Ergebnis der StuPa-Wahl 2011

Nach mehreren Stunden der Auszählung verkündete der Wahlausschuss am 01.Juli 2011 zu später Abendzeit das Ergebnis der Wahl zum Studierendenparlament 2011. Klarer Wahlsieger ist die Liste „RCDS und Unabhängige“, die 7 von 21 Sitzen auf sich vereinen konnte.

Dabei nahmen 894 StudentInnen die Möglichkeit der Stimmabgabe wahr. Angesichts 13.001 wahlberechtigter StudentInnen ergibt sich so eine Wahlbeteiligung von 6,88%.

Wahlbeteiligung (2006 bis 2011)

  • 2006: 10,5%
  • 2007: 14,5%
  • 2008: 7,1%
  • 2009: 15,37%
  • 2010: 8,11%
  • 2011: 6,88%

In den folgenden Grafiken stellen wir die (prozentuale) Stimm- und Sitzverteilung dar:

Wahlbeteiligung (2006 bis 2011)

Stimmanteile nach Listen

stupa-wahl_11-prozentual

Gewinne / Verluste (2010/11)

stupa-wahl_11-gewinn-verlust

BTS, Die PARTEI, Die Unabhängigen und GAL traten erstmalig 2011 an – RSF im Vergleich mit den Philhellenen

Sitzverteilung im StuPa (21 Sitze)

sitzverteilung_2011

Ergänzend die Stimm- und Sitzverteilung in Zahlen (Stimmen // % // Sitze):

  • Juso Hochschulgruppe: 125 // 13,98% // 3
  • RCDS % Unabhängige: 318 // 35,57% // 7
  • LHG – Liberale Hochschulgruppe: 116 // 12,98% // 3
  • BTS – Bund der türkischen Studierenden: 78 // 8,72% // 2
  • Die PARTEI – deine Lieblingsliste: 79 // 8,84% // 2
  • Die Unabhängigen: 88 // 9,84% // 2
  • Revolutionär sozialistisches Forum: 32 // 3,58% // 1
  • Zusammen können wir nach den Sternen greifen – GAL: 25 // 2,8% // 1

Die sieben Direktmandate, die auf die stärksten KandidatInnen fallen, verteilen sich wie folgt:

  • Rainer Mucha (RCDS & Unabhängige): 104 Stimmen
  • Nina Alexandra Hartlmaier (RCDS & Unabhängige): 50 Stimmen
  • Carsten Dahlmann (LHG): 48 Stimmen
  • Felix Daniel Schüller (RCDS & Unabhängige): 41 Stimmen
  • Kai Uwe Schumann (Die PARTEI): 32 Stimmen
  • Dominic Kleinebenne (RSF): 32 Stimmen
  • Sabrina Oesterwind (RCDS & Unabhängige): 31 Stimmen

Die Personalbesetzung im StuPa gestaltet sich folgendermaßen:

  • Juso Hochschulgruppe: Mark Schroller, Lydia Neufeld und Canan Baskin
  • RCDS & Unabhängige: Rainer Mucha, Nina Alexandra Hartlmaier, Felix Daniel Schüller, Sabrina Oesterwind, Sebastian Richter, Tayfun Balta und Murat Melik Aydinsoy
  • LHG: Carsten Dahlmann, Julia Katharina Buschhorn und Alexander Bialek
  • BTS: Fatih Erarslan und Mehmet Fatih Demir
  • Die PARTEI: Kai Uwe Schumann und Willi Maximilian Steffler
  • Die Unabhängigen: Birte Fritsch und Dominik Lars vom Brocke
  • RSF: Dominic Kleinebenne
  • GAL: Christian Henrik Klamm

Weitere Hintergrundinformationen zur Wahl sowie eine Bewertung durch die Redaktion erfolgt in einer eigenen Berichterstattung. Ferner verweisen wir auf den Kurzbericht der KollegInnen von engelszunge.info – EZ|News: StuPa-Wahlen & Sommerfest. »mw«

Infos zu den Hochschulgruppen: Hochschulgruppen im Web (Review)

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  1. Die Darstellung des RSF in dunkelrot gefällt mir sehr gut. The people’s flag is deepest red!

  2. Redliberation

    Wurde in Wuppertal neuerdings das Männerwahlrecht abgeschafft?

    „Angesichts 13.001 wahlberechtigter Studentinnen ergibt sich so eine Wahlbeteiligung von 6,88%.“

    Wird für mich und meine Geschlechtsgenossen Zeit, eine Solikampagne gegen diesen staatlichen Sexismus zu organisieren!

