Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels: Wie trägt die Bergische Universität bei?

Eine Erderwärmung von über 1,5-Grad wird laut Bundesregierung zu „unverhältnismäßigen Einschränkungen der Freiheitsgrundrechte“ unserer und der jüngeren Generationen führen. blickfeld hat recherchiert, was die Bergische Universität Wuppertal unternimmt, um den gefährlichen Kipppunkt im Klimawandel zu vermeiden und bis 2045 klimaneutral zu werden.

Wirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck lieferte Anfang dieses Jahres eine alarmierende Einschätzung zur aktuellen Einhaltung der Klimaschutzziele: „Wir müssen die Geschwindigkeit unserer Emissionsminderung verdreifachen“. Im Hintergrund steht das 1,5-Grad-Ziel. Laut dem Weltklimarat IPCC werden ab einer Erderwärmung von über 1,5 Grad Hitzewellen, extreme Regenfälle und Küstenüberschwemmungen stark zunehmen und bisher nie betroffene Gebiete der Nordhalbkugel erfassen.

Um dies zu vermeiden, muss laut IPCC der Ausstoß von Treibhausgasen bis spätestens 2050 auf null reduziert werden. Für Deutschland wäre dies laut einer Studie des Wuppertal Instituts, Prognos und des Öko-Instituts aus dem Jahr 2021 technisch sogar bis 2040 möglich. Das deutsche Klimaschutzgesetz setzt das Null-Emissionsziel auf das Jahr 2045 fest und wählt so eine Mittellösung. Das Gesetz verpflichtet die Bundesregierung bis dahin zu einem jährlich sinkenden Ausstoß von Treibhausgasen. Dies soll laut Bundesregierung verhindern, dass es in Zukunft zu „unverhältnismäßigen Einschränkungen der Freiheitsgrundrechte der heute jüngeren Menschen kommt.“

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Im Hochschulentwicklungsplan 2021 bis 2025 der Bergischen Universität fehlen jegliche Ziele zur Minderung von CO2

Das Treibhausgas CO2 verursacht laut Angaben des Umweltbundesamtes mit 87 Prozent den größten Anteil deutscher Emissionen. Um die erzeugte Menge CO2 der Universität zukünftig auf null runterzufahren, müssten die Quellen der Emissionen erst erfasst werden. Die Pressestelle der Bergischen Universität bestätigt, dass keine Berechnung der von der Universität verursachten CO2-Produktion existiert. Im Hochschulentwicklungsplan 2021 bis 2025 der Bergischen Universität fehlen jegliche Ziele zur Minderung von CO2.

Dies ist nicht überall so. Die Hochschule Düsseldorf (HSD) ist schon 2019 aktiv geworden und erstellte eine CO2-Bilanz, aus der Maßnahmen zur Einsparung abgeleitet wurden. „Das Klimaschutzkonzept der HSD wurde unabhängig von den Bestrebungen der Landesverwaltung, Klimaneutralität zu erreichen, erstellt“, so Franziska Müller, Klimaschutzmanagerin der HSD. „Die Bergische Universität wird konkrete Ziele zur CO2-Minderung im Rahmen des Projektes ‚Klimaneutrale Landesverwaltung‘ formulieren“, erklärt Carina Dönges, Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Bergische Universität.

CO2-Treiber sind die Sektoren Energie und Mobilität – Foto: mw

Über zwei Drittel aller CO2-Emissionen an vergleichbaren Universitäten entstehen im Sektor Mobilität

Aufgrund fehlender Daten der Bergischen Universität bezieht sich blickfeld auf eine Studie der Wissenschaftler Eckard Helmers, Chia Chien Chang und Justin Dauwels aus dem Jahr 2021. Die Forscher verglichen 20 Universitäten weltweit und identifizierten die dortigen CO2-Treiber: die Sektoren Energie und Mobilität. Wegen der ähnlichen geografischen Lage und Infrastruktur bietet sich ein Vergleich der Daten mit den Bildungseinrichtungen Hochschule Trier, Universität Lüneburg, Universität Potsdam und der Hochschule Zürich (ETH) an. Im Durchschnitt dieser Bildungseinrichtungen verursacht der Sektor Mobilität über zwei Drittel aller CO2-Emissionen. Laut Studienergebnissen schwankt der Anteil der von Studierenden verursachten CO2-Emissionen im Sektor Mobilität zwischen 77 Prozent am Umwelt Campus Birkenfeld der Hochschule Trier und 14 Prozent an der ETH Zürich. Dies ist auf Unterschiede in den ÖPNV-Anbindungen und den Anfahrtswegen der Studierenden zurückzuführen. Hohe CO2-Emissionen könnten auch durch Student:innen der Bergischen Universität im Mobilitätsbereich verursacht werden: Nur ein Drittel aller Student:innen wohnt in der Stadt.

