Handgemachte Pasta und „healthy food“ im Sugo

2018 entschloss sich Fatih Yalcin, sein eigener Chef zu werden und eröffnete sein eigenes Restaurant. Dabei setzt er hohe Anforderungen an seine Küche und entwickelt die Gerichte stetig weiter.

Nach verschiedenen Tätigkeiten, unter anderem als Betriebsleiter in einem Franchise-Unternehmen, lag für den gelernten Koch der Schritt zur Selbstständigkeit nahe. Er konnte Erfahrung in organisatorischen Abläufen sammeln und übernahm in früheren Jobs bereits viel Verantwortung. „Also warum nicht einen eigenen kleinen Laden eröffnen?“, dachte Yalcin sich. „Ich kann mich hier selbst glücklich machen und mein Ding machen, ohne dass mir jemand etwas vorschreibt.“ Nicht selten sind die Eltern, die Schwester oder die Partnerin von Yalcin im Laden anzutreffen. Bereits vor der Eröffnung des Restaurants stand ihm die ganze Familie mit Rat und Tat zur Seite.

Gesund, Kreide und Wohlfühlen

Fatih Yalcin in seiner offenen Küche

Das sind wohl nur ein paar der Attribute, die Besucher:innen in den Sinn kommen, wenn sie das Sugo betreten. In dem kleinen Restaurant an der Ecke zur Marienstraße gibt es einiges zu entdecken: Auffallend sind die gemütliche und moderne Einrichtung sowie die liebevoll gestaltete Tafelwand, die regelmäßig neu beschriftet und bemalt wird. Von gesunden Bowls und Wraps zu erfrischenden zuckerfreien Eistees und handgemachter Pasta. Bei der Entwicklung des Konzepts war es Yalcin vor allem wichtig, den Zeitgeist der Gesellschaft zu treffen. Ein Großteil der Speisekarte sei deshalb vegetarisch und vegan, saisonale Gerichte runden das Angebot ab. Das Fleisch beziehe er vom Wuppertaler Unternehmen Laame, da ihm zudem wichtig sei, möglichst regional einzukaufen. Zweifellos stehen jedoch die Pastagerichte im Mittelpunkt der Karte: „Nudeln mögen alle“, sagt er. Diese werden nach hauseigenem Rezept frisch hergestellt; die Zubereitung der jeweiligen Gerichte findet als „Show Cooking“ hinter der Ladentheke statt.

Ein Produkt, das mit der Zeit geht

Mit dem durchdachten „healthy food“-Konzept konnte sich das Sugo in der Wuppertaler Esskultur schnell etablieren. „Uns kennen viele Menschen“, sagt Yalcin. „Ich glaube, wenn man ein gutes Produkt hat, hinter dem man steht, dann muss man gar nicht so viel Werbung machen. Die beste Werbung ist Mundpropaganda.“ Seit 2022 kann man sich die Gerichte auch nach Hause bestellen. Dass es erst jetzt dazu gekommen ist, lag am Nudelrezept. Yalcin habe es solange weiterentwickelt und angepasst, bis die Pasta möglichst lange in den Thermo-Verpackungen frisch bleibt und nicht matschig bei den Kund:innen ankommt. Über das Liefergeschäft erhält Yalcin vermehrt Rezensionen und direkte Bewertungen für seine Gerichte. „Ich lese jede Rezension laut im Laden vor, egal die wievielte es ist. Man liest sie sich durch und denkt sich: Irgendwas mache ich richtig“, erzählt er stolz und lacht.

Das SUGO auf dem Ölberg in Wuppertal

„Ich bin dem Ölberg sehr verbunden“

Dass der Laden sich ausgerechnet auf dem Ölberg befindet, ist kein Zufall. Yalcin ist hier mit seiner Schwester aufgewachsen. Noch heute wohnt ein Großteil seiner Familie und Freunde dort. Mit dem Lokal gibt er dem Ölberg ein Stück kulturelle Vielfalt zurück, die sehr gut ankommt: „Uns kennen viele Menschen und wir passen gut hierher. Hier ist eine alternative Szene. Ich bin dem Ölberg sehr verbunden“, so der Inhaber. Dazu gehöre ebenso die regelmäßige Teilnahme an lokalen Veranstaltungen, wie „Der Berg liest“, was über die gesamte Nordstadt verteilt stattfindet, oder „Bummeln statt Tummeln“, der Ölberger Wintertreff. Pandemiebedingt mussten leider viele der geplanten Events, wie beispielsweise eine Lesung, abgesagt werden. Sobald sich die Lage stabilisiert, soll das Sugo erneut zum Veranstaltungsort werden: „Wir sind bei so etwas immer dabei“, sagt Yalcin. »jr«

Sugo – Handmade Pasta

Anschrift: Roßstraße 29 (Ecke Marienstraße), 42105 Wuppertal (GoogleMaps)

Öffnungszeiten:

  • Montag und Dienstag: Ruhetage
  • Mittwoch bis Freitag: 17:30 bis 22:00
  • Samstag und Sonntag: 15:00 bis 22:00

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