„Themen sind für uns wichtiger als meist individuelle Kandidaturen“

Volt, 2017 als pro-europäische Bürgerbewegung gegründet, ist seit 2019 im Europäischen Parlament und dem Jahr darauf in zahlreichen kommunalen Räten vertreten. In Köln etwa bilden sie mit CDU und Grünen die Mehrheit. Das Wuppertaler City Team ist seit diesem Jahr aktiv. Wir sprachen mit Gründerin und Vorsitzenden Viktoria Lange (23), selbst Studentin an der Bergischen Universität, über den Start und die geplanten Aktionen von Volt Wuppertal.

Wie hat sich die „Startcrew“ von Volt Wuppertal gefunden?

Viktoria Lange: „Noch erschüttert von den Brexit-Ereignissen konnte ich mich bei den Europawahlen 2019 nicht für etablierte Parteien entscheiden und habe mich deshalb mit anderen Parteien beschäftigt. So habe ich Volt für mich entdeckt, denn die paneuropäischen, progressiven und pragmatischen Lösungsansätze waren innovativ und zukunftsorientiert. Im Sommer 2020 habe ich noch an der Heinrich-Heine Universität studiert und in der Kommunalwahl-Phase die Plakate von Volt Düsseldorf dort hängen sehen. In dem Zusammenhang habe ich beschlossen, mich Volt anzuschließen und die Partei intern kennenzulernen, um dann ein City Team hier in Wuppertal zu gründen. Mein Co-Lead Emre-Can Tan aus Wuppertal war schon seit Juni 2020 bei Volt Düsseldorf aktiv. Dementsprechend stand die Idee ein City Team in Wuppertal zu gründen schon länger im Raum. Und wie der Zufall so wollte, fand am 23. September 2020 das erste Meet&Greet in Wuppertal statt. Meet&Greets sind unsere Veranstaltungen, die wir jede zweite Wochen stattfinden lassen. Dort geben wir Menschen, die interessiert an Volt sind, die Chance Fragen zu stellen, das City Team kennenzulernen oder im besten Fall dient es als Kick-Off-Veranstaltung, um bei Volt mitzumachen. Bei diesem Meet&Greet waren wir zunächst zu dritt. Dann haben wir erstmal unser eigenes Netzwerk, Freunde und Bekannte angesprochen und so ist unser Team gewachsen. Zudem konnten wir mit unseren Online-Calls einige Interessierte für Volt gewinnen. Wie man sich vorstellen kann, ist es nicht einfach, während einer globalen Pandemie ein Team aufzubauen und neue Leute für sich zu gewinnen. Umso glücklicher sind wir, dass wir trotz Covid-19 und Lockdown schon über 15 Aktive sind.“

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Welche (kommunal-)politischen Akzente wollt ihr in Wuppertal setzen?

Viktoria Lange: „Wir arbeiten kontinuierlich an neuen Ideen für die Stadt und werden diese, so lange der Lockdown geht, auf unseren Social Media Kanälen verbreiten und wenn es wieder möglich ist, auch in der Stadt unterwegs sein. Aktuell liegt unsere Priorität allerdings auf der Bundestagswahl 2021, bei der wir Volt Deutschland tatkräftig unterstützen. Konkret bedeutet das, Volt Deutschland vor Ort zu vertreten und die Wahlkampagne zu promoten. Zudem werden wir uns als außerparlamentarische Opposition zu dem neuen Stadtrat aufstellen. Geplant sind mehrere Anträge: zum Beispiel Änderungen gewisser Straßennamen, einen erneuten Antrag zum Klimanotstand und noch weitere Ideen. Durch die Pandemie und den Lockdown ist aktive Parteiarbeit eine Herausforderung, jedoch klappt es durch die ausgezeichnete Aufstellung von Volt auf den digitalen Plattformen schon ziemlich gut. Zurzeit finden alle unsere Veranstaltungen, Team-Meetings oder auch Bundes-Landesparteitage online statt.“

Viktoria Lange

Wie gestalten sich eure Aktivitäten?

Viktoria Lange: „Unsere momentanen Aktivitäten als City-Team sind vor allem unsere Team Calls. Volt Wuppertal ist wie alle anderen Städte-Teams bei Volt in verschiedene, sogenannte Leadpositionen eingeteilt. Es gibt also ein Events-Team, welches aktuell vor allem Online-Veranstaltungen plant, wie zum Beispiel unsere Meet&Greets. Unser Policy-Team kümmert sich derweil um die Planung der außerparlamentarischen Opposition und bringt die konkreten politischen Inhalte voran, das Comms-Team organisiert und koordiniert den öffentlichen Auftritt von Volt Wuppertal. Und zu guter Letzt noch die City-Leads, die für die Koordinierung und Strukturierung des Teams da sind und die Kommunikation zwischen Landes- und Bundesebene aufrecht halten.“

Ist es geplant, für die diesjährige Bundestagswahl eine Kandidatin/einen Kandidaten aufzustellen?

Viktoria Lange: „Zurzeit sind wir dabei unseren Wahlkampf für die Bundestagswahlen 2021 zu koordinieren. Außerdem diskutieren und stimmen wir über unser Bundestagswahlprogramm ab. Diese Themen sind für uns wichtiger als meist individuelle Kandidaturen.“

Gibt es auch Bestrebungen, sich in die Wuppertaler Hochschulpolitik einzubringen – etwa zur StuPa-Wahl 2022?

Viktoria Lange: „Wir als Volt City Team Wuppertal würden es begrüßen, wenn es eine Volt Wuppertal Hochschulgruppe geben würden, denn auch in der Hochschulpolitik sehen wir Bedarf für paneuropäische, progressive und pragmatische Lösungsansätze. Jedoch liegt die Gründung einer HSG nicht ausschließlich in der Hand unseres City Teams, da Hochschulgruppen autonome Initiativen sind.“ »red«

Mehr zum Volt City Team Wuppertal

Weitere Informationen zu Volt Wuppertal gibt es unter:

Das Team direkt erreichen könnt ihr unter: wuppertal@voltdeutschland.org

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  1. Wie trostlos ist das denn ? Sich mit „paneuropäischen, progressiven und pragmatischen Lösungsansätzen“ brüsten und dann der Griff in die Mottenkiste mit Cancel Culture Spielchen im Strassennamen umbenennen und zum x-ten Mal den Klimanotstand ausrufen ? Habt Ihr auch eigene Ideen ?

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