Welt-Suizid-Präventionstag: Wuppertal, wie geht’s Dir?

„Wie geht's Dir?“ – eine Frage, die wir täglich und oft beiläufig stellen. Doch wie häufig hören wir wirklich genau zu? Ein breites Wuppertaler Bündnis möchte am Welttag der Suizidprävention die psychische Gesundheit in den Mittelpunkt rücken und lädt deshalb zu zahlreichen Aktionen und Gesprächen ein.

Symbolfoto - Foto: Nishant Das / pexels.com

Unter dem Motto „Wie geht’s Dir, Wuppertal?“ sind Bürger:innen eingeladen, sich an einer kurzen anonymen Online-Befragung zu beteiligen sowie am 10. September 2026, dem Welt-Suizid-Präventionstag, ins Gespräch zu kommen und sich über die vielfältigen Hilfsangebote für Menschen in seelischen Krisen zu informieren. Zwischen 15 und 17 Uhr findet dazu am ehemaligen Kasinokreisel eine Aktion statt. Dort stehen Fachkräfte verschiedener Beratungs- und Hilfseinrichtungen und der Bergischen Universität für Informationen und Austausch zur Verfügung.

Psychische Gesundheit sichtbar machen

Psychische Belastungen können jeden Menschen treffen – unabhängig von Alter, Beruf oder Lebenssituation. Dennoch fällt es vielen Menschen schwer, über ihre Sorgen zu sprechen oder sich Unterstützung zu holen. Mit der Aktion möchten die beteiligten Einrichtungen ein Zeichen setzen: Psychische Gesundheit verdient genauso viel Aufmerksamkeit wie körperliche Gesundheit.

Ab 18 Uhr lädt die Volkshochschule Wuppertal darüber hinaus zu einer kostenfreien öffentlichen Veranstaltung ein. Eine Teilnahme ist sowohl vor Ort als auch digital möglich. Auf dem Programm steht unter anderem ein Fachvortrag mit der Auswertung der Online-Befragung, die zeigen soll, wie es den Menschen in Wuppertal aktuell geht. Sie soll zudem die Grundlage für den Austausch bilden, wie die psychosoziale Versorgung in Wuppertal weiter gestärkt werden kann. »red«

Hintergrund

In Deutschland sterben jedes Jahr mehr als 10.000 Menschen durch Suizid. Damit verlieren deutlich mehr Menschen ihr Leben durch Suizid als durch Verkehrsunfälle, illegale Drogen und HIV/AIDS zusammen. Gleichzeitig erleben viele Menschen im Laufe ihres Lebens psychische Krisen. Frühzeitige Gespräche, Aufmerksamkeit und leicht erreichbare Hilfsangebote können einen entscheidenden Unterschied machen.

Der diesjährige Welttag der Suizidprävention wird in Wuppertal vom Wuppertaler Krisendienst Wendepunkt als Initiator gemeinsam mit HINAS, der Diakonie Wuppertal, der Evangelischen Familien- und Erziehungsberatungsstelle (EFL), dem Kinderschutzbund OV Wuppertal, der Evangelischen Stiftung Tannenhof, dem Sozialpsychiatrischen Dienst der Stadt und der Bergischen Universität Wuppertal gestaltet. Ziel der Kooperation ist es, Menschen frühzeitig zu erreichen, über Hilfsangebote zu informieren und das Tabu rund um psychische Krisen und Suizidalität weiter abzubauen.

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