Die BUW begrüßt den Doppeljahrgang zum Wintersemester 2013/2014

Der doppelte Abiturjahrgang hat in den Medien schon lange Schlagzeilen gemacht: G8, Abi nach 12 Schuljahren – das alles sind Schlagworte, die uns seit vielen Monaten begegnen. Stetiger Begleiter: Die große Angst vor einer Welle Studienanfänger, die die Universitäten vielleicht nicht auffangen können. Gibt es genügend Studienplätze? Können die Universitäten den vielen Studienanfängern überhaupt gute Studienbedingungen bieten? Nun ist er da: Der erste Doppeljahrgang hat auch an der Bergischen Universität Wuppertal sein erstes Semester begonnen. blickfeld hat mit einigen Studienanfängern und Verantwortlichen der Bergischen Universität gesprochen.

Studentin Lesley Moll ist aus dem G8-Jahrgang und hatte zu Beginn große Angst, keinen Studienplatz zu erhalten. Bei ihr klappte aber alles leichter als gedacht. Sie bekam einen Studienplatz für Grundschullehramt an der Bergischen Universität und fühlt sich sehr gut aufgenommen. Sie ist sehr froh über Angebote, wie den „Mathevorkurs“ und das „Get-started“-Tutorium im Fachbereich Anglistik. Das habe ihr den Einstieg sehr erleichtert. Auch mit dem Beratungsangebot der Uni ist sie sehr zufrieden. „Meine Fragen wurden mir von den Mitarbeitern der Uni immer prompt beantwortet“, sagt Lesley Moll. Shahin Ataei, die aus dem letzten Jahrgang der G9er kommt, ist mit ihrer Zweitwahl Anglistik und Philosophie in Wuppertal jetzt auch sehr zufrieden. Allerdings konnte sie ihren Wunsch, Philosophie in Aachen zu studieren, nicht umsetzen. Von dort habe sie nicht einmal eine Rückmeldung erhalten.

Hat die Vorlesungen im Cinemaxx abgelöst: Hörsaal 33 in Gebäude K.

BUW sieht sich gut vorbereitet

Generell scheint die Lage in Wuppertal entspannter zu sein, als man lange vermutet hat. Die Bergische Universität verzeichnete zwar mehr Bewerbungen als im Vorjahr, aber „wir sind gut gewappnet und blicken den zusätzlichen Einschreibungen entspannt entgegen“, so Johannes Bunsch, Leiter der Universitätskommunikation. Der Doppeljahrgang komme schließlich nicht unerwartet und die Bergische Universität habe sich seit mehreren Jahren darauf vorbereitet. „Es ist uns wichtig, dass auch der Doppeljahrgang an der Bergischen Universität gute Studienbedingungen vorfindet“, erklärt Bunsch. Mit insgesamt 1.800 zusätzlichen Studienplätzen, die zwischen 2011 und 2013 geschaffen wurden, liege die Bergische Universität bereits jetzt über ihrem Soll. Johannes Bunsch betont, dass man nicht nur vorbereitend auf den Doppeljahrgang reagiert habe, sondern dass in den letzten Jahren generell die Nachfrage an Studienplätzen an der BUW stark gestiegen sei.

Auch in Bezug auf Infrastruktur und Personalwesen hat sich die Universität gerüstet. Laut Bunsch seien zwischen 2012 und 2013 etwa 100 zusätzliche Stellen im wissenschaftlichen Bereich geschaffen worden. Mit Neubauten, wie dem neuen Hörsaalzentrum und dem neuen Lesesaal, sei zudem auch mehr Platz geschaffen worden, um den Doppeljahrgang aufnehmen zu können.

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Neue Wohnheime, größere Mensen und mehr Personal beim Hochschul-Sozialwerk

Auch im sozialen Bereich hat man einiges getan, um dem Doppeljahrgang einen guten Einstieg ins Studentenleben zu ermöglichen. So wurden, nach Fritz Berger, Geschäftsführer des Hochschul-Sozialwerks Wuppertal (HSW), nicht nur die Mensen am Freudenberg und am Grifflenberg ausgebaut, sondern auch zusätzliche Mitarbeiter eingestellt. In der Mensa am Grifflenberg wird es zudem nun „Pasta á la minute“ geben, ein Buffet mit frischer Pasta und noch leckereren Soßen, um eine größere Auswahl zu bieten. Die Cafeteria auf Ebene ME 03 wird zudem mittags jetzt weitere Snacks, wie beispielsweise hochwertige belegte Baguettes, anbieten. Satt soll an der Uni jeder werden!

