Paula Modersohn-Becker: Von Worpswede nach Paris

Aufgrund der hohen Nachfrage wurde die Ausstellung „Zwischen Worpswede und Paris“ über die imponierende Künstlerin Paula Modersohn-Becker verlängert. Diese Woche besteht die letzte Möglichkeit, die Werke der gebürtigen Dresdnerin zu sehen.

Paula Modersohn-Becker, Kopf eines kleinen Mädchens mit Strohhut, 1904, Öl auf Leinwand, Kunst- und Museumsverein im Von der Heydt-Museum
© Antje Zeis-Loi, Medienzentrum Wuppertal

Ausstellung läuft nur noch diese Woche im Von der Heydt-Museum Wuppertal

Paula Modersohn-Becker war eine aufstrebende junge Künstlerin, die sich Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts in einer von Männern dominierten Kunstwelt durchsetzten konnte. Ihr in nur wenigen Jahren entstandenes Oeuvre weist sie als Vorläuferin des Expressionismus aus.

Unbeeinflusst von den Meinungen anderer hat sie es geschafft, in der Kunstwelt etwas Neues zu erschaffen und fand in der Künstlerkolonie in Worpswede 1898 Anschluss.

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Worpswede und der dort herrschende Naturalismus mit idyllischer Landschafts- und Genremalerei wurden Paula jedoch bald zu eng. Deswegen machte sie sich 1900 für einen Studienaufenthalt an der Académie Colarossi das erste Mal nach Paris auf. Bis zu ihrem sehr frühen Tod durch eine Embolie, kurz nach der Geburt ihres ersten Kindes, verbrachte Paula Modersohn-Becker noch drei weitere, mehrmonatige Aufenthalte in der französischen Hauptstadt.

„Trotz ihrer wirklich guten Werke, fand ich, dass sie leider neben Künstlern, wie Monet, mit ihrer eigenen Ausstellung etwas untergegangen ist.“

Anna Marie Elmering, blickfeld-Redaktion

Paula Modersohn-Becker, Mädchenbildnis mit gespreizter Hand vor der Brust, 1905, Öl auf Leinwand, Von der Heydt-Museum © Antje Zeis-Loi, Medienzentrum Wuppertal

Die Ausstellung ist weniger eine Übersichtsausstellung, sondern soll viel mehr einen Eindruck darüber verschaffen, wie Paula Modersohn-Becker zwischen Worpswede und Paris durch verschiedene künstlerische Positionen beeinflusst wurde. Um einen besonders privaten Einblick in ihren Werdegang zu ermöglichen, wurden einzelne Auszüge aus ihrem Tagebuch mit aufgenommen.

Die Ausstellung im Von der Heydt-Museum, das mit mehr als 20 Gemälden neben Bremen das größte Konvolut der Malerin besitzt, präsentiert ihre eindrucksvollen Porträts, Selbstporträts, Stillleben und Landschaften zusammen mit Gemälden ihrer Malerfreunde aus Worpswede, wie Fritz Mackensen oder Otto Modersohn.

„Durch die Ausstellung habe ich noch einmal gemerkt, was das Von der Heydt-Museum für hochwertige Werke besitzt.“

Besucher

InteressentInnen, die diese Woche noch die Ausstellung zu Paula Modersohn-Becker besuchen möchten, sei zudem die parallel laufende Ausstellung „Blockbuster Museum“ empfohlen. Diese vermittelt einen Einblick über die Kunst des Ausstellens und wie eine Ausstellung konzipiert wird. »ame«

Weitere Informationen zum
Von der Heydt-Museum

Öffnungszeiten:

  • Dienstag bis Sonntag von 11 bis 18 Uhr;
    Donnerstag von 11 bis 20 Uhr (montags geschlossen)

Eintrittspreise:

  • Erwachsene 12 € / ermäßigt 10 €
    (Schüler/Studierende und Auszubildende)

Detaillierte Informationen:

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