Kulturauflauf à la Luise

Jede Stadt hat besondere Orte, von denen man Auswärtigen oder Freunden gerne erzählt. Sehenswürdigkeiten, die Menschen magisch anziehen und zum sich treffen, unterhalten, etwas trinken und verweilen einladen. In manchen Städten sind es die sogenannten Einkaufsstraßen oder große Zentren, und in anderen ist es eben die Altstadt, in der man Gleichgesinnte trifft, um Ess- und Trinkkultur zu erleben.

Luisenviertel: Die Luisenstraße und die Sophienkirche am Ende der Straße (Collage: mw & chs)

Wuppertal besitzt nicht diese „eine Altstadt“, was einen geschichtlichen Hintergrund hat, den meist nur die Einwohner kennen. Auch gibt es keine ausgeprägte Gastronomie um die Einkaufsballungszentren in Elberfeld, Barmen und Vohwinkel, um nur einige Stadtteile zu nennen.
Wo treffen sich also die unterschiedlichen Gruppen, die unterschiedlichen Menschen? Die Jungen wie die Alten? Lokalitäten gibt es innerhalb der Stadtgrenzen viele, aber es gibt nur wenige Orte, an denen man Tag und Nacht Menschen trifft, die mit einem Ort Kultur, Konsum und Party verbinden. Wenn man Wuppertaler fragt, so hört man immer wieder, dass dieser besondere Ort Wuppertals „das Luisenviertel“ ist. Dieses liegt in Elberfeld in unmittelbarer Nähe des Robert-Daum-Platzes. Ein kleines verträumtes Viertel, zu dem man nur ein paar Straßen zählt. In diesen kann man aber an jeder Ecke spüren, wie Kultur in Wuppertal lebt. Kopfsteinpflaster und Altbauten verleihen mit ihrem charmanten Charakter dem Luisenviertel so den typischen Flair einer Altstadt.
Unterhalb der Elberfelder Nordstadt beheimatet das Luisenviertel die verschiedensten Geschäfte, Ateliers, Werkstätten und natürlich Gastronomien. Wenn man die kleinen Cafés, die ihre Tische und Stühle auf dem Bürgersteig stehen haben, so sieht, fühlt man sich nach Paris, Mailand oder Rom versetzt. Tagsüber sieht und trifft man in den kleinen, gemütlichen Straßen vor allem Frauen, Geschäftsleute und Menschen, die eine Pause vom hektischen Stadtleben brauchen. Nachmittags, wenn sich in Wuppertal die Sonne hinter den Häusern versteckt, füllen sich die kleinen Gassen mit Spaziergängern, Studenten, jungen Erwachsenen und eben mit den Menschen, die oft durch ihr Luisenviertel streifen und hier häufig ihren freien Nachmittag oder Feierabend verbringen.

Abendliches Treiben vor der Viertelbar (Foto: Rebecca Cali)

Der Student ist gerne im „Beatz und Kekse„. Der Name ist Programm. Hier werden dem Gast im 70er Jahre Ambiente viele Sorten an wechselnden Beats und eine große Auswahl an Keksen dargeboten. Kleine Konzerte von jungen Künstlern, DJs und Karaoke-Abende runden das Angebot ab. Schlendert man weiter, kommt man an den Restaurants „Emigrante“ und „Alaturka“ vorbei. Gegenüber der Bar „Morena“ trifft man auf die „Viertelbar“, die auch für das kulturelle Publikum etwas Besonderes bereithält. Einmal im Monat findet hier der Akustik#Slam statt, auf dem junge Musiker im Wettstreit gegeneinander antreten. Weiter geht es im Luisenviertel mit dem „Esperanza“, einem kleinen Café, das sich sehr der Musik verschrieben hat. Die Akustik-Session bietet neben anderen Musikhighlights dem Musikliebhaber einen Ort zum verweilen. Im „Luisencafé“ findet man neben ansprechender Gastronomie auch den Platz, an dem man wohl die größten privaten Partys feiern kann. Das „Katzengold“ und das „Café du Congo“ sind die beiden Cafés, in denen man am liebsten draußen sitzt und die Seele baumeln lässt. Es gibt soviel zu erzählen und zu entdecken im Luisenviertel und jeder Student, der an der Bergischen Universität zu Hause ist, sollte unbedingt auch dieses Viertel für sich einmal entdeckt haben. »aw« – Erstveröffentlichung des Artikels in der Printausgabe 03-2011, erschienen im Oktober 2011.

Weitere Informationen unter: http://www.facebook.com/Luisenviertel

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