(Über-)Lebensgeschichten erzählen – Zweitzeugen e.V. als Bildungsprojekt im Angesicht der Schoah

Die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus steht an einer Wegscheide: Die Stimmen der letzten Zeitzeug:innen werden seltener – und mit ihnen droht eine unersetzliche Dimension der lebendigen Erinnerung zu verschwinden. Umso dringlicher stellt sich die Frage, wie Erinnerungskultur in die Zukunft getragen und neu gestaltet werden kann.

Theologin Prof. Dr. Katharina Peetz - Foto: Friederike von Heyden

Mit ihrer öffentlichen Antrittsvorlesung am 19. November 2025 (18 Uhr) zeigt Prof. Dr. Katharina Peetz Wege auf, wie junge Menschen als „Zweitzeug:innen“ die Geschichten von Überlebenden weitertragen und in Schulen, Bildungsprojekten und der Öffentlichkeit zu neuen Formen des Erinnerns werden. Im Fokus steht dabei die Arbeit des Vereins Zweitzeugen e.V. und die Frage, wie dessen partizipativ-menschenrechtlicher Ansatz demokratische Erinnerungskultur nachhaltig stärkt.

Zweitzeugenschaft als „Brücken zwischen Vergangenheit und Gegenwart“

„An diesem Beispiel zeigt sich, wie Zweitzeugenschaft Brücken zwischen Vergangenheit und Gegenwart schlägt – und wie eine demokratische Erinnerungskultur politisch, pädagogisch und gesellschaftlich gestärkt werden kann“, so Peetz.

Im Anschluss an den Vortrag sind alle Gäste eingeladen, miteinander ins Gespräch zu kommen – über Herausforderungen, Chancen und politische Implikationen der Erinnerungskultur von morgen. »red«

Veranstaltungsdaten

  • Termin: Mittwoch, 19. November 2025, 18:00 Uhr
  • Ort: Bergische Universität Wuppertal (Campus Grifflenberg), Gaußstraße 20, 42119 Wuppertal, Gebäude I.13, Hörsaal 28 (Raumnummer: I.13.71)

Anmeldung: Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung bis zum 12. November 2025 per E-Mail an: praust (at) uni-wuppertal.de

Weitere Informationen zur Person Prof. Dr. Katharina Peetz:

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