Coronavirus: Bestätigter Verdachtsfall an der Bergischen Universität

Wie die Hochschulleitung heute bekanntgegeben hat, wurde die Bergische Universität vom Gesundheitsamt der Stadt Wuppertal darüber informiert, dass sich ein Coronavirus-Verdachtsfall im Kreise der Studierendenschaft der Universität bestätigt hat. Das Robert-Koch-Institut schätzt die generelle Gefahr „für die Gesundheit der Bevölkerung (…) in Deutschland aktuell als gering bis mäßig“ ein.

Laut Hochschulleitung lebt die betroffene Person nicht in Wuppertal, sondern kommt – wie Radio Wuppertal berichtet – aus dem Kreis Heinsberg und hat sich während der vorlesungsfreien Zeit für eine Klausur in der Stadt aufgehalten. Nachtrag: Dabei handle es sich um die Prüfung in Arbeits- und Organisationspsychologie vom 17. Februar 2020. 40 Studierende sollen mitgeschrieben haben. „Kontaktpersonen konnten ermittelt werden und stehen jetzt bis Montag unter häuslicher Quarantäne. Alle zeigen keinerlei Symptome“, schreibt die Bergische Universität in einem Facebook-Kommentar.

„Wie auch von der Landesregierung für solche Fälle vorgesehen, werden alle sich daraus ergebenden Schritte zum Schutz direkt Betroffener sowie der sonstigen Mitglieder der Bergischen Universität in engster Abstimmung mit dem zuständigen Gesundheitsamt getroffen“, schreibt die Hochschulleitung in einer Online-Meldung.

Hochschulleitung arbeitet eng mit dem städtischen Gesundheitsamt zusammen

Mitglieder der Universität, die seit dem mutmaßlichen Infektionszeitpunkt in direktem Kontakt mit der infizierten Person gestanden haben, sollen nun vom Gesundheitsamt darüber in Kenntnis gesetzt werden, welche weiteren Schritte nötig sind.

Darüber hinaus werde die Hochschulleitung in Abstimmung mit der Behörde unmittelbar darüber informieren, wenn weitergehende vorbeugende Maßnahmen zum Schutze der Bediensteten und Studierenden der Bergischen Universität erforderlich sind.

Robert-Koch-Institut: „Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung (…) gering bis mäßig“

Das Robert-Koch-Institut (RKI) schreibt auf seiner Informationsseite zum Coronavirus SARS-CoV-2, dass „bislang nur wenige bestätigte Infektionsfälle (…) aufgetreten“ sind. Das Institut schätzt „die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung (…) in Deutschland aktuell als gering bis mäßig“ ein. In einem umfassenden FAQ beantwortet das Institut die häufigsten Fragen zum Coronavirus. Zum individuellen Schutz wird dabei empfohlen:

„Wie bei Influenza und anderen akuten Atemwegsinfektionen schützen Husten- und Nies-Etikette, gute Händehygiene sowie Abstand zu Erkrankten (ca. 1 bis 2 Meter) auch vor einer Übertragung des neuen Coronavirus. Diese Maßnahmen sind auch in Anbetracht der Grippewelle überall und jederzeit angeraten.“

Krankheitsverläufe in China mehrheitlich mild

Im oben genannten FAQ schreibt das RKI, dass „bei den bisher hauptsächlich aus China berichteten Fällen (…) vier von fünf Krankheitsverläufe mild“ abliefen. Todesfälle würden bisher vor allem bei Patientinnen und Patienten auftreten, „die älter waren und/oder zuvor an chronischen Grunderkrankungen litten“. In Deutschland seien noch keine Todesfälle aufgetreten. Weiterführende Informationen bietet das Science Media Center Deutschland.

Auch die Bergische Universität Wuppertal hat umfangreiche Informationen und Empfehlungen herausgegeben. »red«

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