Semesterbeitrag steigt um 17,50 Euro

AStA und Hochschul-Sozialwerk erhöhen ihre Beiträge um 2,50 Euro bzw. 15,00 Euro

Zum kommenden Wintersemester werden fast 290 Euro für den Semesterbeitrag fällig – und das obwohl der Beitrag schon zum Sommersemester erhöht wurde: Auf das Ticket wurden rund acht Euro aufgeschlagen, der AStA-Beitrag erhöhte sich um 50 Cent. Am Ticketpreis ändert sich zum Wintersemester nichts mehr. Der AStA legt noch einmal 2,50 Euro drauf. Den größten Preissprung macht das Hochschul-Sozialwerk (HSW): Nachdem sich der Sozialbeitrag seit dem Wintersemester 2012/13 auf 74 Euro belaufen hat, steigt er zum Wintersemester 2016 um 15 Euro auf 89 Euro.

Hochschul-Sozialwerk plant „größere Investitionen“

Fritz Berger, HSW-Geschäftsführer, zählt als Grund der Beitragserhöhung eine Reihe von Baumaßnahmen auf:

  • Sanierung der Wohnheime an der Albert-Einstein-Straße, die „246 Wohnplätze wieder attraktiv“ machen sollen – Kostenpunkt: ca. 2,3 Millionen Euro
  • Investition in die neue Mensa am Campus Haspel, die „voraussichtlich im September eröffnet wird“ – Kostenpunkt: rund 400.000 Euro
  • Planung eines weiteren Wohnheimprojektes mit rund 132 Plätzen, die neben Zuschüssen und günstigen Darlehen auch auf den Einsatz von Eigenmitteln angewiesen sei.
  • Erweiterung des Hochschul-Kinderzentrums, in das „wenn es denn realisiert wird“ aus dem HSW-Etat „Sondermittel von rund 800.000 Euro fließen.“

Zudem benötige das Sozialwerk laut Berger angesichts steigender Studierendenzahlen „mehr Personal, um eine gute Betreuung und Versorgung zu gewährleisten.“ Hier steigen die Kosten zudem durch regelmäßige Tariferhöhungen. Im Ergebnis spricht Berger, unterstützt durch den HSW-Verwaltungsrat, dem auch studentische VertreterInnen angehören, von einer „spürbaren Verbesserung für Studierende.“ Zudem betont er, dass das HSW bislang mit 74 Euro „10 Euro unter dem Landesdurchschnitt“ lag und Wuppertal sich angesichts der Beitragsentwicklungen anderer Studierendenwerke bald wieder unter dem Schnitt befinden würde. Die derzeitige Spitze in NRW bildet das Akademische Förderungswerk in Bochum mit 105 Euro pro Semester.

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AStA Wuppertal nimmt derzeit weniger ein, als er braucht

Zwischen dem Wintersemester 2014/15 und 2015/16 sank der AStA-Beitrag von 13,50 Euro auf 12 Euro, um angehäufte Überschüsse im knapp sechsstelligen Bereich abzubauen. Laut des amtierenden AStA-Finanzreferenten Stephan Oltmanns (Freibeuter) sei dies auch geschehen: „Die Überschüsse des AStA betrugen Anfang dieses Haushaltsjahres noch ca. 96.000 Euro.“ Trotzdem brauche der AStA – nach der 50 Cent Erhöhung zum Sommersemester 2016 – weitere 2,50 Euro pro Semester. Der Grund: Der AStA gibt derzeit mehr Geld aus, als er einnimmt. Diese Kluft werde in diesem Haushalt noch durch den Überschuss getragen und dann im nächsten Haushalt durch die Beitragserhöhung finanziert. Dieser Finanzbedarf resultiere etwa aus der Einstellung neuen Personals durch die Vorgänger-ASten. Dauerhaft schlage sich dies in den Kosten nieder. Die detaillierten Hintergründe können im Protokoll der Studierendenparlamentssitzung vom 27. April 2016 nachgelesen werden.
Zugleich seien laut Oltmanns Einsparungen geplant, wie etwa die Optimierung des Kulturbetriebs, der kostendeckend und somit frei von Zuschüssen laufen soll. Auch bei Inventarausgaben oder Sponsoring von Fachschaften oder studentischen Initiativen wolle der AStA künftig einen strengeren Maßstab ansetzen. Abschließend sagt dieser: „Sollte sich der Haushalt infolgedessen stabilisieren und wieder weniger Einnahmen nötig werden, werden wir selbstverständlich den Beitrag entsprechend senken.“

Wer mehr über die Ausgaben des Hochschul-Sozialwerkes oder des Allgemeinen Studierendenausschusses erfahren möchte, kann einen Blick in die entsprechenden Dokumente werfen: Beim HSW z.B. in den jährlichen Geschäftsbericht und beim AStA in die gültigen Haushaltspläne. Für Rückfragen stehen beide Institutionen gerne zur Verfügung. »mw«

Entwicklung des Semesterbeitrages, speziell des Studenten- und Semesterbeitrag

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