Vier Teams auf dem Siegertreppchen: RoofKIT aus Karlsruhe gewinnt ersten Solar Decathlon in Deutschland

Die Gewinnerteams des Solar Decathlon Europe in Wuppertal stehen fest: Platz 1 geht an das Team RoofKIT aus Karlsruhe. Auf dem zweiten Platz folgt das Team VIRTUe aus Eindhoven. Den dritten Platz teilen sich die Teams AuRA aus Grenoble und SUM aus Delft.

Beim Solar Decathlon an der Nordbahntrasse, unweit von Utopiastadt, traten 16 Hochschulteams aus zehn Ländern in einem Zehnkampf gegeneinander an (blickfeld berichtete). Gestern, 24. Juni 2022, fand die Finalzeremonie auf dem SolarCampus statt, in deren Rahmen das Gesamtsiegerteam sowie die Ränge zwei und drei gekürt wurden.

Gewinner-Team RoofKIT im eigenen Haus – Foto: SDE 21/22

Team RoofKIT aus Karlsruhe erzielte im solaren Zehnkampf die meisten Punkte

Gewonnen hat dabei das Team RoofKIT aus Karlsruhe. Die Studierenden des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), unter Leitung von Prof. Dirk E. Hebel, haben in allen Disziplinen des solaren Zehnkampfs die meisten Punkte erzielt – und damit das überzeugendste Konzept für das klimafreundliche Weiterbauen in den Städten präsentiert.

Gewinnerhaus des Teams RoofKit – Bauaufgabe: Sanierung & Aufstockung, Café ADA, Wuppertal – Foto: SDE 21/22

Auf Platz 2 landete das Team VIRTUe der Technischen Universität Eindhoven (Niederlande), während sich den 3. Platz Team AuRA von der Nationalen Architekturschule von Grenoble (ENSAG, Frankreich) und Team SUM (Technische Universität Delft, Niederlande) teilen.

Der Solar Decathlon zeigt, wie klima- und umweltfreundliches Bauen schon heute funktionieren kann

„Der Sieger ist das Klima. Durch ihre innovativen Beiträge haben die Teams gezeigt, dass Klimaschutz gelingen kann, wenn wir uns den Herausforderungen gemeinsam stellen“, richtete Dr. Patrick Graichen, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), an die Teams und alle Beteiligten.

„Bemerkenswert war für mich das große Interesse der Wuppertaler:innen und der Fachwelt für die innovativen Konzepte der Studierenden“, kommentiert Bundestagsabgeordnete Anja Liebert (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) das Event. „Ob Heizungssysteme, Photovoltaik oder Holzbauweise: Vieles, was utopisch erscheint, ist jetzt schon umsetzbar und kann mit klimaschonendem, effizienten und platzsparenden Bauen in die Zukunft führen.“

Der SolarCampus wird zum Living Lab NRW

Laut den Veranstaltern des SDE haben rund 70.000 Besucher:innen den SolarCampus während der ersten sieben Öffnungstage besucht. Nur noch heute und morgen hat dieser für Interessierte geöffnet. Am Sonntag, 26. Juni 2022, endet die öffentliche Ausstellung. Letzter Programmpunkt ist ein durch das Studierendenteam aus Tschechien organisiertes Musik-Festival.

Plan des Living Labs NRW – Foto: Living Lab NRW

Acht Häuser – darunter das des drittplatzieren Teams SUM – bleiben in Zukunft an der Nordbahntrasse und bilden das sogenannte Living Lab NRW. Dieses wird eine zentrale Forschungs- und Bildungseinrichtung des Landes Nordrhein-Westfalen für klimaneutrales Bauen und nachhaltiges Wohnen in der Stadt der Zukunft werden. Neben dem Forschungsauftrag soll das Areal weiterhin der Öffentlichkeit offen sein: mit Führungen durch die Demonstrationsbauten, Ausstellungen und themenbezogene (Fach-)Veranstaltungen. »mw«

Allgemeine Informationen zum Solar Decathlon Europe (SDE 21/22) in Wuppertal

Informationen zum Besuch des Solar Decathlon in Wuppertal

  • Adresse: Solar Campus, Mirker Str. 48, 42105 Wuppertal (Google Maps)
  • Öffnungstage: 25. und 26. Juni 2022
  • Programm: sde21.eu/programm
  • Anreise: Die Anreise mit dem ÖPNV wird aufgrund der Innenstadtlage des Eventgeländes dringend empfohlen.
  • Eintritt: Kostenlose Tickets sind im Vorfeld über die Veranstaltungswebsite oder für Einzelpersonen auch vor Ort erhältlich.

Hintergründe zum Solar Decathlon

Veranstaltet und wissenschaftlich begleitet wird der SDE 21/22 von der Fakultät für Architektur und Bauingenieurwesen der Bergischen Universität Wuppertal. Projektpartner sind die Stadt Wuppertal, das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie, Utopiastadt gGmbH, Neue Effizienz GmbH und die WSW Wuppertaler Stadtwerke GmbH.

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gefördert.

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