Studierendenkongress der Komparatistik widmet sich dem Spannungsfeld ‚Literatur und Zukunft‘

Am 27./28. Mai 2022 findet an der Bergischen Universität Wuppertal der Studierendenkongress der Komparatistik (SKK) statt. Er soll durch die Vernetzung von Menschen aus unterschiedlichsten Universitäten und Fachrichtungen den wissenschaftlichen Austausch fördern und die Synergien zwischen ihnen fruchtbar machen. Dieses Mal widmet sich der Kongress dem Spannungsfeld ‚Literatur und Zukunft‘.

„Diese Wahl begründet sich in der zeitlosen Vielfalt des Themenkomplexes bei zugleich aktueller inter- und transdisziplinärer Anschlussfähigkeit“, schreiben die Organisator:innen auf der Kongress-Homepage. Das damit verbundene Programm richtet sich an deutsch- und englischsprachige Bachelor- und Master-Studierende sowie Promovierende, die in der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft ihren Studiums-, Arbeits- oder Interessensschwerpunkt haben. „Weitere komparatistisch arbeitende Disziplinen sind selbstverständlich auch willkommen“, ergänzen die Verantwortlichen.

Studierendenkongress: Sechs Panels rund um das Thema Literatur & Zukunft

Organisiert wird der SKK von Wuppertaler Studierenden des Studiengangs Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft sowie Dozierenden der Bergischen Universität. „Wir freuen uns sehr, dass wir den diesjährigen Studienkongress der Komparatistik an unserer Universität organisieren dürfen und heißen alle Teilnehmer:innen herzlich willkommen!“, so das Organisationsteam des Studienkongresses.

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Das Kongressprogramm bietet zahlreiche Vorträge etwa zu den Themen „Konzepte von ‚Gender‘ im Laufe der Zeit“, „Vergangenheitsbewältigung und Zukunftsentwürfe in Phantastik und Science-Fiction“ und „Gedächtnis, Geschichte und Gegenwart als Wegbereiter für die Zukunft“.

„Cassandra-Syndrom“: Warum kommt es in unserer Geschichte immer wieder zu Katastrophen mit Ansagen?

„Eröffnet wird der Kongress mit einem Gastvortrag von Prof. Dr. Jürgen Wertheimer. Der Komparatist von der Eberhard Karls Universität Tübingen geht der Frage nach, warum es in unserer Geschichte immer wieder zu Katastrophen mit Ansagen kommt. ‚Sorry Cassandra‘, so der Titel der Keynote, nimmt Bezug auf die tragische Figur der griechischen Seherin Cassandra, der niemand Glauben schenkte, obwohl sie immer Recht behielt. Wertheimer findet in der Literatur und Kulturgeschichte zahlreiche Cassandras – die Spannweite reicht von der biblischen Prophetin Deborah bis hin zu Greta Thunberg u.v.m. – und stellt eine bittere Diagnose: ‚Cassandra-Syndrom‘. Das heißt: eine ‚verhängnisvolle Beziehung zwischen Wissen und systematischem Nichtwissenwollen‘. Sieht die Zukunft also düster aus? Nicht unbedingt: Es bleibt nur Wertheimers Vorschlag abzuwarten, ‚wie man den Fluch der Cassandra brechen könnte'“, führt Marco Maffeis, Mitorganisator des Kongresses aus.

Das vollständige Programm ist auf der Webseite des Studierendenkongress abrufbar.

Anmeldung zum Studierendenkongress der Komparatistik bis zum 22. April 2022

Um den Studierendenkongress der Komparatistik (SKK) bestmöglich zu planen, benötigen die Organisator:innen eine ungefähre Teilnehmer:innen-Anzahl. Sie bitten daher bei Interesse um eine Anmeldung per E-Mail mit dem Betreff „SKK 2022“ und den persönlichen Daten (Name, Universität und E-Mail-Adresse) an skk2022.buw@gmail.com bis zum 22. April 2022. Weitere Informationen hält die Webseite www.skk2022.de bereit. »mw«

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