Cybersicherheitsforschung an der Bergischen Uni: Förderung über 1,4 Millionen Euro

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert Dr. Marloes Venema im renommierten Emmy Noether-Programm mit rund 1,4 Millionen Euro. Am Lehrstuhl für IT Security and Cryptography baut die Informatikerin eine unabhängige Nachwuchsgruppe zur digitalen Zugangskontrolle auf. Die Förderung stärke die Cybersicherheitsforschung an der BUW.

Die gebürtige Niederländerin Dr. Marloes Venema erforscht das Thema digitale Zugangskontrolle - Foto: Friederike von Heyden

Digitale Zugangskontrolle bildet eine zentrale Grundlage der Digitalisierung: Sie regelt, wer auf Daten, digitale Identitäten oder kritische Infrastrukturen zugreifen darf und ist unter anderem für intelligente Energienetze, industrielle Automatisierung, digitale Identitäten wie das EUDI-Wallet, Cloud-Anwendungen, das „Internet der Dinge“ und Gesundheitsdaten von großer Bedeutung.

„Die Emmy Noether-Förderung eröffnet mir und meiner Nachwuchsgruppe die Möglichkeit, grundlegende Fragen der digitalen Zugangskontrolle langfristig zu erforschen. Sichere Zugangssysteme sind eine Schlüsseltechnologie der Digitalisierung“, sagt Dr. Marloes Venema. „Ich freue mich darauf, dieses Forschungsfeld gemeinsam mit meinem Team an der Bergischen Universität weiterzuentwickeln.“

Forschung mit Einsatz bei Cloudflare und weiteren Diensten

Bereits heute fließen laut der Bergischen Universität Ergebnisse von Venemas Forschung in weltweit genutzte Technologien ein. Verfahren, an deren Entwicklung sie maßgeblich beteiligt war, kämen unter anderem bei Cloudflare zum Einsatz, einem der weltweit größten Anbieter von Internetinfrastruktur. Damit würden Menschen weltweit indirekt von ihrer Forschung profitieren, wenn sie digitale Dienste und Webseiten nutzen.

„Dr. Marloes Venema gehört zu den herausragenden Nachwuchswissenschaftlerinnen der internationalen Kryptographie. Dass sie ihre Emmy Noether-Nachwuchsgruppe an der Bergischen Universität aufbaut, ist eine große Auszeichnung für sie persönlich und stärkt zugleich unseren Forschungsschwerpunkt IT-Sicherheit“, sagt Prof. Dr. Tibor Jager, Inhaber des Lehrstuhls für IT Security and Cryptography. „Die Förderung zeigt, dass die Bergische Universität ein attraktives Umfeld für Spitzenforschung in der Informatik bietet. Die neue Nachwuchsgruppe wird wichtige Impulse für unser Forschungsprofil und zukünftige Verbünde geben.“

Frauen im Informatikstudium: Dr. Marloes Venema als Vorbild

Der Erfolg von Dr. Marloes Venema hat laut den Uni-Verantwortlichen darüber hinaus eine wichtige Signalwirkung: „Frauen sind in der Informatik nach wie vor deutlich unterrepräsentiert. Als international erfolgreiche Wissenschaftlerin zeigt sie, dass Spitzenforschung in diesem Bereich keine Frage des Geschlechts ist. Ihr Werdegang kann junge Frauen ermutigen, ein Informatikstudium oder eine wissenschaftliche Karriere einzuschlagen.“ »red«

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