Forschungsprojekte an der Bergischen Universität

Lehre und Forschung sind zwei Säulen einer Universität. Gerade in den heutigen Zeiten der Bachelor/Master-Studiengänge ist es für Studierende allerdings schwierig geworden, sich außerhalb vom eigenen Lehrplan zu orientieren und sich mit aktuellen Forschungsprojekten an der eigenen Uni zu beschäftigen. Nachfolgend werden drei zufällig ausgewählte Projekte vorgestellt, die zeigen, dass ein Blick über den Tellerrand durchaus lohnenswert und interessant sein kann.

Capsaicinoide, ungleiche Kindheiten und Überwachungssysteme

Zum Auftakt sei ein Beispiel aus der Lebensmittelchemie genannt, welche sich unter anderem mit Capsaicinoiden beschäftigt. Capsaicinoide sind die Stoffe, die Paprika und Chilis ihre Schärfe geben. Hier werden sowohl das Entstehen (Biosynthese), als auch das Verhalten und Verteilen dieser Capsaicinoide in Paprika und Chilis untersucht. Im Zuge dieser Forschung wurden auch Personen für Testreihen zu Schärfegraden von Chilis gesucht. Wer also gerne Testesser werden möchte, sollte sich diese Arbeit genauer anschauen.

Das nächste Beispiel ist ein Gemeinschaftsprojekt der Geographie und der Soziologie. Das Thema: Kindheiten in Wuppertal. Vor dem Hintergrund einer zunehmenden Ungleichheit von Kindheiten wird hier der Einfluss von sozialen Räumen auf diese Divergenz untersucht. Personen, besonders aber auch angehenden Lehrerinnen und Lehrer, die sich für die Stadt Wuppertal interessieren, sei diese Forschung ans Herz gelegt.

Dass Forschungsprojekte nicht immer unkritisch zu betrachten sind, zeigt das Beispiel INDECT. INDECT ist ein von der EU gefördertes Projekt zur Entwicklung von Sicherheits- und Überwachungssystemen, welches unter Einbeziehung verschiedenster Daten abweichendes Handeln automatisch erkennen und kriminelle Handlungen vorbeugen soll. Unter den mitwirkenden Partnern findet sich auch die Bergische Universität. Datenschützer und Bürgerrechtsorganisationen kritisieren die Forschung und das hiesige Studierendenparlament forderte Ende 2009 sogar die Einstellung der Beteiligung der BUW. Trotz allem ist die Universität weiterhin Partner des Projektes.

Abseits dieser Beispiele gibt es noch viele andere interessante Projekte. Weiterführende Links finden sich am Ende des Artikels. Zudem lohnt ein Besuch der Webseiten der Fachbereiche, welche Informationen zu aktuellen und vergangenen Forschungen bereithalten. »hs«

Weiterführende Links

  • Forschung an der BUW: Link
  • Forschungsmagazin: Link
  • Forschung Lebensmittelchemie: Link
  • Forschung Kindheiten: Link
  • INDECT: Link
  • Projektdatenbank der BUW: Link

Erstveröffentlichung des Artikels in der Printausgabe 02-2013, erschienen im Juli 2013.

Anzeige:

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.