Der Anruf unter der Telefonnummer läuft tagsüber beim Ordnungsamt und nachts bei der Feuerwehr ein und gehört zum Kältekonzept der Stadt Wuppertal.
Übernachtungsstelle oder medizinische Behandlung: Kältehotline in Wuppertal bietet Hilfe an
Mithilfe der Hinweise durch die Anrufer:innen nehmen die beteiligten Institutionen Kontakt zu den gemeldeten Menschen auf und bieten Hilfe an – unter anderem indem sie Überzeugungsarbeit leisten, eine Übernachtungsstelle aufzusuchen oder medizinische Behandlung zu erhalten. Auch die Streetworker:innen der Diakonie und die Fachstelle für Wohnungsnotfälle werden informiert und leiten weitergehende Hilfen ein.
Kältehotline der Stadt Wuppertal: 291 Anrufe im letzten Winter
Insgesamt wurde die Kältehotline laut den städtischen Verantwortlichen 291 Mal zwischen Oktober 2024 und April 2025 gewählt, was auf einem leicht höheren Niveau als im Vorjahr liegt. „Wir danken jeder Bürgerin und jedem Bürger, der aufmerksam ist und die Nummer wählt, um anderen Menschen zu helfen! Bitte sein Sie das auch in diesem Winter und nutzen die Kältehotline. Denn unsere Unterkünfte und Tagesaufenthalte für Obdachlose sind der wirksamste Schutz vor der Kälte und Gefahren auf der Straße,“ so Sozialdezernentin Annette Berg.
Immer mehr wohnungslose Menschen in Wuppertal
Das Sozialamt der Stadt Wuppertal erlebt bereits derzeit eine starke Steigerung an wohnungslosen Menschen in Wuppertal. Daher wird davon ausgegangen, dass sich in diesem Winter mehr Menschen ohne Wohnung auf der Straße aufhalten, als in den vergangenen Jahren. Geschätzt werden etwa 80 bis 100 Personen. Zum Vergleich: Im Vorjahr seien es noch 40 bis 60 gewesen. Den Mitwirkenden am Kältekonzept macht es daher am meisten Sorgen, dass mehr obdachlose Menschen weiterhin draußen schlafen, etwa in Bahnhöfen, in Hauseingängen, mitten in der Fußgängerzone, unter Brücken oder an Flussufern.
Bitte der Stadt Wuppertal an alle Bürger:innen
Daher bitten die Verantwortlichen bei der Stadt Wuppertal alle Bürger:innen, aufmerksam auf die Menschen in ihrer Umgebung zu achten, die kein geschütztes Zuhause haben: „Jeder Anruf kann Menschen, die Hilfe benötigen, vor Krankheit und Leid bewahren und im Einzelfall sogar Leben retten. Rufen Sie im Zweifel lieber einmal zu viel als zu wenig an.“ »red«

