EmotionAir im Balloon Museum Düsseldorf: Das ist unser Fazit

Seit dem 17. Mai 2024 hat das „Balloon Museum“ in Düsseldorf-Gerresheim geöffnet und präsentiert im Rahmen der Gruppenausstellung „EmotionAir“ die Werke von 20 international anerkannten Künstler:innen. blickfeld-Redakteur Martin Wosnitza und die Wuppertaler Künstlerin Philine Halstenbach waren Ende Mai vor Ort und berichten von ihren Eindrücken.

Hyperfeeling von Hyperstudio – Sila Sveta – Kissmiklos im „Balloon Museum“ Düsseldorf

Zwei Stunden haben die beiden in der immersiven Ausstellung „EmotionAir – Art you can feel“ verbraucht, die auf einer Fläche von 17.000 Quadratmetern präsentiert wird. Ziel der Ausstellung ist es, „die tiefgreifende Beziehung zwischen Kunst und menschlichen Emotionen durch das fesselnde Medium der aufblasbaren Kunst zu erforschen.“ Dazu wird Besucher:innen eine „einzigartige multisensorische Reise durch überdimensionierte, große und unerwartete Installationen“ versprochen.

Idealer Ort zum Üben von Träumen

Philine Halstenbach zieht als Fazit des Besuchs:

EmotionAir ist eine angenehme Mischung aus Kunstausstellung und Erlebnispark. Besucher:innen können in jedem Raum in neue ballönige Welten eintauchen. Es ist nicht immer leicht, zwischen Kunst zum Anfassen und Kunst, die genauso aussieht, als könnte man sie anfassen, die aber leicht umzäunt ist, zu unterscheiden. Zum Start der Ausstellung wird die Geschichte des Aufpustens in der Kunst erklärt, was immer schön ist, wenn man inhaltlich etwas mitnehmen möchte. Die Ausstellung selbst bietet Erlebnisse für alle Sinnesreize. So gibt es Luft in Ballons oder aus „Schiffshörnern“, wie bei „Block Hole Horizon“ von Thom Kubli.

Das absolute Highlight ist die Rauminstallation „Hyperfeeling“ von Hyperstudio, Sila Sveta und Kissmiklos: ein riesiger Saal mit gelben Wänden, gelben Böden, gelbem Licht und tausenden gelben Bällen in einem riesigen Bällebecken. Vergrößert wird der Raum noch durch gewölbte Spiegel an den zwei kurzen Wänden. Falls jemand luzides Träumen übt und sich dafür regelmäßig fragt: Träume ich oder bin ich wach? Die Ausstellung im Ballonmuseum versetzt einen in eine merkwürdige Welt nach der anderen und bietet daher den perfekten Ort für solche Übungen.

Eindrücke aus dem „Balloon Museum“ Düsseldorf

Anfassen und Erkunden mit kindlicher Begeisterung

Martin Wosnitza blickt mit diesen Worten auf „EmotionAir“ zurück:

Die „Cube Abyss“ von Cyril Lancelin lässt einen mit Luft und Licht in die Tiefen des Ozeans eintauchen. Die VR-Show „Wonder“ von Hyperstudio und Alessandro Risuleo ruft mit einem rein optischen Reiz Gefühle wie Nähe, Schwindel und Wärme hervor, während „Kaleidoscope“ von Karina Smigla Bobinski zur Interaktion einlädt und mittels Berührungen eigene Farbwelten kreieren lässt, die zugleich den Raum, in dem wir uns befinden, verändert. Letztere Installation ist mein persönliches Highlight der Ausstellung, weil sie mit einer Interaktion die Wahrnehmung der gesamten Umgebung verändert, aber auch sensorisches Feedback, wie Wärme und eine sich verändernde Haptik gibt. Dieser Erfahrung folgt mit kurzem Abstand „Hyperfeeling“, das mittels Lichtshow und Bällebad das (innere) Kind jeder Person wecken dürfte. Die gesamte Ausstellung lädt mich mit kindlicher Begeisterung zum Anfassen und Erkunden ein.

Fazit: Das Balloon Museum Düsseldorf ist einen Besuch wert

Doch ist dieses Erlebnis 24/22 Euro (Wochenende/Werktag) bzw. für Kinder ab drei Jahren ab 15 Euro wert? „Auf jeden Fall, gerade der Besuch mit Kindern lohnt sich“, sagt Philine Halstenbach. Dem stimmt Martin Wosnitza zu und ergänzt: „Die Brandbreite an neuen sensorischen und optischen Eindrücken ist gewaltig und lässt einen in neue Welten eintauchen. Ein Tipp: Auch wenn die Ausstellung eine hohe Instagrammability bietet, steckt das Smartphone zwischendurch weg und lasst euch vollkommen auf die einzelnen Stationen ein.“ »mw«

Balloon Museum in Düsseldorf – Kunstausstellung „EmotionAir – Art you can feel“

  • Ort: Im neu erschlossenen Glasmacherviertel an der Heyestraße 178 in Düsseldorf (GoogleMaps), gut erreichbar über den S-Bahnhof Düsseldorf-Gerresheim.
  • Dauer der Ausstellung: 17. Mai bis zum 11. August 2024
  • Tickets und Öffnungszeiten:
    balloonmuseum.world/de/home-germany

Transparenzhinweis: Der blickfeld-Redaktion wurden zwei kostenfreie Karten im Rahmen eines Pressezuganges zur Verfügung gestellt. An diese waren keine Bedingungen im Zusammenhang mit dieser Berichterstattung geknüpft.

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