Bücher Köndgen hat für immer geschlossen

Standort wird in Zukunft vom Uni-Marketing und der Stadtsparkasse genutzt

Mit der Schließung der Uni-Filiale der Buchhandlung Köndgen haben Wuppertaler Studierende und HochschullehrerInnen erstmals seit 1977 keine Möglichkeit mehr, (Fach-)Bücher am Campus zu erwerben. Was damals mit einer Büchertheke – noch unter Regie der Buchhandlung Röder – begann, wurde 2001 zu einer richtigen, durch die Firma Köndgen betriebenen Buchhandlung.

Standort an der Uni-Mensa rechnet sich nicht mehr

Laut des Hochschul-Sozialwerkes begründet die Firma Köndgen die Schließung damit, „dass sich sehr viele Hochschulangehörige (…) inzwischen Bücher über Amazon oder andere Online-Anbieter beschaffen.“ Dadurch sei der Standort wirtschaftlich nicht mehr zu führen. Eine Meinung, die offenbar auch andere Wuppertaler Händler teilen. Gemäß Fritz Berger, Geschäftsführer des Sozialwerkes, seien andere Bücherhändler, denen die Anmietung angeboten wurde, nicht am Standort interessiert.

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Zum 1. August 2016 übernehmen das Uni-Marketing und die Stadtsparkasse

Zum Sparkassenautomaten gesellt sich in Zukunft eine ganze Filiale

Zur zukünftigen Nutzung durch die Uni erklärt Marketingleiter Hendrik Stelzenbach: „Wir beabsichtigen eine Informations- und Marketingfläche für Studierende und Beschäftigte zu schaffen, die dann u.a. auch die Möglichkeit bieten soll, Artikel der Uni-Kollektion und, wie von Köndgen bekannt, Eintrittskarten für verschiedene Veranstaltungen käuflich erwerben zu können.“
Auch die Stadtsparkasse will ihre Präsenz am Campus weiter ausbauen. Ab dem 4. Oktober soll es eine mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern besetzte Filiale geben, die sich auf die Beratung von Studierenden konzentriert. „Dabei wird das Angebot konsequent auf die Bedürfnisse von Studierenden ausgerichtet sein und auch die dort tätigen Mitarbeiter sind entsprechend geschult“, so ein Sparkassen-Sprecher gegenüber blickfeld.

Damit reihen sich die Stadtsparkasse und das Uni-Marketing zwischen den Filialen der Debeka und der Techniker Krankenkasse sowie dem Bafög-Amt ein. »mw«

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  1. Schade das es geschlossen hat.

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