Neukonzeption: So sieht die Zukunft des Architektur-Studiums an der Bergischen Universität Wuppertal aus

Jeweils einen neuen Bachelor- und Masterstudiengang Architektur soll es ab dem Wintersemester 2028/29 an der Bergischen Universität geben. Das ist das Ergebnis einer Arbeitsgruppe innerhalb der Fakultät 5 (Architektur und Bauingenieurwesen). Die Universitätsleitung hat blickfeld einen Einblick in die Neukonzeption der Architekturstudiengänge gegeben, wie sie am Mittwoch auch vom Fakultätsrat einstimmig verabschiedet wurde.

Die Neuausrichtung der Architektur-Studiengänge geht mit Einsparungen einher, von denen grundsätzlich alle Fakultäten der Bergischen Universität betroffen sind. Diese sind aufgrund der vom Landtag NRW beschlossenen Kürzungen bei der Grundfinanzierung der Hochschulen im Umfang von 120 Millionen Euro (blickfeld berichtete) notwendig geworden.

In der Fachrichtung Architektur führt dies zu einer Reduzierung der Professuren von 11,5 auf sechs, schrittweise realisiert durch Nicht-Wiederbesetzungen. Kompensiert werden sollen diese teilweise innerhalb der Fakultät 5 bzw. durch eine Zusammenarbeit mit dem Bauingenieurwesen, einer Kooperation mit der Fakultät 8 „Design und Kunst“ sowie einer Stiftungsprofessur. Dies ist zugleich die Grundlage für mehr geplante Interdisziplinarität der Studiengänge.

Kooperation auch mit Public Interest Design

Im Konzeptentwurf für den Bachelor soll beispielsweise der baugeschichtsbezogene Studien-Teil durch Kunsthistoriker:innen der Fakultät 8 übernommen werden. Im Master ist im Rahmen vier möglicher (Wahl-)Schwerpunkte eine Kooperation mit dem Studiengang Public Interest Design vorgesehen. Lehrbereiche, wie Mobilität oder digitales Bauen, werden zukünftig durch die Fachgruppe Bauingenieurwesen umgesetzt.

Die neuen Architekturstudiengänge werden zugleich nicht nur konsekutiv, also fachlich aufeinander abgestimmt, sondern auch weiterhin kammerfähig bleiben, wodurch gewährleistet ist, dass zukünftige Absolvent:innen die volle Berufsanerkennung als Architekt:innen erreichen.

Studierende, die jetzt in einem Architektur-Studiengang eingeschrieben sind oder sich vor dem Wintersemester 2028/2029 einschreiben, sollen – so die Universitätsleitung – ihr Studium mit entsprechenden Übergangsfristen ohne Einschränkungen absolvieren können. Zugleich stehe ihnen später auch eine Umschreibung in einen der neuen Studiengänge offen.

Einstimmiger Beschluss zur Neuausrichtung der Architektur-Studiengänge

Uni-Rektorin Prof. Dr. Birgitta Wolff erklärt zur Neuausrichtung der Architektur-Studiengänge: „In den letzten Wochen hat eine Arbeitsgruppe mit Mitgliedern aus der Architektur und dem Bauingenieurwesen alle vorliegenden Ideen in ein inhaltsstarkes und zukunftsfähiges Konzept zusammengeführt. Das neue Studiengangskonzept passt perfekt zum Profil der Fakultät und der Uni. Und es passt zu den verfügbaren Ressourcen. Allen Mitwirkenden danke ich herzlichst.“

Der zuständige Fakultätsrat hat auf seiner Sitzung am Mittwoch, 25. März 2026, die Neuausrichtung der Architektur-Studiengänge einstimmig beschlossen. »mw«

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