Möbeltausch am Wohnheim: Das ist die Idee hinter „StuFF“ an der „Neuen Burse“ am Campus Grifflenberg

Mit dem Wintersemester kommen zu den neuen Studierenden auch die Umzugswagen an die Uni-Wohnheime. Nicht alle Möbel und Elektrogeräte, die beim Auszug noch brauchbar sind, werden auch mitgenommen. Damit sie nicht auf dem Müll laden, sondern neue Bewohner:innen sich über sie freuen können, haben Magdalena Schmitz und Shima Kashani den Tauschraum initiiert.

Shima Kashani und Magdalena Schmitz stellen "StuFF" vor - Foto: Amine Janati

Die dahinterstehende Idee haben die beiden Studentinnen bereits Ende 2023 erprobt. Im Rahmen ihres Master-Studiengangs „Public Interest Design“ organisierten sie am Studierendenwohnheim „Neue Burse“ eine Möbeltauschparty (blickfeld berichtete). „In Kooperation mit dem Studierendenwerk haben wir nun die Möglichkeit, eine dauerhafte Anlaufstelle zum Möbeltausch zu schaffen“, führen die beiden Studentinnen aus, die zuvor im Rahmen einer Online-Umfrage den Bedarf und die Wünsche ihrer Kommiliton:innen ermittelt haben.

„Big StuFF“ und „Small StuFF“ für Möbel, Elektrogeräte und kleinere Alltagshelfer

Unter dem Namen „StuFF – Students Find Furniture“ wurde am 1. September 2025 der Tauschraum beziehungsweise wurden die Tauschräume eröffnet – denn es gibt zwei:

  • Im „Big StuFF“ werden größere Möbel wie Schränke, Tische oder Stühle und
  • im „Small StuFF“ kleinere Alltagshelfer, Elektrogeräte und Dekorationsartikel getauscht.

„Die beiden Räume bieten Schutz vor Witterung, sind abschließbar und werden von einem Wohnheim-Tutor verwaltet, der den Zugang regelt und dafür sorgt, dass sie ordentlich bleiben“, führt Shima Kashani aus. Magdalena Schmitz ergänzt, dass es für die Nutzer:innen der Räume zudem ein kleines Regelwerk gibt: „In diesem wird beispielsweise ausgeführt, was in die Tauschräume gebracht werden kann und was nicht. So sind etwa Lebensmittel ausgeschlossen.“

Ein kleines Regelwerk zeigt, was (nicht) in die Tauschräume gehört – Foto: Amine Janati

„StuFF“ als Vorbild für andere Studierendenwerke und weitere Einrichtungen

Zur Eröffnung kamen rund 50 Gäste und tauschfreudige Bewohner:innen. „Am ersten Tag wechselten bereits 16 Möbel und 38 kleinere Gegenstände die Besitzer:innen“, berichtet Kashani begeistert, denn „die Student:innen können sich nun nicht nur über kostenlose Möbel und Gegenstände für ihre Apartments freuen. Sie verhindern aktiv im Sinne von Nachhaltigkeit und Umweltschutz, dass diese im Müll landen.“

Die beiden Studentinnen sehen in „StuFF“, das zudem Teil ihrer Master-Abschlussarbeit ist, eine Blaupause für andere Studierendenwerke und Institutionen, wie Magdalena Schmitz ausführt: „Wir erstellen parallel ein Praxishandbuch, das den Aufbau eines Möbeltausch-Angebots dokumentiert, so dass andere Einrichtungen dieses Konzept nachahmen können.“

Die ersten Tauschmöbel und ihre neuen Besitzer:innen – Foto: Hamid Baziyan

Am Wohnheim ist zu den Tauschräumen noch eine weitere Neuerung geplant: So soll es einen Werkzeugverleih geben. „Dahinter steht das Konzept der Sharing Economy, denn nicht alle müssen alles besitzen, gerade wenn sie es nur gelegentlich brauchen“, so die Studentinnen. »mw«

„StuFF – Students Find Furniture“

  • Ort: Wohnheim „Neue Burse“ (Parkboxen unter Haus 14), Max-Horkheimer-Str. 14, 42119 Wuppertal
  • Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 9 bis 19 Uhr (Stand: 25. September 2025)
  • Kontakt: Amine Janati Idrissi (Wohnheims-Tutor; moebeltausch (at) hsw.uni-wuppertal.de)
  • Weitere Informationen: hochschul-sozialwerk-wuppertal.de
    (Das Angebot richtet sich an Bewohner:innen der Wohnheime)
(v.l.) Magdalena Schmitz, Amine Janati Idrissi und Shima Kashani – Foto: Hamid Baziyan

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