr 2018 wird das Vorhaben dann vor Ort mit Hilfe der Einheimischen in die Tat umgesetzt. Ziel ist ein erdbebensicheres, in traditioneller Bauweise errichtetes Lehmgebäude, in der gemeinsames Lernen stattfinden kann. Auch der Aspekt der Nachhaltigkeit spielt für den Verein „Bildung bauen e.V.“ eine große Rolle. So möchten die Organisatoren durch Schulungen die örtlichen Ressourcen und Techniken fördern, damit auch zukünftig derartige Projekte realisiert werden können. Finanziert wird das Ganze ausschließlich durch Spenden.

Das Spendenportal und weitere Informationen zum Projekt wie die Konzeptidee, die Gebäudeplanung mit einem Vorentwurf des Schulgeländes und einen ersten Grundriss findet ihr unter www.bilba.eu. Unterstützt den Schulbau in Nicaragua! – Deine Spende baut Bildung! »elb & len«

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