Studierende unterstützen Studierende

Fachschaftsabteilungen und ihr Beitrag gegen eine anonymisierte Uni

Das Jahr 2012 ist vorüber. Neue Studierende wurden im Universitätsleben willkommen geheißen, Stundenpläne wurden erstellt, Prüfungsordnungen erläutert und Erstipartys veranstaltet. Im Dezember roch es in den Fluren der Bergischen Universität nach Glühwein, Keksen und Waffeln. Klänge weihnachtlicher Lieder stimmten auf die besinnliche Jahreszeit ein. Aber wer waren diese Vorweihnachtsboten, die mit Gebäck und warmen Getränken versorgten? Es waren überwiegend die Mitglieder verschiedener Fachschaftsabteilungen.

Zur Unterscheidung zwischen Fachschaft und Fachschaftsabteilung

Die immatrikulierten Studierenden eines Fachbereichs oder einer fachbereichsähnlichen Struktur bilden die jeweilige Fachschaft. In der Studierendenschaft der Bergischen Universität Wuppertal gibt es acht Fachschaften. Sie teilen sich auf in die Fachbereiche A bis G und den Bereich der School of Education. Entsprechend ihrer Satzungen können sich diese nach einem Fachgebiet oder Studiengang in Fachschaftsabteilungen untergliedern. Letztere sind Verwaltungseinheiten der jeweiligen Fachschaften, die mit den Lehrenden der jeweiligen Fachbereiche und dem Dekanat zusammenarbeiten. Durch die Fachschaftsrätekonferenz (FsRK) nehmen Fachschaftsabteilungsmitglieder auch an politischen Entscheidungen des AStA teil.

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Die Aufgaben der Fachschaftsabteilungen

Neben hochschulpolitischen Aufgaben nehmen sich die Fachschaftsabteilungen der BUW vieler anderer Angelegenheiten an. Viele Studierende sehen Fachschaftsmitglieder zum ersten Mal im Anschluss der Willkommensveranstaltung zu Anfang eines jeden Wintersemesters. Mit Schildern, welche das jeweilige Fach repräsentieren, sammeln sie die Erstis vor der Universitätshalle ein und begleiten diese durch die Welcome-Week. Sie begrüßen die neuen Studierenden, führen sie in die Welt von Prüfungsordnungen, Wusel und Moodle ein. Sie veranstalten Führungen und Uni-Rallyes, um die Erstsemester mit der Konzeption der Gebäude und deren Hörsälen vertraut zu machen. Das Semester schreitet voran, die Stundenpläne stehen fest und die Fragen werden weniger. Sportler-Partys, Sozi-Partys, Psycho-Partys, Geo-Partys und einige andere bringen Studierende verschiedenster Fächer zusammen und versüßen das Studentenleben an der Bergischen Universität. Zu Anfang des folgenden Semesters tauchen dann die nächsten Fragen auf. Unbekannte Begriffe wie Sammelmappe oder Hausarbeitskonzeption machen das Leben schwer. Die Mund-zu-Mund-Propaganda will nicht so recht weiterhelfen und die Sprechstunde des Dozenten, welcher auch nicht auf Emails antwortet, liegt immer Freitag nachmittags. Die Fachschaftsabteilungen haben sich u.a. zum Ziel gesetzt, auf individuelle Anliegen der Studierenden einzugehen. Beispielsweise werden oftmals Klausuren archiviert. So bietet sich nachfolgenden Studierenden die Möglichkeit zu einer präziseren Prüfungsvorbereitung. Die Abteilungen verstehen sich außerdem als Vermittler – manchmal als Übersetzter – zwischen der Studierendenschaft und der Uni und deren Dozenten. Zentrale Studienberatungen leisten wertvolle Arbeit, sind jedoch, verständlicherweise, bei fachspezifischen Anliegen oft überfragt und verweisen auf Fachpersonal. Aufgrund einer Überlastung der Dozenten durch enorme Studierendenzahlen in bestimmten Fachbereichen können nicht alle Belange durch eben jene beachtet werden. Hier treten die Fachschaftsabteilungen ein. Ihr Vorteil ist: Ihre Mitglieder sind selbst Studierende und durchlebten gleiche oder ähnliche Studiensituationen. Sie bieten weiter soziale Räume und dienen dem studentischen Austausch sowohl in fachlicher, als auch in privater Hinsicht.

Eine Einladung an alle Studierende

Studierenden bietet sich die Möglichkeit sich selbst zu engagieren. Die Fachschaftsabteilungen der BUW laden jeden herzlichst dazu ein. Eigene Kreativität und Ideen sind immer gerne gesehen. »murm«

Weitere Informationen unter: www.fachschaft.blickfeld-wuppertal.de

Erstveröffentlichung des Artikels in der Printausgabe 01-2013, erschienen im Januar 2013.

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