Campfire Festival: Festival für eine bessere Gesellschaft

Lesungen, Workshops, Poetry Slams und Fotovorträge: Vom 30. August bis zum 1. September 2019 verwandelt sich der Platz des Landtages in Düsseldorf in eine Zeltstadt mit drei Bühnen und 200 Programmpunkten. Denn das gemeinnützige Recherchezentrum CORRECTIV organisiert bereits zum dritten Mal in Folge das Campfire Festival. "Ein Festival für die Themen unserer Zeit und für Fragen zur digitalen Zukunft", schreiben die Organisatoren. Dazu gehören unter anderem Fake News, Umweltpolitik und Datenschutz.

Foto © Ivo Mayer / CORRECTIV

Das Ziel der Organisatoren von CORRECTIV ist klar: „Wir wollen die Grenzen einreißen zwischen ‚den‘ Medien und ‚den‘ Konsumenten.“ Deshalb ist das Open-Air-Festival umsonst und lädt alle Menschen ein, einen offenen Dialog über verschiedene gesellschaftliche Themen und deren Zukunft zu führen.

Genauso vielseitig sind auch die für das Wochenende angekündigten Speaker: Darunter finden sich zum Beispiel ARD-Auslandsreporter Florian Bauer, Can Dündar, ehemaliger Chefredakteur der türkischen Zeitung Cumhuriyet, der im deutschen Exil lebt und Leiter des Projektes #ÖZGÜRÜZ ist, oder Carla Reemtsma von Fridays for Future.

Themenspektrum: #StracheVideo, Fotografie und Datenschutz oder ein Recherche-Workshop

Das Campfire Festival hat ein breites Spektrum an Themen im Angebot – zum Teil ist auch eine Anmeldung erforderlich. So richtet sich beispielsweise CORRECTIV-Chefredakteur Oliver Schröm mit seinem Workshop „Besser recherchieren“ speziell an Macher von Studierendenmedien. Michael Hirschler vom Deutschen Journalisten-Verband (DJV) referiert hingegen (kritisch) zum Thema „Fotografie im DSGVO-Zeitalter“. Welche Bedeutung „#StracheVideo, #SalviniGate und die Spendenaffäre der AfD“ für unsere Demokratie haben, erklärt CORRECTIV-Redakteur Marcus Bensmann, der zudem darauf eingeht, wie Bürgerinnen und Bürger sich für mehr Transparenz engagieren können.

Anzeige:

 

Weiteres Thema: „Wie studentische Medien Hochschulpolitik kritisch begleiten können“

Im Workshop „Wie studentische Medien Hochschulpolitik kritisch begleiten können“ geht es um die Schwierigkeiten und Herausforderungen von Recherchen zu AStA, StuPa und Co. CORRECTIV möchte „studentische Medien bei ihrer Arbeit unterstützen. Der Workshop führt in die Grundlagen der Hochschulpolitik ein und bietet die Möglichkeit, sich über eigene Erfahrungen auszutauschen.“ Zudem wird ein bald startendes Projekt vorgestellt, an dem sich auch die CampusZeitung blickfeld beteiligen wird.

Dieses untersucht die Krise der Demokratie an deutschen Hochschulen. Mit dem Workshop „starten wir einen CrowdNewsroom, in dem Studierende u.a. Informationen über Wahlkämpfe, Konflikte und Finanzskandale an ihrer Hochschule beitragen können. Wir erklären das Recherchetool und laden zur Mitarbeit ein.“

© Ivo Mayer / CORRECTIV

In der Vergangenheit ermittelte die Wuppertaler Staatsanwaltschaft in mehreren Fällen (ergebnislos) zu Vorfällen innerhalb der Wuppertaler Studierendenschaft. Dabei ging es unter anderem um verschwundene Getränke im fast fünfstelligen Bereich sowie die mutmaßliche Manipulation von Studierendenparlamentswahlen. Seit Jahren stagniert die Wahlbeteiligung zudem im mittleren, einstelligen Bereich.

Anreise zum Landtag NRW per Bus und (Straßen-)Bahn

Der Landtag von Nordrhein-Westfalen bzw. der dazugehörige Vorplatz, auf dem das Campfire Festival stattfindet, ist ab dem Düsseldorfer Hauptbahnhof gut per Straßenbahn zu erreichen. Von den Haltestellen „Stadttor“ oder „Landtag/Kniebrücke“ sind es jeweils etwa 400 Meter zu Fuß bis zum Festival. »red«

Weitere Informationen zum Campfire Festival

Anzeige:

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.