Pendlerverhalten der Mitarbeiter:innen und Student:innen der Bergischen Universität

Die Wuppertaler Professorin Dr.-Ing. Ulrike Reutter vom Lehrstuhl für Öffentliche Verkehrssysteme und Mobilitätsmanagement untersuchte 2017 das Pendlerverhalten der Mitarbeiter:innen und Student:innen der Bergischen Universität. Ihre Umfrage zeigt: Wohingegen 20 Prozent der Student:innen mit dem Auto anreisten, waren es unter den Beschäftigten 50 Prozent. Die andere Hälfte der Beschäftigten nutzte im Umfragezeitraum den ÖPNV, das Rad oder kam zu Fuß. Nur 10 Prozent der Student:innen kam per Rad oder zu Fuß, wohnten also in direkter Nähe der Uni, 70 Prozent der Student:innen pendelten mit dem ÖPNV. Das Dezernat 5 der Bergischen Universität reagierte nicht auf Anfragen zur Parkplatzauslastung an der BUW zu Präsenzzeit im Oktober letzten Jahres. Professorin Reutter untersucht auch die Zeit-Klima-Effizienz: „Die beste Transportwahl, um CO2 zu reduzieren und Fahrtzeit zu minimieren, stellt die Verbindung von Rad und ÖPNV dar.“ Für 18 Prozent der Mitarbeiter:innen war diese Kombination zum Untersuchungszeitpunkt sogar schneller als die Anreise zur Universität per PKW.

Mehr Express-Verbindungen zur Universität – Foto: mw

Seit 2017 hat sich bei der ÖPNV-Verbindung zur Universität einiges für die Student:innen getan: Die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) setzen vier Express-Verbindungen zusätzlich zu der regulären Busanbindung ein. Hiervon profitierten Studierende auch in der Präsenzphase in diesem Wintersemester. Laut Holger Kalms, Mitarbeiter der WSW, fahren in Wuppertal insgesamt 18 Wasserstoffbusse, zwei weitere sollen in den nächsten zwei Monaten dazukommen. Zur Universität können Student:innen mit den Wasserstoffbussen jedoch nicht fahren, da diese nur in Barmen verkehren. Eine 2017 von Professorin Reutters, nach Auswertung der oben genannten Studie, empfohlene App für eine Pendlerzentrale könnte für CO2-Einsparungen sorgen, wurde bis jetzt aber nicht realisiert.

Flugreisen von Forschenden sind ebenfalls CO2-Treiber

Der zweite große Faktor im Mobilitätsbereich sind Flugreisen. Laut Dr. Susann Görlinger vom Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg verursachen Flugreisen von Angestellten deutscher Universitäten hier zwischen 25 und 60 Prozent der Gesamtemissionen. Jedoch weist der europäische Zusammenschluss von Akademien der Wissenschaften (ALLEA) darauf hin, dass bei „Klimanachhaltigkeit im Wissenschaftssystem auch Forschungsexzellenz und internationale Zusammenarbeit“ berücksichtigt werden müssten. Gemeint sein könnten Flugreisen zu internationalen Forschungskongressen oder zu ferneren Forschungszentren. Carly McLachlan von der Universität in Manchester mahnt: „Wo wir Flugreisen nutzen, sollten wir sehr sorgfältig darüber nachdenken, wo diese sehr kohlenstoffintensive Praxis für die Qualität unserer Arbeit wirklich unerlässlich ist.“ Corinna Dönges kündigt für die Bergische Universität ebenfalls an, „für Dienstreisen zu prüfen (…), ob die Nutzung von Verkehrsmitteln des ÖPNV noch ausgeweitet werden kann.“

