w( )( )del – Manchmal haben Studenten doch zu viel Zeit

Ewig lernen, immer wieder Verabredungen absagen, nur noch schlafen und lernen und schlafen und lernen und schlafen und lernen – bis zur Klausur. Und dann? Dann gibt man sie ab, verlässt den Hörsaal, atmet tief durch. Und jetzt?

Jetzt hab ich Zeit. Sechs Wochen bis zur nächsten Klausur und den Stoff beherrsche ich schon. Was mach ich jetzt? So viel Zeit. Freie Zeit. Ich kann machen was ich will. So recht weiß ich aber am Tag nach der Klausur nichts mit mir anzufangen. Ausschlafen geht nicht, bin noch im Lernrhythmus, also sitz ich um kurz nach sieben in der Küche, Kaffee in der Hand und seh den Stapel mit Uniunterlagen. Kann mir egal sein, brauch ich nicht mehr. Mit dem Kaffee und ner Zeitung vergehen zwei Stunden. Und jetzt? Vielleicht mit wem verabreden. Gleich mal Jenny anrufen. Jenny kann nicht, muss arbeiten. Der Tag hat aber noch 15 Stunden. Jetzt noch 14,5. Aber was ich machen soll, weiß ich noch immer nicht. Vor lauter Zeit weiß ich nichts mit meiner Zeit anzufangen. Die letzten Wochen gab es nur noch schlafen und lernen und lernen und schlafen. Vielleicht geh ich erst mal in die Stadt, schauen was es Neues gibt und was wochenlang an mir vorbeigegangen ist. Noch immer 10 Stunden bis zum Ende des Tages. Der Fernseher gibt nichts Ordentliches her, aber schlafen geht. Am Abend verabrede ich mich doch noch mit Jenny. Und sie fragt was ich jetzt mit so viel Zeit anfangen will. Keine Ahnung. Vielleicht morgen erst mal ausschlafen.

Am nächsten Morgen sitz ich um sieben in der Küche. Mit Kaffee. Gleich geht’s los nach Holland an den Strand – ganz spontan. Bevor es zwei Wochen später wieder los geht mit lernen und Verabredungen absagen und nur noch schlafen und lernen und lernen und schlafen. »jup«

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