Der Weg zum Doktortitel

Der Doktortitel klingt nach einem sehr attraktiven Ziel, bedeutet er doch einen Prestigegewinn und öffnet durchaus einige Türen. Bevor man aber eine Promotion wagt, sollte man sich zunächst fragen, wofür diese nötig ist.

Je nach Fachbereich und angestrebtem Beruf kann dies sehr unterschiedlich sein. Für manchen Beruf ist er erforderlich, jedoch verzögert eine Promotion, die ja erst auf einen abgeschlossenen Master- bzw. Diplomabschluss von mindestens acht Semestern folgt, den Berufseinstieg um ca. drei bis vier Jahre. Die zweite Frage wäre die nach einem geeigneten Dissertationsthema. Eine Dissertation dient dem Ziel, eine Forschungslücke zu entdecken und diese durch eine Arbeit zu schließen. Wie genau so eine Arbeit aussieht, ist natürlich je nach Fachbereich und Forschungsgebiet unterschiedlich und kann die Form eines großen theoretischen Werks, einer empirischen Studie oder einer Experiment-Reihe annehmen. So sollten Promovierende ihr Thema und in einem weiteren Schritt ihre/n Betreuer/in mit größter Sorgfalt wählen, verbringt man doch die nächste Zeit in enger Verbindung zu beidem.

Diese Dinge stehen am Anfang jeder Promotion und auch die Frage, wie die Promotionsbedingungen an der jeweiligen Hochschule sind. In Wuppertal ist seit dem Sommersemester 2007 das Zentrum für Graduiertenstudien zentrale Anlaufstelle für Promovierende und bietet Antworten auf verschiedenste Fragen, aber auch Unterstützung für die Promotion und darüber hinaus.

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Promotion in Wuppertal

Das ZGS bereitet angehenden Promovenden verschiedenste Angebote, um sie auf dem Weg zur Dissertation zu unterstützen. Vor drei Jahren gegründet, stellt das ZGS eine Einrichtung dar, die den vormals stark isolierten Promotionsprozess in eine unterstützende Struktur bringt, dabei aber einen individuellen Promotionsverlauf weiterhin möglich macht. So bietet es flankierende, freiwillige Angebote an. Grob lässt sich die Arbeit des ZGS in drei Bereiche einteilen:

Zunächst dient es als Beratungsstelle zu allen Fragen zur Promotion, seien es Stipendieneinwerbung, Finanzierungsfragen oder Probleme im Promotionsverlauf. Speziell auch international Promovierende können auf Beratungs- und Unterstützungsangebote, die in Kooperation mit dem Deutschen Akademische Austauschdienst (DAAD) und dem Sprachlehrinstitut (SLI) bereitgestellt werden, zurückgreifen.

Des Weiteren bietet es ein umfangreiches Kursprogramm. Workshops zum Schreibtraining, Methodenseminare u.ä. bieten direkt Hilfe bei der Dissertation. Nebenbei gibt es auch Angebote, die zusätzliche, berufsqualifizierende Fähigkeiten vermitteln. Zudem wird den Doktoranden angeboten, selbst Kurse und Workshops, aber auch Arbeitsgruppen zu verschiedensten Themen, von denen es aktuell zehn gibt, zu erstellen. Auch bei Kolloquien und Tagungen bietet es finanzielle und organisatorische Hilfe.

Ein dritter wichtiger Arbeitsbereich ist die Vernetzung. Die schon genannten Arbeitsgruppen stellen eine Form dar, den interdisziplinären Austausch zu fördern. Zusätzlich werden neben Exkursionen (z.B. zur Frankfurter Buchmesse) auch regelmäßige Treffen organisiert, um die Kommunikation zwischen den Doktoranden zu fördern. Ein wichtiges, hiermit verbundenes Ziel ist es, die Promotion mehr in die Öffentlichkeit zu heben, eine „Promotionskultur“ zu schaffen und auch als eine Interessenvertretung für Doktoranden zu agieren.

Beteiligt am ZGS sind zur Zeit die Fachbereiche A, B, C und G, doch soll dieses Angebot weiter ausgedehnt werden. Im Allgemeinen haben sich Institutionen wie das ZGS in Deutschland immer mehr durchgesetzt. Wichtig hierbei ist, dass es sich um begleitende Strukturen handelt, die Promotionsordnungen und die primäre Betreuung liegen in der Verantwortung der Fachbereiche respektive der/des Betreuer/in.

Somit ist ein individueller Promotionsprozess weiterhin möglich, für Interessierte bietet das Wuppertaler ZGS zahlreiche Möglichkeiten und Angebote. »hs« – Erstveröffentlichung des Artikels in der Printausgabe 02-2011, erschienen im Juli 2011.

Weitere Informationen unter: www.zgs.uni-wuppertal.de

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