Photovoltaik-Anlage auf dem Campus Haspel – Foto: Bergische Universität Wuppertal

Sektor Energie produziert ein Drittel aller CO2-Emissionen an Universitäten

Das letzte Drittel der CO2-Emissionen an deutschen Universitäten verursacht laut oben zitierter Studie von Helmers, Chang und Dauwels der Sektor Energie. Für das Jahr 2019 berechneten die Fakultäten des interdisziplinären Fachsymposiums „Gebäudeperformance“ an der Bergischen Universität Wuppertal ein CO2-Aufkommen für Wärme und Strom von 17.000 Tonnen. Im Vergleich produziert ein Einfamilienhaus mit Ölheizung etwas mehr als eine Tonne CO2 im selben Jahr. Für die Kalkulation wurden die durchschnittlichen CO2-Werte für einen Strommix aus grünem und grauem Strom kalkuliert. Dieser Wert dürfte laut Professor Markus Zdrallek, Leiter des Lehrstuhls für Elektrische Energieversorgungstechnik, auf Grund eines ansteigenden Ausbaus regenerativer Energien in Deutschland immer besser werden.

Einen Schritt zur Senkung der CO2-Emissionen um 4600 Tonnen CO2 hat die Bergische Universität in diesem Jahr für die zugekaufte Energie getätigt, wie blickfeld berichtete. „Die Universität [hat] den Anteil regenerativ erzeugter elektrischer Energie, die sie im Rahmen eines hochschulübergreifenden Einkaufs bezieht auf 100% ausgeweitet“, bestätigt Corinna Dönges.

Grundbetrieb der Bergischen Universität treibt Stromverbrauch auch während der Pandemie an

Im Rahmen der von Students for Future veranstalteten öffentlichen Podiumsdiskussion zur Energieversorgung der Bergischen Universität im Mai letzten Jahres erläuterte Uni-Kanzler Dr. Roland Kischkel den Stromverbrauch aller Universitätsgebäude: Von 2010 bis 2020 sank der Stromverbrauch um 12,5 Prozent. Seit 2014 blieb dieser jedoch weitestgehend konstant. Im Jahr 2020 sank der Stromverbrauch im Vergleich zum Vorjahr um nur acht Prozent, trotz Onlinelehre und Homeoffice-Regelungen der Angestellten. Das Dezernat 5 begründet dies mit dem Betrieb der Uni-Server, der Forschungslabore und der coronabedingten Lüftung, welche große Wärmeverluste verursache.

Seit 2014 deckt die Photovoltaik-Anlage am Freudenberg einen Teil des Strombedarfs am Campus CO2-neutral

Die Fakultät 6 geht seit acht Jahren einen eigenen Weg: Bereits 2014 wurde die erste Photovoltaik-Anlage der Bergischen Universität am Campus Freudenberg errichtet. Diese initiierte Professor Stefan Soter, Leiter des Lehrstuhls für Elektrische Maschinen und Antriebe: „Von der Planung bis zur Umsetzung vergingen fünf Jahre.“ Seitdem erzeugt die Anlage jährlich 100 MWh (Anm. d. Red.: Megawattstunden) Strom durch Sonnenenergie. „Das entspricht dem jährlichen Energieverbrauch von 25 Haushalten“, erläutert Professor Soter die Menge der CO2-neutral erzeugten Energie. Unter der 125 Meter langen PV-Anlage können PKWs an der einzigen E-Tankstelle der BUW laden.

