Neue Kaffeepreise und HSW-Mehrwegbecher

Der Umwelt zuliebe:
Kaffee im To-Go-Becher ist teurer © mw

„Fair und umweltfreundlich Kaffee trinken: Zum günstigsten Preis (nur) im Mehrweg-Becher!“ schrieb das Hochschul-Sozialwerk Wuppertal (HSW) Anfang April in einer Pressemeldung. Da zuletzt in den HSW-eigenen Cafeterien „70% aller Kaffeeportionen aus Einweg-Bechern getrunken“ wurden, sahen die Verantwortlichen Handlungsbedarf.

Großer „Verlierer“ der Preisneugestaltung ist der To-Go-Becher: In ihm kostet der Kaffee nun 1,20 Euro. Günstiger ist es mit der HSW-Tasse für 90 Cent oder mit dem eigenen Mehrwegbecher für 70 Cent. Wer noch keinen hat, kann entweder beim HSW selbst, oder im UniShop jeweils einen Thermobecher erwerben.

„Für den ‚fair gehandelten Kaffee‘ in allen unseren Cafeterien ist das ein 3-fach fairer Preis – fair zum Produzenten, fair zur Umwelt und fair zu Ihnen – unseren Gästen“, fasst das Sozialwerk zusammen.

Plastiktüten in der Universitätsbibliothek und Einwegbesteck in den Cafeterien

Die HSW-Thermobecher © HSW

Auf Facebook begrüßten zahlreiche blickfeld-LeserInnen den Schritt des Sozialwerkes, kritisierten jedoch die Nutzung von Plastikgeschirr beispielsweise in der „Cafeteria Mathematik“, sowie die Herausgabe von Plastiktaschen durch die Universitätsbibliothek.

Das Sozialwerk schreibt zum Einweg-Geschirr: „Hier können wir, da diese Einrichtung aufgrund ihrer zentralen Lage stark frequentiert ist, aber gleichzeitig nur über wenig Sitzplätze verfügt, leider nicht ganz auf das Angebot von Take-Away-Produkten verzichten bzw. das damit verbundene Einweg-Geschirr nur wenig reduzieren.“

Dabei betont das HSW, dass Salate größtenteils in bepfandeten Glasschalen ausgegeben werden und darüber hinaus lediglich für die Sandwichboxen und das Pasta-Angebot Einweggeschirr verwendet wird.

Eigene Taschen statt Plastiktüten

Künftig keine Plastiktaschen in der Uni-Bibliothek? © mw

Von Seiten der Bibliotheksleitung heißt es: „Mit der faktischen Freigabe der Mitnahme von Taschen und Oberbekleidung im letzten Jahr hat die Ausgabe von Plastiktüten in der Bibliothek sehr stark nachgelassen. Sie werden zwar an der Ausleihe, der Zentralen Information und an der Garderobe insbesondere beim Verlassen der Bibliothek auf Anfrage immer noch herausgegeben, dienen damit jedoch vorrangig dem ansonsten nicht gewährleisteten Schutz der Bücher vor Witterungseinflüssen beim Verlassen des Gebäudes.“

Ob weiterhin auf Plastiktüten gesetzt wird, ist derzeit noch unklar: „Die aktuelle Charge wurde vor zwei Jahren beschafft, eine weitere Beschaffung wurde bibliotheksintern bisher nicht thematisiert. Wir werden bei den zukünftig anzustellenden Überlegungen auch den von Ihnen [Anm. d. Red.: blickfeld] vorgebrachten Aspekt nicht unbeachtet lassen.“

Trinkwasserspender in der Universität

Green Office Initiative

Die Green Office Initiative an der Bergischen Universität begrüßt den Schritt der Hochschul-Sozialwerkes, wie ein Mitglied gegenüber blickfeld erklärt: „Durch die Preisänderung nehmen nun mehr Studierende ihren Mehrwegbecher mit oder nutzen zumindest die Porzellantassen des HSW. Die nun deutlich unterschiedlichen Preise rufen die Problematik der hohen Müllproduktion in unserer Gesellschaft noch einmal in Erinnerung.“

Generell möchte das Team für eine stärkere Nutzung von Mehrweggeschirr werben: „Für uns zählt dazu auch, Mehrwegwasserflaschen zu nutzen und diese über die Wasserhähne der Universität aufzufüllen. Das Leitungswasser hier ist von guter Trinkwasserqualität. Ein interessanter Ansatz wäre außerdem Trinkwasserspender aufzustellen, die mit eigenen Bechern nutzbar sind.“

In puncto Plastiktüten sieht das Green Office deren Abschaffung als „längst überfällig“ an und hält einen Verkauf „von Jutebeuteln – zum Beispiel durch das Uni-Marketing – in der Bibliothek für sinnvoll.“

Fahrradverleih für Studierende

„Da die Bergische Universität Wuppertal als Pendler-Uni gilt, ist ein weiterer wichtiger Ansatz, die Autonutzung zu reduzieren. Ein Projekt unsererseits ist ein Fahrradverleihsystem, bei dem Studierende über ein preiswertes und monatsbasiertes Flatratesystem Fahrräder oder Pedelecs leihen können“, formuliert die Initiative als langfristiges Ziel. »mw«

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