Online-Symposium: „Agency, Community, Kinship – Representations of Migration Beyond Victimhood“

Die AG „Erzählforschung“ des Wuppertaler Zentrums für Erzählforschung (ZEF) veranstaltet vom 23. bis 24. Februar 2022 ein internationales und interdisziplinäres Online-Symposium zum Thema „Agency, Community, Kinship – Representations of Migration Beyond Victimhood“.

Vortragende aus 14 Ländern aus den Bereichen Literatur- und Kulturwissenschaften, Kommunikation & Medien, Politikwissenschaften, Soziologie, Kriminologie und Rechtswissenschaften befassen sich mit der Frage, wie Migrant:innen, Asylbewerber:innen und geflüchtete Menschen ihre Handlungsfähigkeit geltend machen, und welche Rolle Gemeinschaft, Verwandtschaft und Verbundenheit dabei spielen.

Erzählungen von und über Migration über die Grenzen der Literaturwissenschaft hinaus

Ziel des Symposiums ist es, die oft einseitige Darstellung von Migrant:innen als anonyme Masse passiver Opfer zu hinterfragen und aufzuzeigen, durch welche Strategien Migrant:innen ihre Wirkungsmacht im Angesicht zunehmender Militarisierung von Grenzzonen und anderen Abschreckungsmaßnahmen des Globalen Nordens ausüben. Eine tragende Rolle spielt dabei die Frage nach Erzählungen von und über Migration auch über die Grenzen der Literaturwissenschaft hinaus:

  • Wie wird Migration in Politik und Medien „erzählt“?
  • Welche Rolle spielen narrative Repräsentationen und Erzählstrategien in wissenschaftlichen Interviews, in der Gesetzgebung oder bei Zeug:innenaussagen in Asyl-Anerkennungsverfahren?
  • Auf welche Weise navigieren (und negieren) Migrant:innen auferlegte Erzählmuster und Erwartungen und kreieren somit neue, subversive Erzählungen?
  • Welche Formen imaginierter, performativer und materieller Gemeinschafts- und Verwandtschaftsbeziehungen sowie menschlicher Verbundenheit werden dabei erlebt und erzählt?

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25 wissenschaftliche Vorträge und Vorführung des Kurzfilms On the Move

In 25 wissenschaftlichen Vorträgen werden diese Fragestellungen aus interdisziplinärer Perspektive und in verschiedenen geographischen, sozialen, politischen und kulturellen Kontexten beleuchtet. Darüber hinaus ist auch die Vorführung des Kurzfilms On the Move und eine Diskussionsrunde mit der Regisseurin Yasemin Karsli Teil des Programms. Die Organisatorinnen des Symposiums, Lea Espinoza Garrido, Dr. Carolin Gebauer und Julia Wewior, die als Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen in der Anglistik/Amerikanistik der Bergischen Universität Wuppertal tätig sind, freuen sich auf zwei spannende und produktive Konferenztage.

Die Konferenz ist offen für alle Interessierten und es fällt keine Konferenzgebühr an. Die Konferenzsprache ist Englisch. Um Registrierung wird gebeten unter: tinyurl.com/2p8z2hwz »red«

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