Photovoltaik-Anlage mit Ladesäulen am Campus Freudenberg – Foto: Lehrstuhl für Elektrische Energieversorgung Bergische Universität

Professor Karsten Voss von der Fakultät für Architektur und Bauingenieurwesen zog nach und organisierte im Jahr 2019 den Bau einer Photovoltaik-Anlage am Campus Haspel. Diese erzeugt etwa 21 MWh, knapp 10 Prozent des Stromverbrauchs des Gebäudes am Campus Haspel, erklärt Professor Voss. Nach Berechnungen von blickfeld decken die PV-Anlagen am Campus Freudenberg und Haspel durchschnittlich 0,5 Prozent des Stromverbrauchs der Bergischen Universität von insgesamt 22,6 Millionen kWh. Ein stärkerer Ausbau der PV-Anlagen, um noch mehr CO2 einzusparen, sei laut Professor Soter technisch problemlos möglich. Dies könnte durch großflächige Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern der Bergischen Universität realisiert werden. „Gemeinsam mit dem BLB (Anm. d. Red.: Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW, Vermieter der Bergischen Universität) der Stadt Wuppertal und den Wuppertaler Stadtwerken wird im laufenden Jahr geprüft werden, ob und in welchem Umfang die von der Universität genutzten Liegenschaften als Standort für Photovoltaik-Anlagen verwendet werden können“, so Corinna Dönges von der Uni-Pressestelle. Eine BLB-Sprecherin stellte kürzlich gegenüber blickfeld klar: „Die Hochschulen sind selbständig für den Betrieb ihrer Gebäude zuständig.“ Jede Hochschule könne selbst eine Photovoltaikanlage als Mietereinbau realisieren.

Die Gebäude der Bergischen Universität müssen energieeffizienter werden

Die Gebäude am Hauptcampus Grifflenberg verbrauchten nach Referenzzahlen des Fraunhofer IBP im Jahr 2019 doppelt so viel Energie wie ein durchschnittliches Universitätsgebäude in Deutschland. Der Neubau am Campus Haspel hingegen liegt weit unterm Durchschnittswert. Dies geht aus Berechnungen der Bergischen Universität (interdisziplinäres Fachsymposium „Gebäudeperformance“ an der Bergischen Universität Wuppertal) hervor. Laut dem Projekt „klimaneutrale Landesverwaltung“ müssen Neubauten des Landes NRW künftig 60 Prozent weniger Energie des Status quo verbrauchen. Altbauten müssen den Energieverbrauch um 45 Prozent reduzieren.

Am Campus Grifflenberg wird der Gebäudebestand nach und nach saniert – Foto: mw

Fazit zum Klima- und Umweltengagement der Bergischen Universität

Besonders im Stromsektor hat die Bergische Universität durch Ökostrom und Installation von Photovoltaik-Anlagen an zwei Uni-Standorten einen Weg hin zu einer klimaneutralen Universität eingeschlagen. Klar ist, dass die Sektoren Mobilität und Energie weiter CO2 reduzieren müssen, was den Umstieg auf ÖPNV, E-Fahrzeuge und die Erzeugung regenativer Energie beinhaltet. Bis jetzt fehlt jedoch eine klare Strategie der Universitätsleitung, um die CO2-Produktion bis 2045 auf null zu bringen. Dies zeigen fehlende IST-Analysen, sowie -Ziele und Kontrollen zur zukünftigen Einsparung von CO2. Ob die Handlungen der Bergischen Universität reichen, um als Vorbild für Klimaneutralität bis 2045 zu dienen, wird sich zeigen. »sg«

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  1. Extrem gut recherchierter Artikel! Hier ein paar Korrekturen dazu:

    Das Ziel der Bundesregierung 2045 klimaneutral zu sein, ist NICHT mit dem 1,5°-Ziel vereinbar (wie es in Artikel & Überschrift aber klingt): Laut einer Studie von Prof. Quaschning muss Deutschland zwischen 2030–2035 klimaneutral werden; der Sachverständigenrat für Umweltfragen der Bundesregierung kommt zum Ergebnis: Ca. 2032 muss Deutschland klimaneutral sein, damit wir auch nur eine 50%-Chance haben, das 1,5°-Ziel einzuhalten.
    Der Grund dafür ist, dass Deutsche pro Kopf weit überdurchschnittlich CO2 ausstoßen, ergo müssen wir weit vor 2050 klimaneutral sein. Dementsprechend wählt die Bundesregierung keine „Mittellösung“, sondern das Jahr 2045 ist laut Prof. Quaschning „relativ willkürlich gewählt“ und „nicht wissenschaftlich begründet“ [taz-Interview].
    Folglich darf es auch nicht das Ziel der BUW sein, erst 2045 klimaneutral zu werden! Entsprechend hatte sich die Landesregierung (ursprünglich) das Ziel gesetzt, alle Hochschulen in NRW bis 2030 klimaneutral zu machen. Diese Ziel MUSS auch die BUW verfolgen! Die Zeit wird knapp…

