Woodel – Der Gemeinschafts-AStA

Der AStA an der Bergischen Universität Wuppertal wird am 4.Juni neu gewählt. Es soll ein Gemeinschafts-AStA folgen, der weitgehend von allen Hochschulgruppen im Studierendenparlament (StuPa) getragen werden soll. Damit soll die Zeit bis zu den Neuwahlen des Studierendenparlaments überbrückt werden.

Übergangslösung oder letzte Chance der Verfassten Studierendenschaft in Wuppertal?

Doch ist ein Gemeinschafts-AStA tatsächlich nur eine Überganglösung? Die im StuPa vertretenen Hochschulgruppen sind personell ausgelaugt und treten abseits von AStA und StuPa kaum noch als Hochschulgruppe öffentlich auf.

Die Belegung von Positionen im AStA, aber auch innerhalb der Ausschüsse des StuPa ist seit jeher ein Problem. Gleiches gilt für studentische Positionen im Hochschul-Sozialwerk oder in den verschiedenen Kommissionen, u.a. im ZIM oder in der UniBibliothek. So bleiben immer mehr Verwaltungsaufgaben an immer weniger Schultern hängen. Mit Verwaltung allein kann man jedoch keine erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit machen. Und so heißt es: Der AStA tut nichts.

Schon die blickfeld-Berichterstattung zeigt auf, dass sich die Gremien im Wesentlichen um sich selbst und ihre Probleme drehen. Fehlende Protokolle, Verstöße gegen Rechtsvorschriften und interne Streitereien prägen die Berichterstattung. Die wenigen hochschulpolitischen Themen, wie die umstrittene UniCard, verschwinden in der Versenkung.

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Nein, kein politisches Lager kann diesen festgefahrenen Karren mit AStA und StuPa alleine aus dem sprichwörtlichen Dreck ziehen. Der Gemeinschafts-AStA ist keine Übergangslösung, sondern die letzte Chance der Verfassten Studierendenschaft in Wuppertal.

Selbst der kleinste hochschulpolitische Nenner kann zu mehr öffentlichkeitswirksamer Aktivität führen, als wir die letzten Jahre gesehen haben. Die Voraussetzungen sind in einem AStA paradiesisch. Ein Haushalt mit erheblichen finanziellen Spielräumen, eine vorhandene Infrastruktur, eigene Räumlichkeiten und einen Stamm von engagierten, festangestellten MitarbeiterInnen bieten beste Voraussetzungen. Jeder, der sich ehrenamtlich in Verein oder Partei engagiert hat, weiß, was es heißt jeden Cent einzeln umzudrehen und falls nötig aus eigener Tasche zu ergänzen. Erschreckend ist, dass trotz dieser Voraussetzungen in den letzten Jahren weniger rumgekommen ist, als bei den zahlreichen studentischen Initiativen an der Bergischen Universität Wuppertal.

Die aktuellen Akteure müssen sich dieser Chance bewusst werden und sie gemeinsam ergreifen. Nur so kann der AStA seine eigentliche Position innerhalb der Studierendenschaft erreichen – als starke und engagierte Interessensvertretung am Campus der BUW.

Doch ist auch die Studierendenschaft gefordert. Nicht nur an den Urnen bei Wahrnehmung ihres Wahlrechts, sondern auch aktiv in den Gremien selbst. Sei es bei einer der bestehenden Hochschulgruppen oder bei einer neu gegründeten. Ansonsten war’s das … »mw«

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  1. Oui!

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