Engels2020: Wuppertal feiert Friedrich Engels 200. Geburtstag

Er war Textilunternehmer, Philosoph, Kommunist und Journalist - Friedrich Engels, am 28. November 1820 in Barmen geboren, würde in diesem Jahr seinen 200. Geburtstag feiern. Dies nimmt die Stadt Wuppertal zum Anlass, ihrem weltberühmten Sohn ein Veranstaltungsjahr zu widmen. Am Samstag, 15. Februar 2020, feiern Ehrengäste, Akteure des Engels-Festjahres und Wuppertaler Bürger/-innen gemeinsam im Opernhaus den Auftakt.

„Mit über 120 Veranstaltungen ist das Engelsjahr 2020 unseres Wissens nach das bisher größte Event, das wir in Wuppertal je hatten. Von Ausstellungen und Aktionskunst über Theater und Musik bis hin zu Kongressen und Stadtführungen: Die Bandbreite der Veranstaltungsformate ist riesig. Das Engels2020-Programm ist so vielseitig wie Friedrich Engels selbst“, freut sich Oberbürgermeister Andreas Mucke. „Dieses vielfältige Programm ist ein Gemeinschaftswerk von vielen: Die großen Institutionen wie die Wuppertaler Bühnen und die Bergische Universität Wuppertal sind dabei, ebenso die lebendige freie Kulturszene der Stadt Wuppertal und viele andere“, ergänzt Kulturdezernent Matthias Nocke.

Hier findet der Auftakt von Engels2020 statt: das Wuppertaler Opernhaus © mw

Engels2020 startet am Samstag im Opernhaus

Die Wuppertaler Bühnen präsentieren am kommenden Samstag bei der Auftaktveranstaltung im Opernhaus ab 19:30 Uhr ein Programm aus historischen Ereignissen, Texten, Liedern und Opernszenen rund um die Welt von Friedrich Engels und den politischen und sozialen Bewegungen des 19. Jahrhunderts. Auch vor dem Opernhaus wird einiges geboten: Ab 19 Uhr wird die Fassade des Gebäudes von dem Wuppertaler Lichtkünstler Gregor Eisenmann in Szene gesetzt. Bei der Outdoor-Lichtkunstshow wird Engels dank fünf Großformat-Projektoren, 1800 LEDs und 60 Scheinwerfern großflächig und in Endlosschleife in verschiedenen Epochen dargestellt – auch der Engelsgarten wird illuminiert. Zudem haben am Samstagabend gegen 19 Uhr die „Roten Socken“ eine Tanz-Performance vor dem Opernhaus angekündigt.

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Internationaler Engels-Kongress an der Bergischen Universität Wuppertal

Unter dem Titel „Friedrich Engels: Die Aktualität eines Klassikers – The Timeliness of a Historic Figure“ findet an der Bergischen Universität vom 19. bis 21. Februar 2020 ein internationaler Engels-Kongress statt. Organisator ist der Wuppertaler Philosoph Prof. Dr. Smail Rapic in Kooperation mit Kolleginnen und Kollegen aus der Germanistik. Der Kongress soll sich dem breiten Spektrum von Engels wissenschaftlichen Innovationen sowie seiner Tätigkeit als Politiker und Journalist widmen.

„Seine literarischen Jugendwerke sollen ebenfalls zur Sprache kommen. Engels wird häufig als ein bloßer Popularisator der Marx’schen Theorie hingestellt, der ihrer ideologischen Dogmatisierung in den kommunistischen Parteien Vorschub geleistet habe. Dieses Bild wird Engels nicht gerecht. Seine innovativen Ansätze reichen von der Philosophie, Soziologie, Politischen Ökonomie und Geschichtswissenschaft bis zur Gender-Forschung und Ökologie. Der Kongress intendiert eine Neubewertung seiner wissenschaftlichen Leistung und politischen Aktivitäten“, fasst Prof. Rapic zusammen. Die Teilnahme an den einzelnen Veranstaltungen des Kongresses ist frei und steht allen Interessierten offen.

Gleiches gilt für die Vortragsserie UniTal 2020 von Professorinnen und Professoren der Bergischen Universität. So trägt beispielsweise Prof. Dr. Hans J. Lietzmann (politische Theorie und Europäische Politik) am 18. Juni um 19:30 Uhr in der CityKirche Elberfeld zum Thema „Engels und die Demokratie von unten“ vor.

Christoph Grothe, Alumnus der Bergischen Universität, ist Geschäftsführer von Engels2020

Die Bergische Universität ist auch anderweitig „präsent“. Zum Jahresbeginn hat Christoph Grothe seine Tätigkeit als Geschäftsführer des Engels-Projektbüros begonnen. Der gebürtige Wuppertaler hat an der Uni Wuppertal sein Studium der Germanistik, Politikwissenschaft und Kunst- und Designwissenschaft abgeschlossen. Bereits vor seiner Tätigkeit als Geschäftsführer des Projektbüros kam Grothe mit dem Thema Engels in Kontakt: Er hat jahrelang das Printmagazin „Engelszunge“ herausgegeben. Den Wuppertalern ist Grothe vor allem durch seinen Fahrradblog „Talradler.de“ bekannt. Er hat mit „Fienchen“ einen Lastenrad und Pedelec-Verleih mit 13 kostenlos nutzbaren Rädern aufgebaut und mit einem Video – über einen Wohnungsumzug ausschließlich mit Rädern – den deutschen Fahrradpreis nach Wuppertal geholt.

„Engels 2020 bietet die einmalige Chance die Vielfalt von Friedrich Engels und der Stadt Wuppertal (neu) zu entdecken. Das facettenreiche Programm von Hochkultur über Wissenschaft bis hin zur freien Szene bietet einen repräsentativen Querschnitt durch die Stadtgesellschaft. Bei über 120 Veranstaltungen, viele davon kostenlos zu besuchen, ist sicherlich für alle was dabei!“, so Grothe. »mw«

Weitere Informationen zu Engels2020

Engels2020 Sonderseite

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