„Ticketstudium“: Symptome bekämpfen, Ursachen ignorieren

Ein Kommentar von Martin Wosnitza

Ein Studium des Tickets wegen „widerspricht gewichtigen öffentlichen Interessen, namentlich dem Interesse der Hochschulen.“ Dass das Land NRW und seine Hochschulen eine verlässliche Datengrundlage zur Studienplanung haben möchten, ist absolut verständlich. Die Problematik des „Ticketstudiums“ zeigt jedoch auch, dass es ein öffentliches Interesse an einem kostengünstigen öffentlichen Nahverkehr gibt. Offenbar erfreut sich das „Ticketstudium“ seit der Abschaffung der Studiengebühren einer derart großen Beliebtheit, dass dieser Option ein gesetzlicher Riegel vorgeschoben werden muss. Wegen einer intensiveren Nutzung des Semestertickets hat der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) zudem kürzlich Schlagzeilen mit einer beabsichtigten Preissteigerung von 43% produziert.
Das Semesterticket ist beliebt, das Semesterticket wird intensiv genutzt – für mich somit eine Erfolgsgeschichte. Zeit zu überlegen, wie man breite Teile der Bevölkerung an dieser Erfolgsgeschichte teilhaben lassen kann: Womöglich im Rahmen eines Bürgertickets. »mw«

Zur Berichterstattung: „Ticketstudium“ gestrichen

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