Angesichts steigender Lebenshaltungskosten und weiterhin unzureichender ÖPNV-Infrastruktur braucht es laut dem Länderrat, der Landesstudierendenvertretung, und dem freien zusammenschluss von student*innenschaften (fzs) „jetzt entschlossene Schritte für ein bezahlbares und verlässliches Mobilitätsangebot.“
Deutschland-Semesterticket für 30 Euro im Monat
Beide Vertretungen fordern die Entkopplung des Deutschland-Semestertickets vom Preis des Deutschlandtickets. Um Studierende finanziell zu entlasten, müsse der Preis des Semestertickets dauerhaft auf 30 Euro pro Monat eingefroren werden. Verkehrsverbünde und politische Entscheidungsträger:innen sollen künftige Mehrkosten vollständig übernehmen, um ein stabiles und verlässliches Mobilitätsangebot zu gewährleisten.
Netz- und Verbindungsausbau mit Studierendenbeteiligung
Ein günstiges Ticket reicht laut Länderrat und fzs jedoch nicht aus: „Die Qualität des ÖPNV muss dringend verbessert werden.“ Dazu fordern beide Institutionen:
- häufigere Taktungen, insbesondere zu Stoßzeiten,
- den sofortigen Ausbau des ÖPNV-Netzes in ländlichen Regionen sowie studierendenfreundlichere Anbindungen,
- regelmäßige Evaluationsgespräche zwischen Verkehrsverbünden und Studierendenschaften, um Probleme gemeinsam und schnell zu lösen,
- sowie eine Kultur des gegenseitigen Respekts und der Rücksichtnahme in Bus und Bahn.
Der Länderrat und der fzs betonen: „Mobilität ist Voraussetzung für Bildung. Ein sozial gerechtes, bezahlbares und qualitativ hochwertiges Semesterticket ist ein zentraler Bestandteil der öffentlichen Daseinsvorsorge und darf nicht für kurzfristige, finanzielle Interessen geopfert werden.“ »red«