  3. Redaktion

    Ist korrigiert … 🙂

  4. Bernd Dreher

    Wie kann man denn den RCDS als Wahlsieger bezeichnen, wenn er gerade einmal von 2,4% aller Wahlberechtigten gewählt worden ist? Die größte Fraktion sind doch diejenigen, die an dieser Farce nicht teilgenommen haben. Das sind immerhin 93,12%.
    Das StuPa ist und bleibt ein Witz. Bewirken kann es nichts. Über dem StuPa steht noch der Hochschulat, das Rektorat, der Senat, die Dekane, die Fachbereichsräte. Alle diese Instanzen können problemlos über die Köpfe der Studierenden hinweg Entscheidungen treffen, ohne dass das StuPa dagegen etwas machen kann.
    Außerdem ist repräsentative Demokratie eh keine wirklich Demokratie, das wird in letzter Zeit immer deutlicher. Gerade an einer Universität sollte es doch möglich sein, sich basisdemokratisch zu organisieren. Da braucht man keine Hansel, die meinen für einen entscheiden zu müssen, was gut für einen ist. Das letzte Mal als Studierenden an der BUW und in ganz Deutschland versucht haben, sich selbst zu organisieren, ist der Bildungsstreik raus gekommen und der hat mehr erreicht, als das StuPa jemals erreichen wird.
    Ich werde meine Stimme auch in Zukunft nicht abgeben, aber ich werde immer bereit sein, diese zu erheben.

  5. Sebastian Richter

    Die Direktmandate werden nicht nach der Höhstenstimmanzahl verteilt, sondern nach Fachbereichen. Wer hat die meisten Stimmen innerhalb einer Fachschaft.

    Vlt kann man dies noch korrigieren.

  6. Dass die Wahlbeteiligung bedenklich gering und somit die Politikverdrossenheit (oder ist es eher das Desinteresse) bedenklich hoch ist, ist wahr.

    Ob das nun aber daran liegen mag, dass der AStA von den Studierenden nicht ernst genommen wird (keine Behauptung von mir, sondern eine Beobachtung), oder ob es daran liegt, dass die Studierenden der Meinung sind, nichts ausrichten zu können mit dem Stupa, ist eine andere Frage.

    Fakt ist jedenfalls, dass der nächste AStA, aber auch jede Hochschulgruppe und jeder mit demokratischem Interesse im nächsten Jahr besonders dafür sorgen sollte, dass die Wahlbeteiligung endlich steigt. Das ist ja nicht nur ein Uni-Problem. Auch auf der Bundesebene sinkt die Wahlbeteiligung mehr und mehr — was für eine Demokratie höchst bedenklich und gefährlich ist. Aber da müssen alle dran arbeiten.

    Was die Uni-Wahlbeteiligung angeht: Ich hatte eigentlich angenommen, dass sie dieses Jahr steigen würde — durch die Allgegenwart von Facebook und der Onlinepräsenz der Gruppen und Kandidaten dort sowie durch die wesentlich bessere Positionierung der Wahlurnen hatte ich fest damit gerechnet. Dass sie stattdessen erneut gesunken ist, ist sehr bedauerlich.

    Fakt ist aber auch, dass der Bildungsstreik genausowenig die Meinung ALLER Studierenden ausgedrückt hat. Auch dies war nur eine recht kleine Truppe.

    Und ja, sie haben etwas erreicht; manches von dem war für die kommenden bzw. nun inkraft getretenen neuen Studienordnungen aber auch schon so vorgesehen.
    Andererseits ist es aber auch falsch und unfair zu sagen, dass das Stupa so gut wie keine Einflussmöglichkeit hat.

    Aber ja, auch hier wieder prinzipiell die Zustimmung: Es muss noch mehr Einflussmöglichkeiten bekommen.

    Dennoch kann das kein Grund sein, nicht wählen zu gehen.

  7. Redaktion

    An Sebastian Richter – laut Wahlordnung §4 (3) vom 5.März 2007 heißt es:
    „Die ersten sieben Sitze des Studierendenparlaments werden zunächst den Kandidierenden zugeteilt, die die meisten Stimmen erhalten haben (Direktmandate).“

  8. „Was die Uni-Wahlbeteiligung angeht: Ich hatte eigentlich angenommen, dass sie dieses Jahr steigen würde — durch die Allgegenwart von Facebook und der Onlinepräsenz der Gruppen und Kandidaten dort sowie durch die wesentlich bessere Positionierung der Wahlurnen hatte ich fest damit gerechnet. Dass sie stattdessen erneut gesunken ist, ist sehr bedauerlich.“

    Ich habe sogar von einigen Leuten gehört, sie hätten gar nichts von Wahlen mitbekommen. Wem nicht einmal auffällt, daß der Campus quasi mit Wahlplakaten tapeziert ist und eine gewisse Gruppe tagein tagaus vor der Mensa steht und Leute abfängt, der wird noch viel besser ausblenden können, was irgendwer im Facebook schreibt. Man muß zudem bedenken, daß sehr unterschiedliche Gewohnheiten im Umgang mit Social Networks und dem Internet allgemein bestehen. Während einige dieses Medium intensiv nutzen, um sich zu informieren, schauen einige nur kurz nach persönlichen Nachrichten und sind dann gleich wieder weg.

    Ebenso häufig ist mir allerdings untergekommen, dass Leute die Wahlen zwar registriert haben, aber jedes Mal an der Urne vorbeiliefen mit der Einstellung „Ich gehe morgen wählen.“, bis es dann zu spät war. Gegen diese Art von Nichtwählern hilft keine Positionierung der Wahlurnen und keine Präsenz in welcher Form auch immer.

  9. Hmm, gute Argumente.

    Dennoch müssen wir alle mal überlegen, wie man dem entgegentreten kann.
    Schließlich gehen auch nicht nur 6 % der Studenten zur Bundestagswahl.

  10. Pingback: Koalitionsvertrag des AStA 2011/12 | die unabhängigen

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