Neue Wohnheime an der BUW.

Natürlich traf man auch vorbereitende Maßnahmen für die Wohnsituation. Im Vergleich zu anderen Universitätsstädten wie Köln oder Freiburg gibt es in Wuppertal mehr freien Wohnraum, so Berger. Das Hochschul-Sozialwerk Wuppertal habe zudem in den letzten drei Jahren die Wohnheimverträge nach Ablauf der 3-Jahres-Begrenzung nicht mehr verlängert, um dem Doppeljahrgang dieses Jahr genug Wohnraum bieten zu können. Zusätzlich wurden in den letzten Jahren drei neue Studentenwohnheime mit insgesamt 84 neuen Wohneinheiten gebaut. Auch die Privatzimmer-Vermittlung wurde ausgebaut und durch das neue Konzept „Wohnen: für Hilfe“ ergänzt. Hier zahlen Studenten weniger Miete, helfen den Wohnungseigentümern aber im Gegenzug mit der Gartenarbeit, Reparaturen oder anderen Hilfsarbeiten aus. „Generell hat es bisher aber auch nicht mehr Bewerberzahlen als gewöhnlich gegeben. Wir haben wegen des Doppeljahrgang mit einer stärkeren Nachfrage gerechnet“, sagt Fritz Berger. Auf Notunterkünfte, wie sie in anderen Städten nötig sind, sind die Studierenden in Wuppertal daher nicht angewiesen.

Ein ähnliches Bild zeigt sich auch beim Thema Studienfinanzierung. Auch hier hat man sich durch Personalaufstockung und verlängerte Öffnungszeiten der Kurzinformation auf den Doppeljahrgang vorbreitet. Nach Sandra Bischoff, Abteilungsleiterin Ausbildungsförderung des Hochschul-Sozialwerks, habe es insgesamt jedoch keine bedeutende Steigerung der Erstanträge für Bafög gegeben. »lj«

Eure Meinung ist gefragt!

blickfeld wünscht allen Erstsemestlern einen erfolgreichen Start in das neue Studentenleben und freut sich wie immer über Feedback. Lasst uns wissen, wie es euch in den ersten Wochen ergangen ist.

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  1. Muriel Liebergall

    Liebes Redaktionsteam,

    meine ersten Vorlesungen habe ich hinter mir und ich muss sagen ich bin positiv überrascht. Die Atmosphäre im Hörsaal ist super angenehm, trotz der vielen Studenten, und bis jetzt musste auch keiner auf dem Boden sitzen 🙂
    Das Angebot der O-Phase für uns Erstis fand ich sehr gut, denn so wurde mir die Angst vor den vielen Formularen, Fristen und generell dem Einstieg ins Studium genommen.
    Das Umfeld der Uni Wuppertal gefällt mir, ich habe das Gefühl hier gut aufgenommen worden zu sein und freue mich auf die kommenden Semester!

  2. So wie ich es mitbekommen habe, ist die BUW für die Erstis echt gut vorbereitet. Ich kenne mehrere aus dem ersten Semester und die sind alle zufrieden. Jeder hat seine Kurse bekommen und und und.

    Doch leider muss ich auch sagen, dass dafür in den höheren Semestern einiges zu kurz kommt. Seminare mit 30+, Kurse wurden „gekürzt“, nicht jeder bekommt die Sachen die man braucht. Kommt man aufgrund einer Doppelbelegung nicht zur ersten Sitzung fliegt man sofort aus den Kursen raus, weil so viele noch auf Plätze warten. Die Dozenten sind mit den Massen zum Teil selbst überfordert und wissen nicht wohin.

    Man muss jedoch auch sagen, dass man versucht hat es irgendwie hinzubekommen und ich denke allen war klar, dass irgendwo gespart und gekürzt werden muss.
    Ich bin gespannt wie sich das auf die nächsten Semester auswirkt.

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