Feucht-fröhliche Party in Wohnheims-Kneipe endete mit Polizeieinsatz

Polizeieinsatz am Wohnheim "Neue Burse"

Polizeieinsatz am Wohnheim „Neue Burse“

19. September, 3:45h nachts – Polizeieinsatz an der Max-Horkheimer-Straße: Schlägerei zwischen mehreren, teilweise betrunkenen Beteiligten. Das Ergebnis: fünf verletzte Personen, eine davon schwer, und vier vorläufige Festnahmen. Die Kriminalpolizei ermittelt. Die Hintergründe der Tat sind offen. Laut einem Schreiben der Hochschulleitung sollen u.a. Mitglieder des amtierenden Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) zu den Geschädigten gehören. Die Identität der Angreifer ist der Öffentlichkeit nicht bekannt.

Derzeit untersucht das Kriminalkommissariat 35, zuständig für regionale Kriminalitätsbekämpfung, den Vorfall. Ermittelt wird wegen gefährlicher Körperverletzung nach § 224 Strafgesetzbuch (StGB), „da bei der Ausübung der Tat mehrere gemeinschaftlich agierten“. Die Hintergründe werden derzeit festgestellt, die Tatbeteiligten demnächst befragt – teilte die Wuppertaler Polizei der blickfeld-Redaktion auf Nachfrage mit.

Hochschulleitung bezieht Stellung zum Vorfall

Uni-Rektor Lambert T. Koch zeigte sich laut einem kürzlich versendeten Schreiben an die StuPa- und AStA-Mitglieder „entsetzt über die körperlichen Angriffe auf Mitglieder des AStA-Vorstands, des Schlichtungsrats und des Wahlausschusses“ an den Räumlichkeiten des „Odeons“.

Eine „Gruppe von Wohnheimtutoren der berühmt-berüchtigten gleichnamigen Studentenkneipe“* stellt aktuell den hiesigen AStA. Ihre Hochschulgruppe „Odeon/Campusbash“ ist im Studierendenparlament die größte Fraktion und besetzt zudem zahlreiche Ämter in der Studierendenschaft. Das „Odeon“ im Wohnheim „Neue Burse“ ist alle zwei Wochen donnerstags geöffnet, erfreut sich einer großen Beliebtheit und ist stets gut besucht.

Keine Anhaltspunkte auf eine politisch motivierte Straftat

Weiter wirft die Hochschulleitung im Schreiben die Frage auf, „in welchem Zusammenhang diese (Angriffe – Anm. d. Red.) ggf. mit den aktuellen Auseinandersetzungen innerhalb der verfassten Studierendenschaft stehen“, ob womöglich ein politischer Hintergrund existiert. Man wartet die polizeilichen Ermittlungen ab. Von Seiten der Polizei heißt es dazu: „Derzeit liegen keine Anhaltspunkte vor, die auf eine politisch motivierte Straftat schließen lassen.“

Vor diesem Hintergrund fragte blickfeld nach. Laut Johannes Bunsch, Leiter der Universitätskommunikation, „drängt sich natürlich angesichts des Zeitpunkts des Angriffs sowie des angegriffenen Personenkreises die naheliegende Frage auf, ob ein Zusammenhang mit der aktuellen politischen Auseinandersetzung in der verfassten Studierendenschaft besteht. Aus Sicht der Hochschulleitung muss dies nicht der Fall sein, aber uns liegen derzeit auch keine Erkenntnisse vor, die Grund gäben, solche Überlegungen von vornherein auszuschließen.“

Täter unbekannt, Motiv unbekannt, die polizeilichen Ermittlungen gehen derzeit in eine andere Richtung – auf welcher Grundlage agiert demnach die Hochschulleitung? »red«

* Selbstdarstellung der Hochschulgruppe „Odeon / Campusbash“ in der Wahlzeitung zur StuPa-Wahl 2013

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Ein Kommentar zu Schlägerei am „Odeon“

  1. Jojo sagt:

    Passt absolut in das Bild der Stadt. Asozial.

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