    Die Uni hat KEINEN „Schritt zur Senkung der CO2-Emissionen um 4600 Tonnen CO2“ getätigt, indem sie Ökostrom bezieht. Diese Senkung findet auf dem Papier statt, wie der AStA vor Kurzem kritisiert hat: https://www.asta-wuppertal.de/2022/02/03/oekobewertung/
    Grund dafür ist zum einen, dass es sich bei dem Stromtarif der Uni nicht um hochwertigen Ökostrom mit einer Investitionsgarantie für Erneuerbare Energien handelt, sodass ein Nutzen für die Energiewende zweifelhaft ist. Zum anderen rechnet die Uni laut eigener Aussage mit 0 Gramm CO2-Emissionen pro kWh, was z.B. die beim Bau der Wasserkraftwerke entstehenden Emissionen vernachlässigt; damit dürften die berechneten 4.600 t vermutlich auch aus diesem Grund merklich überschätzt sein.

  2. Noch ein paar Anmerkungen:

    Wenn die Universität den Flugreisen-bedingten CO2-Ausstoß reduzieren möchte, kann sie dies sehr einfach tun, indem sie eine Initiative der Scientists for Future gegen Kurzstreckenflüge unterstützt: „Unter 1.000 mach ich’s nicht.“
    [https://de.scientists4future.org/unter-1-000-mach-ichs-nicht-scientists-for-future-startet-aktion-gegen-kurzstreckenfluege-in-der-wissenschaft/]

    Rechnet man die 17.000 Tonnen CO2 (etwa ein Drittel des CO2-Ausstoßes von Universitäten) hoch, kommt man auf ca. 50.000 Tonnen CO2 pro Jahr. Vielleicht als erste Abschätzung ganz gut, wenn die Universitätsleitung die Emissionen nicht selbst beziffern kann.
    Übrigens kostet uns jede Tonne CO2 201€ an Umweltkosten laut Umweltbundesamt. Macht 10 Mio. € unnötige Kosten für uns alle pro Jahr durch den immensen CO2-Ausstoß der Uni. Wollen wir mal hoffen, dass die Uni-Leitung sich damit beeilt, eine Strategie zu entwickeln, wie die Uni klimaneutral wird. Zumal das Land NRW schon 2013 sich das Ziel gestellt hat, dass alle Hochschulen bis 2030 klimaneutral werden. Da hätte man auch schon früher mit einer Strategie anfangen können.

  3. „Ob die Handlungen der Bergischen Universität reichen, um als Vorbild für Klimaneutralität […] zu dienen, wird sich zeigen.“ – Bei der aktuellen Haltung der Universität erscheint es mir relativ offensichtlich zu sein, ob die Uni es bis 2030(!) schaffen kann, klimaneutral zu sein: Das Rektorat nimmt ja nicht einmal am Runden Tisch Nachhaltigkeit teil, obwohl Dutzende Professor*innen, Mitarbeiter*innen und 2 Dekanate anwesend gewesen sind. Ganz zu schweigen davon, dass der Kanzler laut Senatsbeschluss diesen Runden Tisch seit 2 Jahren selbst einberufen muss. Stattdessen muss sich nun der AStA darum kümmern…

    Hat man sich überhaupt eine Deadline gesetzt, bis wann „konkrete Ziele zur CO2-Minderung im Rahmen des Projektes ‚Klimaneutrale Landesverwaltung‘ [2030]“ aufgestellt werden sollen? Hat das Rektorat nur angekündigt, Ziele aufzustellen und keine Strategie, wie die Ziele umgesetzt werden sollen und können??

  4. Jun.-Prof. Dr Philipp Trotter

    Toller und sehr informativer Artikel, super zu sehen, dass ihr euch diesem wichtigen Thema angenommen habt! Wir als BUW müssen definitiv mehr machen, sowohl strategisch als auch operativ!

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