Zwischen Party, Personalkarussell und Themenlosigkeit

Auf der fünften Sitzung des Studierendenparlaments (StuPa) wurden zwei von drei Präsidiumsmitglieder neu gewählt. Ferner erläuterte der AStA sein Veranstaltungskonzept, von dem zwei Komponenten bereits angelaufen sind. (Hochschul-)Politische Themen blieben Mangelware.

Alexander Bialek (LHG) war zum Anfang der Sitzung alleiniges Mitglied des Präsidiums. Grund dafür waren die Rücktritte von David d’Altilia (RCDS) und Willi Steffler (Die PARTEI). Letzterer legte gleichzeitig sein StuPa-Mandat nieder. Ihre Plätze besetzen von nun an Ina Alberg (LHG) und Klaus-Peter Watzlawek (RCDS), die beide mit großer Mehrheit über die Koalitionsgrenzen hinweg gewählt wurden. Gleichzeitig erkannte Bialek die bisherigen Defizite in der Präsidiumsarbeit an (fehlende Protokolle und mangelnde Öffentlichkeitsarbeit) und gelobte mit einer klareren, internen Arbeitsteilung innerhalb des Präsidiums Besserung.

Der anschließend folgende Bericht des AStA-Vorsitzes, vertreten durch Kai Schumann (Die PARTEI) fokussierte sich stark auf die laufenden (Kultur-)Veranstaltungen des AStA. Von diesen sind mittlerweile zwei Reihen angelaufen – das wöchentliche Campusglühen und der bislang einmal stattgefundene MetalTreff – und erfreuen sich einer laut AStA-Vorsitz steigenden BesucherInnenzahl.

Unverständnis wurde gegenüber der Fachschaftsrätekonferenz (FSRK) geäußert, die eine Partykooperation mit dem AStA ablehnte. Als „Party der Studierendenschaft“ bot der AStA der FSRK bzw. den dort vertretenen Fachschaftsräten (FSR) an, eine gemeinsame Mensaparty zu veranstalten. Die wesentlichen Kosten dafür würde nach dem mündlich vorgetragenen Konzept der AStA übernehmen, während die Fachschaftsräte, bspw. per Partyinseln innerhalb der Mensa, die inhaltliche Dimension der Mensaparty tragen würden.

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Neben vereinzelten Zweifeln an der Haltbarkeit des AStA-Konzepts, u.a. hervorgerufen durch Kommunikationsprobleme seitens des AStA mit der FSRK, gaben Parlamentarier, die der damit verbundenen Debatte in der FSRK beiwohnten, auch die mangelnden zeitlichen und personellen Kapazitäten vieler Fachschaftsräte an. Ferner stünden zwei Fachschaftsräte kurz vor Neuwahlen und könnten deshalb keine verbindlichen Zusagen treffen. Daher habe die FSRK das Angebot des AStA abgelehnt.

Ansonsten überraschte der vom AStA initiierte Logowettbewerb mit 18 Einsendungen. Das StuPa bestimmte in diesem Kontext eine Kommission, die den Nachfolger von Engels im AStA-Logo ermitteln wird.

Neben der erneuten Feststellung, dass weiterhin keine Revisoren zur Kassenprüfung gefunden wurden, wurde auch kurz über die Bussituation zwischen Hauptbahnhof und Universität gesprochen. Verspätungen und Überfüllungen seien keine Ausnahmen. Der AStA-Vorsitz sieht jedoch geringe Chancen auf Besserung der Situation. Zusätzliche Buskapazitäten müssten finanziert werden, wobei die Universität als Geldgeber ausscheidet. »mw«

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  1. Leider werden Beiträge in Facebook vom AStA zensiert!
    Ich finde der AStA hat viele politische Themen auf der Agenda! Siehe protokoll vom 2.11.11 auf Seite 9!
    „XX beantragt eine X-Pole-Stange für Veranstaltungen in Höhe von 130 €.“ Das ist meiner Meinung nach ein wichtiges Thema! Ein Artikel über den Partyasta fänd ich auch mal gut!

    Netter Artikel über das StuPa weiter so!

    Grüße Fred

  2. Jetzt ist da neue Logo ja da. Was die sich allerdings dabei gedacht haben. Bleibt mir ein Rätsel. Das Logo zu erneuern, kann ich nachvollziehen und halte ich in vielen Fällen auch für sinnvoll. DIESES Logo allerdings und auch die Einbettung in die Webseite und deren Farbanpassung sind einfach nur stümperhaft und gerade zu hässlich! Es können doch die anderen eingereichten Vorschläge nicht schlechter als DAS gewesen sein?!
    Es kommt etwas Fremdscham in mir auf!

  3. Schade, dass auch das neue Präsidium es bis heute nicht fertig gebracht hat, neuere Protokolle als November hochzuladen…

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