Das „9-Euro-Ticket“ war ein vom 1. Juni bis zum 31. August 2022 befristetes Sonderangebot für Bus und Bahn im Nahverkehr und als Entlastung für Vielfahrer:innen, aber auch Werbung für neue Kundenkreise gedacht. Auf dieses folgte das Deutschlandticket mit einem Startpreis von 49 Euro pro Monat. Doch das frühere „9-Euro-Ticket“ hat in der Stadt Dormagen nun zum 1. Oktober sein „Revival“ gestartet.
Dormagen: per Ehrenamtskarte zum „9-Euro-Ticket“
Mitte des Jahres beschloss der Stadtrat in Dormagen, dass die Inhaber:innen der Ehrenamtskarte NRW mit Wohnsitz und ehrenamtlichem Tätigkeitsfeld in Dormagen künftig ein Deutschlandticket gegen einen Eigenanteil von neun Euro erhalten können. Die Einführung des Angebots fand zum 1. Oktober statt, die Kosten werden größtenteils durch die Stadt selbst getragen.
Ausgenommen sind Jubiläumsehrenamtskarten sowie ehrenamtlich Tätige, die eine Übungsleiterpauschale oder vergleichbare Aufwandsentschädigungen erhalten. Zudem muss ein Nachweis erbracht werden, dass das Ehrenamt mindestens vier Stunden pro Woche oder 200 Stunden im Jahr seit mindestens sechs Monaten ausgeübt wird.
Deutschlandweit einmaliges Angebot
Wie der WDR berichtet, verfolgt die Stadt laut Bürgermeister Erik Lierenfeld zwei Ziele: So sollen das bestehende ehrenamtliche Engagement gewürdigt und neue Menschen für ein Ehrenamt motiviert werden. Laut WDR sei das Angebot deutschlandweit einmalig.
Auch die Stadt Wuppertal gibt eine Ehrenamtskarte heraus, die – ähnlich wie in anderen Städten und Gemeinden – zahlreiche Vergünstigungen vor Ort beinhaltet, etwa einen günstigeren Jahresausweis in der Stadtbibliothek. Eine Fahrkartenvergünstigung ist jedoch nicht enthalten. »mw«

