Über 1000 Unterschriften für die Linie 603

Große Resonanz auf die Petition des AStA

Die Fahrplanänderung 2013 der Wuppertaler Stadtwerke (WSW) stößt auf gemischte Reaktionen. Die Universitätsleitung begrüßt die Veränderungen. Das Busangebot zum Hauptcampus und Campus Freudenberg wird ausgebaut. Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) nimmt dies auch wohlwollend zur Kenntnis. Gemeinsam mit dem Hochschul-Sozialwerk (HSW) kritisiert er jedoch die geplanten Kürzungen an der Linie 603 zu den Abendstunden. In einer vom AStA initiierten Petition, wurden on- wie auch offline insgesamt über 1000 Unterschriften gesammelt.

WSW zufrieden

Auf Anfrage der blickfeld-Redaktion zeigen sich die WSW zufrieden. Im Rahmen von Gesprächen mit der Universitätsleitung wurden die steigenden Studierendenzahlen an den Standorten der BUW im Verkehrskonzept der Stadtwerke berücksichtigt. Zu Stoßzeiten am Vormittag werden zusätzliche Buskapazitäten bereitgestellt. Mit der Änderung der Linienführung der 603 wird der Campus Freudenberg werktags alle 20 Minuten angesteuert. Mehr noch: Der Campus soll bereits zwischen 6 bis 20 Uhr erreichbar sein. Aktuell ist dies nur von 7:30 bis 18:30 Uhr gegeben. „WSW mobil trägt damit den steigenden Studierendenzahlen und der außerhalb des Semesters verstärkt auftretenden Nachfrage Rechnung“, erklärt Holger Stephan, WSW-Pressesprecher, gegenüber blickfeld per Mail.

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Streitpunkt: Linie 603

Doch nicht alle Änderungen werden positiv aufgenommen. Die Kürzungen der Linie 603 zu den Abendstunden werden gemeinsam von HSW und AStA kritisiert. In seinem Protestschreiben sieht der AStA (wie auch schon das HSW) besonders die Mieterinnen und Mieter der Wohnheime betroffen.
Die auch von den Stadtwerken benannten Alternativlinien (607, 613 und 615) inkl. deren Haltestellen sind für den AStA gerade im Bereich der „Neuen Burse“ nicht akzeptabel. Die Studierendenvertretung merkt an, dass die Treppenanlagen zum Wohnheim nicht zumutbar seien. Ein fehlender Winterdienst, feuchte Erde, Laub und eine mangelhafte Beleuchtung der engen Wege würden die Anlagen zu einem Gefahr- und Angstraum machen – gerade wenn die Studierenden mit Gepäck aus der Heimat anreisen. Barrierefreiheit sei genauso wenig gegeben. Auch würde die Rückkehr von (Kultur-)Veranstaltungen aus dem Tal so erschwert.
Neben den Wohnheimsbewohnern seien auch die Angestellten der Universität, weitere Studierende, Anwohner und die Teilnehmer des Hochschulsports betroffen. Einige Kurse des Hochschulsports würden erst zur späten Stunde beginnen. Studierende wie auch Angestellte der BUW nutzen die Linie, die ab der Haltestelle Uni-Halle als 615 agiert, als zusätzliche Rückfahrgelegenheit, um rechtzeitig den Wuppertaler Bahnhof zu erreichen.
Viele Kommentare der Petitionsunterzeichner führen ähnliche Argumente auf.

Verkehrsausschuss entscheidet knapp

Gestern hat der Verkehrsausschuss u.a. in der Frage der 603 getagt. Das Gremium, welches nur eine Empfehlung für den Hauptausschuss des Rates gibt, hat mit einer Stimme Unterschied knapp gegen das Begehren von HSW und AStA gestimmt. Der Hauptausschuss verhandelt am 7. November öffentlich in der Sache weiter. »mw«

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