„Nacht der Technik“: Backstage am Campus der Bergischen Uni

Es war eine Premiere für das Bergische Städtedreieck. Während der ersten „Nacht der Technik“ luden Global Player, junge Unternehmen, Rettungsdienste und Feuerwehren sowie Mobilitätsdienstleister und Industrietechniker junge Menschen und Interessierte ein, hinter die Kulissen zu blicken. Auch die Bergische Universität öffnete unter anderem ihr Hochspannungslabor und die Werkstatt des Green Lion Racing Teams.

Die Teilnehmenden der Eröffnungsveranstaltung der „Nacht der Technik“ - Foto: UniService Third Mission

Am Campus Grifflenberg der Wuppertaler Universität wurde die „Nacht der Technik“ eröffnet. Über 70 Gäste kamen der Einladung nach und wurden von Dr.-Ing. Marco Kuhlmeier, Vorstandsmitglied im VDI Bergischer Bezirksverein, begrüßt, der insbesondere den teilnehmenden Unternehmen und Institutionen dankte: „Viele haben Extraschichten übernommen, um der breiten Öffentlichkeit umfangreiche Einblicke in ihre Betriebe und ihre Arbeit zu geben.“ Dr.-Ing. Bernhard Thies, Vorsitzender des VDE Bergisch Land Südwestfalen, ergänzte: „Die ‚Nacht der Technik‘ ist eine Chance, junge Menschen für Technik zu begeistern.“ Der Bergischen Universität gelingt dies: In den Studiengängen für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (kurz: MINT) sind laut Uni-Kanzlerin Dr. Ursula Löffler derzeit etwa 7.700 Studierende eingeschrieben, die von rund 130 Professor:innen betreut werden.

Praxisbeispiele aus Elektrotechnik und Maschinenbau

Im Fachbereich Elektrotechnik zeigte der Lehrstuhl für Elektrische Energieversorgungstechnik vor Publikum in seinem Hochspannungslabor, wie sehr hohe Spannungen erzeugt werden können – und wann Isolatoren krachend an ihre Grenzen stoßen. In dem Labor können beispielsweise verschiedene Hochspannungs- und Hochstromprüfungen sowie Teilentladungs- und weitere Messungen durchgeführt werden.

Das Green Lion Racing Team zeigte seinen aktuellen E-Rennwagen – Foto: mw

In der Werkstatt des Fachbereichs Maschinenbau wartete das Formula Student-Team Green Lion Racing mit seinem selbst entwickelten Elektro-Rennwagen. Das von Studierenden organisierte und durch die Universität sowie lokale Unternehmen unterstützte Team nimmt regelmäßig an (internationalen) Wettbewerben teil. In diesen zählen nicht nur rennfahrerisches Geschick, sondern insbesondere die Konstruktion sowie der wirtschaftliche Bereich, der etwa die Entwicklung eines Geschäftskonzepts erfordert. Zu den jüngsten Entwicklungsdurchbrüchen des Teams gehören eine erheblich leichtere Batterie sowie die Umsetzung eines Radnabenantriebs.

Offene Labore und Werkstätten mit spannenden Forschungsprojekten

Im Foyer des Gebäudes K luden darüber hinaus zahlreiche Stationen zum Entdecken und Ausprobieren ein. Durch eine VR-Brille konnte die Teilchendetektoranlage der Astroteilchenphysik in Argentinien besichtigt werden. Mithilfe des Computerspiels „Hütehund und Schafe“ erklärte die Fachgruppe Mathematik mathematische Modelle zu Schwarmverhalten und Meinungsbildung. Die Chancen der Digitalisierung für das Handwerk präsentierte das Institute for Technologies and Management of Digital Transformation (TMDT) mit dem Projekt IoT4H. Das gleichnamige Portal informiert über Technologien sowie deren Anwendungsfälle im Handwerk. Im Bereich der Gaußstraße stellten Feuerwehr, Technisches Hilfswerk (THW) und die Johanniter-Unfall-Hilfe ihren Fuhrpark aus und erläuterten die Möglichkeiten eines Engagements.

Feuerwehr, Technisches Hilfswerk (THW) und die Johanniter-Unfall-Hilfe präsentierten sich auf dem Campus – Foto: mw

„Die ‚Nacht der Technik‘ ist ein Gewinn für das gesamte Bergische Städtedreieck“, zieht Marco Kuhlmeier als Fazit und formuliert als Ausblick für die Zukunft: „Unser nächstes Ziel ist es, aus der Premiere eine Tradition zu formen, wie sie anderenorts bereits existiert – mit noch mehr Unternehmen, die ihre Tore für die Menschen in unserer Region und darüber hinaus öffnen.“ »mw«

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