Was steckt hinter LEONID?

13. Januar 2012, Kunstkomplex Wuppertal: Folkige Rockmusik unterlegt den Raum, in dem sich etwa hundert Menschen angeregt unterhalten. Dazwischen blinken die Glühbirnen einer Installation und schwebende Drahtfiguren und stilisierte Landschaftsausschnitte faszinieren an strahlend weißen Wänden. Sektgläser und Abendgarderobe verraten: Hier wird etwas gefeiert. Es ist die Geburt LEONIDs.
Bis zu diesem Abend war es ein langer Weg, den die anfangs sechs und später neun Studenten mit zwei Dozenten gegangen sind. Sie waren auf der Suche nach einer Plattform zur Veröffentlichung selbst geschriebener Texte. Diese fehlte jedoch und so entstand die Idee, sich selbst eine zu schaffen. Daraus entwickelte sich das Magazin LEONID, das genau von diesem Konzept lebt: Kreative Menschen schreiben, zeichnen und fotografieren und reichen ihre Arbeiten auf der magazineigenen Internetseite ein. Die Redaktion wählt dann aus allen Einsendungen diejenigen aus, die auf den knapp 80 Seiten einem größeren Publikum vorgestellt werden sollen. Jede Ausgabe folgt dabei einem Motto, nach dem sich die Einsendungen richten können. Für die erste wurde „Mehr Licht!“ gewünscht, die zweite Ausgabe wird sich mit „Stoff“ auseinandersetzen.
Im Oktober 2011, nachdem alle organisatorischen und finanziellen Hürden genommen worden waren, konnten schließlich die ersten Hefte mit dem sich nach Licht streckenden Säugling über den Buchhandel und den Onlineshop der Website bezogen werden. Die Inhalte sowie die professionelle Produktion des Magazins beeindruckten und erhielten viel Lob. LEONID war geboren. Zum Dank an Künstler, Förderer und Freunde wurde schließlich eine Launch-Party aufgelegt.
Doch schon steht die zweite Ausgabe vor der Tür. Nach dem Einsendeschluss werden alle Texte und Bilder gesichtet und die interessantesten ausgewählt. Anschließend werden die Texte den einzelnen Rubriken zugeordnet und in Arbeitsteilung redigiert. Dabei ist das Ausloten von korrektem Sprachgebrauch und den literarischen Vorstellungen der Verfasser gerade bei freien Texten nicht immer ganz einfach. Sind diese Arbeiten erledigt, ist nun das Schreibtalent der Redaktion gefragt: Für die einzelnen Rubriken, Interviews und Bilderserien müssen Überschriften und Teaser geschrieben werden.
Währenddessen wird nach weiteren Sponsoren gesucht und neue Anzeigenkunden werden akquiriert.

Stefan Neumann und Theresa Kremers begrüßen die Gäste © René Warich

Anfang März beginnt die heiße Phase: Alle überarbeiteten und von den Künstlern abgesegneten Beiträge werden zusammen mit den Einleitungen gesammelt und in „LEONID-Form“ gebracht. Mit Präzision und Hingabe wird das Layout gestaltet, das die Beiträge wieder genauso professionell präsentiert wie bereits in der ersten Ausgabe. Dafür werden auch einige Überstunden in Kauf genommen. Diese Motivation ist es schließlich, die LEONID zu mehr macht als zu irgendeinem Campus-Kulturmagazin. Es ist die Umsetzung als konkurrenzfähiges Produkt für ein Publikum, das über die Universität hinausgeht. So ist LEONID genauso im Ruhrgebiet und Düsseldorf erhältlich wie in Wuppertal. Das Erreichen dieses Ziels belohnt dann auch für die Arbeit, die in den knapp 80 Seiten steckt. Im Mai Am 13. April wird dieses Gefühl dann wieder ganz konkret, wenn man die neue Ausgabe in den Händen hält.
Zur Ruhe kommen werden die Studenten jedoch nur für kurze Zeit, denn der Titel der dritten Ausgabe steht bereits fest: „Macht kaputt!“. Diesem Aufruf können alle interessierten Kreativen bis zum Juli 2012 folgen.
Diejenigen, die sich gerne in die Redaktion oder die Organisationsabteilung des Magazins einbringen wollen, sind bei LEONID ebenfalls stets willkommen. Weitere Informationen hierzu sowie zum Einreichen von Beiträgen sind unter www.leonid-magazin.de zu finden. »ml«

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