„Wir lehnen die Verwendung von KI-generierten Inhalten zur Bewerbung von Veranstaltungen ab. Gründe hierfür sind die bekannten Problematiken hinsichtlich des Urheberrechts, der hohe Energie- und Wasserverbrauch von KI-Modellen sowie die sozio-ökonomische Ausbeutung der Arbeiter:innen, die die Modelle trainieren“, erklären die Studierendenvertreter:innen der Uni Wuppertal. Diese kritisieren zudem, dass das KI-Training auf Werke von Designer:innen und Künstler:innen zurückgreife, die an den kommerziellen Geschäftsmodellen der Anbieter nicht oder nur unzureichend beteiligt seien.
Wie akut diese Urheberrechtsfragen sind, zeigt ein aktueller Fall: Jüngst haben der Hamburger Carlsen Verlag zusammen mit Marc-Uwe Kling und der Illustratorin Astrid Henn Klage gegen OpenAI wegen Urheberrechtsverletzung eingereicht. Der Vorwurf lautet, dass das Unternehmen Klings „NEINhorn“ zu Trainingszwecken genutzt hat.
AStA-Beschluss: Verbot von KI-generierter Werbung
Auf einer Plenumssitzung hat der Allgemeine Studierendenausschuss Mitte August ein Verbot von KI-generierter Werbung auf der AStA-Ebene (Campus Grifflenberg, Gebäude ME, Ebene 04) beschlossen. „Das Verbot soll zunächst dadurch umgesetzt werden, dass auf klassische Marker von KI-generierten Inhalten geachtet wird. Natürlich ist uns bewusst, dass dies nicht immer einfach ist und sich solche Erkennungszeichen ändern können“, so die AStA-Vertreter:innen, die darauf setzen, dass ihnen die neuen Richtlinien der KI-Verordnung der Europäischen Union eine Prüfung in Zukunft erleichtern werden. „Bis dahin haben wir uns darauf verständigt, dass wir uns vorbehalten, bei dem Verdacht auf KI-generierte Werbung bei den Ersteller:innen nachzufragen und dann zu entscheiden.“
„KI-Slop“-Verbot mit symbolischer Wirkung
Die im AStA engagierten Studierenden räumen ein, dass sich KI-Inhalte nicht vollständig vermeiden ließen, „da diese vielfach in bestehende Design-Tools integriert wurden und nur schwer zu umgehen sind.“ Doch ist es ihnen wichtig, deutlich zu machen, „dass das beschlossene Verbot einerseits einen Schritt darstellt, um KI-Slop von der AStA-Ebene fernzuhalten, und andererseits eine Maßnahme mit symbolischer Wirkung“ ist. »mw«

