Heller, bunter und veganer – die neue Uni-Mensa am Campus Grifflenberg

Der Campus Grifflenberg wirkt wie verlassen. Abseits einiger Uni-Mitarbeiter/-innen lassen sich bestenfalls wenige Studierende auf dem Weg zur Uni-Bibliothek oder zum Labor antreffen. Hinter den Kulissen passiert hingegen viel: Das Hochschul-Sozialwerk Wuppertal nutzt die Zeit zum Umbau der Hauptmensa.

Der Umbau beinhaltet nicht nur eine Neugestaltung der Bereiche zur Aus- und Rückgabe von Speisen, sondern auch eine umfassende Modernisierung der Küche, wie Fritz Berger, Geschäftsführer des Hochschul-Sozialwerkes (HSW) ausführt: „Die vorhandenen Geräte sind zum Teil über 20 Jahre alt und werden nun vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW durch neue und energetisch effizientere ersetzt. Mit dem Umbau werden zugleich die Voraussetzungen für das neugestaltete Mensa-Angebot geschaffen, was einerseits mehr frisch vor Ort zubereitete Speisen enthalten wird und andererseits veganer werden soll.“

Die Fenster erlauben einen Blick „backstage“ in die Küche © mw

Die für Gäste zugänglichen Mensa-Bereiche wurden unter Mitwirkung der Wuppertaler Innenarchitektin Brigitte Schöpf neu konzipiert. Sie wirken auf den ersten Blick heller und durch die neue Wandgestaltung auch wesentlich bunter als früher. „Zudem können Gäste der Mensa nun einen Blick ‚Backstage‘ durch die Fenster zur Küche erhaschen und sehen, wie ihre Mahlzeiten frisch zubereitet werden“, so Berger.

Uni-Mensa wird mehr vegetarische und vegane Mahlzeiten anbieten

Vieles wird sich auch auf den Tellern verändern, wie Berger erläutert: „Unsere Gäste haben ein anderes Ernährungsbewusstsein, wodurch die Nachfrage nach vegetarischen und veganen Mahlzeiten gestiegen sind. Dem tragen wir nun Rechnung und werden ein breiteres und abwechslungsreicheres Angebot präsentieren.“

Der ehemalige Aktions-Corner wird zum neuen Grill-Wok-Bereich © mw

Das schlägt sich bereits in der Auswahl der drei Mensa-Menüs nieder. Diese lauten in Zukunft:

  • Menü „Klassik“ mit Fleisch oder Fisch,
  • Menü „Vegetarisch“ und
  • Menü „Vegan“.

Ergänzt werden die Menüs durch Zusatzangebote, etwa der Pasta-Theke oder dem Grill-Wok-Bereich, die beide fleischhaltige und vegetarisch/vegane Mahlzeiten anbieten werden. Auch die Salattheke wird modernisiert: Salate werden nicht mehr nach Gramm, sondern Pauschal je Salatschüssel abgerechnet. „Egal, wie viel sie in die Salatschüssel füllen, sie zahlen an der Kasse einen Preis“, so Berger.

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Verschiedene Preise für Studierende, Mitarbeiter/-innen und Gäste bei allen Speiseangeboten

Eine weitere Neuerung ist das künftige Preiskonzept der Mensa. „Studierende, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität sowie Gäste werden bei allen unseren Angeboten einen individuellen Preis zahlen“, führt Sandra Neumann, Abteilungsleitung „Mensen und Cafeterien“, aus. Bislang galt das dreistufige Preismodell lediglich bei den Menü-Mahlzeiten. Dazu Berger: „Eine Ausdehnung der Preisstaffelung ist sozial gerechter, gerade für Studierende, die nun auf all unsere Mensa-Angebote, also auch Wok-, Grill-, Pastagerichte und Salate, einen niedrigeren Preis zahlen.“

So müssen Studierende etwa beim veganen Wok nur noch 2,90 Euro pro Portion zahlen, Mitarbeiter/-innen der Universität 4,20 Euro und Gäste 5,50 Euro.

Das Mensaangebot wird in Zukunft vegetarischer und veganer werden © mw

Kleinere Portionen gegen Lebensmittelverschwendung

Die Menüs „Klassik“, „Vegetarisch“ und „Vegan“ werden zudem kleiner, was laut Sandra Neumann einen einfachen Grund hat: „Wir sehen oft an der Speisenrückgabe, dass insbesondere bei den Beilagen etwas übrigbleibt. Unsere Gäste geben uns auch die Rückmeldung, dass sie die Portionen unserer Menü-Mahlzeiten als zu groß empfinden. Deshalb wird es künftig bei den Menüs je eine Beilage weniger geben, was sich bei den Studierenden auch auf einen zehn Cent günstigeren Preis niederschlagen wird.“ Zugleich senkt das HSW den Preis für eine Extra-Beilage, „falls der Hunger doch größer ist.“ Für Berger und Neumann sei dies zudem ein Schritt gegen die Verschwendung von Lebensmitteln.

Mit der gleichen Absicht ändere sich auch das Angebot des Grill-Wok-Bereichs und der Pasta-Theke, wie Berger ergänzt: „Während die Menüs weiterhin täglich variieren werden, bleiben die Angebote an den Theken eine Woche bestehen. Die dort bislang täglich wechselnden Mahlzeiten führten in der Vergangenheit dazu, dass wir viele Produkte wegwerfen mussten. Das möchten wir in Zukunft vermeiden.“

Öffnung der Mensa ab Herbst 2021?

Derzeit ist am Campus Grifflenberg die Cafeteria im Gebäude ME geöffnet, die ihre Mahlzeiten – in umweltfreundlichen Behältnissen – zum Mitnehmen anbietet. Sollte es die Lage zulassen, könnten laut Berger nach und nach weitere Einrichtungen, auch am Haspel oder Freudenberg, öffnen: „Sofern es die jeweiligen Coronaschutzverordnungen zulassen, sind Modelle, wie unser bereits erprobtes ‚Book-a-Mensa‘, denkbar.“

Öffnung der Mensa ab Herbst 2021? © mw

Von einer breiten Öffnung, die auch die Hauptmensa am Campus Grifflenberg beinhaltet, geht er erst ab Herbst 2021 aus. „Dann können unsere Studierenden auch endlich die umgestalteten Bereiche der Mensa erkunden und unsere neuen Angebote ausprobieren“, freuen sich Berger und Neumann. »mw«

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